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Bye Bye Burnster

Abgelegt: Burns Files | 15.08.2005 um 18:59 Uhr

Ein aufregender Tag neigt sich dem Ende zu. Zurück nach Berlin geht’s dieses Mal per Helikopter, den MC mir als seinem Parteivorsitzenden dankbarerweise zur Verfügung stellt. Ich verabschiede mich noch geschwind von Cindy (Bird ignoriere ich wegen ihres seltsamen Hautausschlages) und schon erhebe ich mich in den Abendhimmel über Kiel. Als der Hubschrauberlandeplatz auf MCs Dach langsam meiner Sicht entschwindet, lasse ich diesen verrückten, verrückten Tag nochmals Revue passieren.

Eine fürstliche Residenz, Jahresrationen an Koks und Holsten, ein Besuch von Tom Cruise und Winks Startschuss zur Kanzlerkarriere. Selbst ein Albtraum von Alice konnte mir unseren Summerslam nicht vermiesen. Tage wie diesen möchte ich nicht missen. Bald landet der Hubschrauber wieder am Nordstrand und der MC und ich kehren in unsere eigenen Paläste zurück. Eines haben wir jedoch beide gelernt: Wir sind die Allergeilsten!

Danke, MC!


Burns vs. Alice

Abgelegt: Burns Files, U & J | 15.08.2005 um 16:15 Uhr

Who the fuck should I kill first?

Bei all dem Trubel um MCs Kanzlerkandidatur habe ich soviel Holsten in mich hineinmaneuvriert, dass ein kleines Nachmittagsnickerchen anstand. Und ich hatte einen seltsamem Traum, der hoffentlich alles andere als ein Hinweis auf zukünftige Begebenheiten sein soll.

Mir träumte ich wäre zurück in Berlin am Nordstrand und hinge in der Warteschleife bei Alice um mich nach dem Verbleib meines DSL Modems zu erkundigen. Die freundliche Dame am Telefon war nicht Alice und deshalb war sie wohl zunächst etwas überfordert mit den Hard Facts, nämlich dass das angeblich bereits verschickte Modem nie bei Burnsters angekommen war. Ein Herr Eser aus dem Haus hätte es vor zehn (!) Tagen entgegen genommen. Sorgfältig kontrollierte ich alle Klingelschilder, aber kein Eser. Aus Versehen fiel mir Mandys Klingelschild entgegen aber das verbuchte ich unter Kollateralschaden und ab dafür.

Das Verständnis der Alice-Händlerin war bald genauso am Ende wie meine Geduld und so legte ich entnervt auf und begann, das Haus durchzuklingeln. Ein fröhliche Türken-WG zitierte mir dann nach zähen Verhandlungen einen mir völlig unbekannten Herr Eser herbei und der überreichte mir tatsächlich mein DSL Modem.

Wer gedacht hat, dieser Post erfolge bereits mit DSL hat sich geschnitten. Natürlich war das Kabel von Splitter zu Modem im wahrsten Sinne des Wortes unzulänglich und deshalb schnappte ich mir Klappi und radelte durch eine Kolonie von Baustellen zum Alexanderplatz, wo man mir bei Saturn Hansa nach längerem Servicegespräch ein noch längeres Kabel überreichte.

Wieder zuhause angekommen und bereits reichlich verschwitzt, stellte ich fest, dass man mir das falsche Kabel angedreht hatte. Wutenbrannt peitschte ich Klappi erneut zum Alex und tauschte das Kabel um, nicht ohne 15 Minuten meiner kostbaren Zeit einer impertinenten Schnepfe zu opfern, die sich vorgedrängelt hatte.

Mit dem augenscheinlich richtigen Kabel hetzte ich zurück zum Nordstrand und war mittlerweile schweissübergossen. Und was ist? Dieses brunzbeschissene Dreckskabel (das verhurte) passt wieder nicht. Als Mitglied der Ungeduldig-und-Jähzornig-Bewegung fliegt erst mal eine halbvolle Mineralwasserflasche durchs Zimmer, bevor ich erneut Klappi in die Flanken trete, bis er ächzt und bis ich ein drittes Mal am Alexanderplatz bin.

Gut, dass alles nur ein Traum war. Hab schon das nächste Holsten im Halfter.


Burns in: The Spin Doctor

Abgelegt: Burns Files | 15.08.2005 um 11:53 Uhr

Mittlerweile hab ich mich echt toll hier eingelebt bei Winkels. Dem Cruise hab ich Mores gelehrt, der Cindy ein paar YoYo Tricks beigebracht und weiter an meiner “Bairisch Fluchen für Kieler” Anthologie gearbeitet. Ich bin gerade bei Kapitel 4: “Sagglzefix im täglichen Sprachgebrauch. 4.1 Beim Bäcker”.

In dieser perfekten Harmonie ist mir fast ein wenig fad geworden, deshalb beschließe ich, den MC für die Bundestagswahl aufzustellen. Schnell noch Faul&Spät als Partei angemeldet, ging ganz suave per Internet. Dann geschwind auf einer spontanen Mitgliederversammlung mit Cindy und Bird den MC als Kanzlerkandidaten ausgerufen. Kurz darauf stimmt er per SMS zu und ich vergebe bereits jetzt die ersten Aufträge an Druckereien und buche den MC in die Rededuelle zwischen Schröds und Merks. Mit Politunkraut wie Stoiber oder Westerwelle will der MC nichts zu tun haben. Die halt ich ihm als Parteivorsitzender vom Leib. Ah, ich sehe, da trifft der erste Wahlplakatentwurf ein, und was haben wir denn hier? Eine Parteihymne rechtzeitig zur Wahl von Burnston und Winkfunkel! Gleich mal reinlauschen.


