Der junge MC Archive - Seite 28 von 42 - WHUDAT

  • Aus der Reihe „Die unsäglichsten Aushilfsjobs des jungen MC Winkel“. Ich wollte 1993 zuhause ausziehen, hätte mir vom Auszubildendengehalt jedoch das angestrebte WG-Zimmer nicht leisten können. Also, ich hätte schon. Aber dann hätte ich mich die letzten 20 Tage des Monats von Löwenzahn und Eiswürfeln ernähren müssen; was sich zu meiner kulinarisch ausgeprägten Natur konträr vierhielt. Also schaute ich einfach… Weiterlesen

  • Chucks. Mit dieser Sorte Botten kann man eigentlich nie etwas verkehrt machen. Außerdem waren sie in den frühen Neunzigern auch noch nicht so teuer und – was eigentlich der größte Vorteil war – sie haben ja dieses eingebaute Air-Refreshing-System (a.k.a. Nietenlöcher im Längsgewölbebereich). „Farshid, hier ein paar hohe Chucks in schwarz als Begrüßungsgeschenk! Anders als bei deinen Cowboystiefeln trägt man… Weiterlesen

  • Am nächsten Tag überlegten wir, wie man den Schuhkarren am gechicktesten aus dem Dreck gezogen bekommt, ohne dass man zuviel Strassenkredebilität verspielt und letztlich vielleicht sogar noch scoren könnte. „Ganz ehrlich, Sören: der braucht ein Paar neue Schuhe. Am besten Zwei. Und einen neuen Teppich.“. „Bodenfliesen.“. „Oh, das wird teuer!“. „Nein, der hat da jetzt Bodefliesen liegen.“. „Gut, Du opferst… Weiterlesen

  • 1994 lernten wir Farshid kennen. Sören stellte ihn uns vor, beschrieb ihn als lustigen Lebemenschen aus Syrien, der in einem Studentenwohnheim lebte und zudem etwas an der Tasse können würde. Diese Argumente reichten uns. Ein zwar großnäsiger, dennoch nicht uncharismatischer Südländer, trikfest und mit unzähligen Kontakten zur riemigen hiesigen Studentinnenszene – der Mann passte zu uns. „Farshid, bei uns ist… Weiterlesen

  • In der schlimmsten Phase unserer Sturm- und Drangzeit hatten wir es uns angewöhnt, den uns optisch positiv auffallenden Mädchen durch einen leichten Biss ins Hinterteil unsere Anerkennung auszusprechen. Klar, es gäbe da immer noch die verbale Opportunität – aber wenn man schon am re_specten ist, dann doch bitte auch authentisch. Oder anders: wer sowieso ausschließlich peinlich auffällt, hat weniger zu… Weiterlesen

  • Wenn ich neben dem Öffnen eines Bieres mit dem Flaschenhals eines Anderen noch etwas vom Leben gelernt habe, dann ist das die Flucht nach vorn. Passt in allen Lebenslagen, solltet Ihr auch mal ausprobieren. Immer schön understatemendig bleiben und negative Selbsteinschätzungen droppen, bevor es Andere tun. Wenn man am Ende dann ausnahmsweise einmal nicht scheitern sollte, dann hagelt es positivere… Weiterlesen

  • Herr Clausen war in der sechten Klasse mein Mathematiklehrer. Außerdem unterrichtete er Sport, was vermutlich der Grund war, warum er sich ausschließlich in Trainingsanzügen auf dem Schulgelände bewegte. Mit Mitte vierzig wurde sein Haar langsam licht und als Trockenrasierer verzierte ein steter Bartschatten seine untere Gesichtshälfte. Seine durch beständig zusammengezogene Augenbrauen düstere Mimik wurde von einem stechenden Blick komplettiert und… Weiterlesen

  • Und ich spreche hier nicht von einem ersten Date, in welches man mit womöglichen Sinnlichkeitsambitionen hineingleitet; ich meine das wirklich allererste One-on-One-Treffen mit einem Mädchen. Es muss irgendwann in der sechsten Klasse gewesen sein. Mir spross der erste Flaum auf Oberlippe und Skrotum, Onanie war auch schon ein Thema – aber Intimitäten an diesem Nachmittag waren für mich indiskutabel! Nicht,… Weiterlesen

  • Ich saß rauchend im abgedunkelten Bereich der Bar im oberen Geschoss meines damaligen Stammclubs. Die beiden sahen mich, fingen laut zu lachen an, rissen die Hände in die Luft und rannten aufgeregt auf mich zu. Sowas kannte ich – bis auf die Sache mit dem Auslachen – in dieser Form bis zu dieser Nacht im September 1999 noch nicht. „Also… Weiterlesen

  • Wie an anderer Stelle bereits einmal erwähnt, leistete ich Anfang der 90er Jahre meinen Zivildienst ab. Fünfzehn Monate lang also irgendwelche sozialen Dienste. Aus Gründen der Bequemlichkeit Deflation Zeitnot schaffte ich es bis dato leider nicht, mich bei einer Fahrschule anzumelden und ohne Führerschein würden ja nun schonmal die begehrten Fahrerjobs ausfallen. Ich informierte mich und hielt aus inzwischen nicht… Weiterlesen