Der junge MC Archive - Seite 28 von 42 - WHUDAT

  • In der schlimmsten Phase unserer Sturm- und Drangzeit hatten wir es uns angewöhnt, den uns optisch positiv auffallenden Mädchen durch einen leichten Biss ins Hinterteil unsere Anerkennung auszusprechen. Klar, es gäbe da immer noch die verbale Opportunität – aber wenn man schon am re_specten ist, dann doch bitte auch authentisch. Oder anders: wer sowieso ausschließlich peinlich auffällt, hat weniger zu… Weiterlesen

  • Wenn ich neben dem Öffnen eines Bieres mit dem Flaschenhals eines Anderen noch etwas vom Leben gelernt habe, dann ist das die Flucht nach vorn. Passt in allen Lebenslagen, solltet Ihr auch mal ausprobieren. Immer schön understatemendig bleiben und negative Selbsteinschätzungen droppen, bevor es Andere tun. Wenn man am Ende dann ausnahmsweise einmal nicht scheitern sollte, dann hagelt es positivere… Weiterlesen

  • Herr Clausen war in der sechten Klasse mein Mathematiklehrer. Außerdem unterrichtete er Sport, was vermutlich der Grund war, warum er sich ausschließlich in Trainingsanzügen auf dem Schulgelände bewegte. Mit Mitte vierzig wurde sein Haar langsam licht und als Trockenrasierer verzierte ein steter Bartschatten seine untere Gesichtshälfte. Seine durch beständig zusammengezogene Augenbrauen düstere Mimik wurde von einem stechenden Blick komplettiert und… Weiterlesen

  • Und ich spreche hier nicht von einem ersten Date, in welches man mit womöglichen Sinnlichkeitsambitionen hineingleitet; ich meine das wirklich allererste One-on-One-Treffen mit einem Mädchen. Es muss irgendwann in der sechsten Klasse gewesen sein. Mir spross der erste Flaum auf Oberlippe und Skrotum, Onanie war auch schon ein Thema – aber Intimitäten an diesem Nachmittag waren für mich indiskutabel! Nicht,… Weiterlesen

  • Ich saß rauchend im abgedunkelten Bereich der Bar im oberen Geschoss meines damaligen Stammclubs. Die beiden sahen mich, fingen laut zu lachen an, rissen die Hände in die Luft und rannten aufgeregt auf mich zu. Sowas kannte ich – bis auf die Sache mit dem Auslachen – in dieser Form bis zu dieser Nacht im September 1999 noch nicht. „Also… Weiterlesen

  • Wie an anderer Stelle bereits einmal erwähnt, leistete ich Anfang der 90er Jahre meinen Zivildienst ab. Fünfzehn Monate lang also irgendwelche sozialen Dienste. Aus Gründen der Bequemlichkeit Deflation Zeitnot schaffte ich es bis dato leider nicht, mich bei einer Fahrschule anzumelden und ohne Führerschein würden ja nun schonmal die begehrten Fahrerjobs ausfallen. Ich informierte mich und hielt aus inzwischen nicht… Weiterlesen

  • Ich freue mich ja immer Menschen zu sehen, die im Fernsehen auf die Frage nach Ihren positivsten Charakter-Eigenschaften mit „Ich bin halt wie ich bin und sag‘ immer direkt, was ich denke. Äy.“ antworten. An sich unfassbar, dass man 14 Jahre nach Tic Tac Toe immer noch davon ausgeht, dass unüberlegtes Antworten mit Realness oder Authentizität zu tun hat. Vielmehr… Weiterlesen

  • Maike war Kundenberaterin bei der lokalen Sparkasse. Sie arbeitete in einer Filiale, die ich irgendwann zu Beginn dieses Jahrhunderts einmal betrat und sofort Stammkunde wurde. Ich wollte Maike unbedingt kennenlernen und weil ich gerade einen relativ positiv laufenden Abschnitt meiner Sturm- und Drangzeit durchlebte, fragte ich nach einem Date – was ich keine zwei Tage später auch bekam. Maike machte… Weiterlesen

  • Als ich Ende der 80er mein erstes Bier trank wurde mir klar, dass der C64 und ich in einer ernsthaften Krise steckten. Man hatte sich im Laufe der Zeit auseinandergelebt, eine schwerfällige Routine hatte sich eingeschlichen und der Arsch von Gianas Schwester war mir auch irgendwie zu pixelig. Ich beschloss, eine Nerdpause einzulegen um ein echtes Leben zu bekommen und… Weiterlesen

  • Eine immer mal wieder gern genommene Vorfeier-Alternative in den warmen Monaten der frühen 90er Jahre: eine Butterfahrt nach Langeland/Dänemark. Jeden Samstag gegen Mittag fuhr ein Touristendampfer von der Kieler Förde einmal nach Dänemark und zurück. Es gab keinen langen Aufenthalt, es kostete noch nicht einmal etwas – solche Touren lebten von den einkaufswütigen Anhängern des damaligen Zollfrei’ismus (leider wurde diese… Weiterlesen