BURNSTON & WINKFUNKEL: WÄHL MC WINKEL (MP3, ca. 1MB)

VOTE NOW!


Burns vs Cruise

Abgelegt: Burns Files | 15.08.2005 um 01:34 Uhr

Chokeslam ahead!

Als ich gerade das erste Kapitel meiner “Bairisch Fluchen für Kieler” Anthologie beenden will, klingelt es plötzlich an der Tür. Ich bin etwas verunsichert, schließlich will man ja nicht der GEZ Tür und Tor des fremden Eigenheims öffnen. Letztlich überrumpelt mich doch unsanft meine Neugier und ich lasse den Überraschungsgast direkt per Fahrstuhl in die Winkelsche Zitadelle befördern. Es fällt mir sogleich schwer, meinen Augen zu trauen, aber niemand anderes als Tom Cruise steht im Flur. Cindy und Bird lugen neugierig um die Ecke aber ich gebe ihnen per Wink zu verstehen, dass sie sich zu verpissen hätten. Dann wende ich mich meinem Gast zu:

“Hey Tom. What’s cooking?”
“Hello there, can I speak to Mr. MC Winkel?” Er sieht mich schüchtern an.
“Nope, he’s not there. He’s in Berlin taking care of business. I’m his representative and today’s resident MC. How can I help you, dude?”.

Ich weiß, dass MC den Cruise verabscheut, also will ich nicht zu freundlich sein und färbe meinen Tonfall schroff. Die tradierte Cruise-Abneigung geht mir mit jeder Sekunde mehr in Fleisch und Blut über. Doch Tom bleibt ruhig und hündisch:

“It’s just that…, it’s just that my popularity level is going down the drain since Mr. Winkel started to campaign against me. I wanted to talk to him and find out why he hates me so much. I suppose it is jealousy, since I’m one heck of a marvelous movie star and he is only the future host of Wetten-Dass. Basically I would beg him to stop his crusade of hatred. Me’s losing selfconfidence, my films are losing money and Katie suffers from a serious depression. She’s so torn cause she’s such a deep admirer of MC.”

Ich bin perplex. Kommt der olle Cruise doch tatsächlich in die Winkelsche Stube, um den MC anzuknien. Ich versuche, mich ganz in den MC hineinzuversetzen:

“Yo dude, d’ya think you can come here and mope around? D’ya think da MC would give the slightest damn about your freakin’ concerns, brother? You’re a dork and you won’t stand a chance in Germany as long as da MC is putting you down. Crawl back to your stinking Hollywood hole, you and your onehundredandfifty centimeters of redundancy. In other words: Raus hier, sonst gibt’s Fratzengeballer!”

Bedröppelt dreht sich Cruise von dannen und will von selben wanken, als mir eine Idee kommt.

“Hey Tom, old house. Wait. I actually think, there is a chance to get rid of MC’s wrath. All you’d have to do is to admit that you’re gay. Gay as Biolek. You understand?” Ich weiß, dass MC über Überwachungskameras mit Ton verfügt, die den ganzen Tag laufen. Cindy hat mir das vorher beim Sex auf dem Küchentisch erzählt. Tom dreht sich stotternd zu mir um.

“M..m…mm.mmm…man, that’s not fair. I..I…I..m..m mean I can’t just say that. But I need the German revenues so badly, I might just tell you a secret if you promise not to tell it to anyone else than to MC Winkel.”

“Big Indian Ehrenwort, bro.” sage ich. Und Tom spricht den magischen Satz: “Yes, I am gay.” Und ich habs mir grad nochmal im DVD Player angeschaut und muss sagen: einen guten Ton und ein gutes Bild machen deine Überwachungskameras, MC!


Burn, MC Winkel, Burn!

Abgelegt: Burns Files | 15.08.2005 um 01:04 Uhr

Ich war tatsächlich ein bisschen aufgeregt, als die Limousine am Nordstrand anlegte. Ein letzter Rundblick versicherte mir, dass meine Loggia sich unglaublich schick für den MC gemacht hatte. Ich schloss bedächtig die Tür hinter mir und als ich auf die Straße trat, lehnte er bereits lässig im weißen Fabelzwirn an der Tür der schwarzen Limousine.

“Ey Digga, viel Spaß in meiner Hood.” Er lächelte souverän und bot mir seinen unvergleichlichen Handschlag an. Ich schlug ein, drückte ihn kurz, reichte ihm den Schlüssel zum Nordstrand und verblieb mit einem “Burn, Motherfucker, Burn.” bevor ich in die schwarze Limousine stieg.

MCs Fahrer war ein hektisch wirkender Zeitgenosse, der aber auch zu jedem Thema etwas beizustussen hatte. Mir war nicht sonderlich nach Plaudern. Manchen seiner Ausführungen setzte ich am Ende lediglich ein verächtliches “Bullshit” auf und bat ihn irgendwann, sich seine unqualifizierten Kommentare einfach zu sparen.

In Kiel angekommen begleitete mich der Fahrer hoch hinauf in das MCsche Penthouse und führte mich durch die Räumlichkeiten. Es war unglaublich. Der MC hatte an alles gedacht. Das Koks lag auf dem Silbertablett, auf der LC4 Chaiselongue von Le Corbusier räkelten sich zwei Unterwäschemodelle namens Cindy und Bird und ein Designerkühlschrank bis oben hin voll mit Holsten stand in dem Zimmer, in dem MC sein Gästelabtop für mich aufbewahrte.

Ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte. Ehrfürchtig betrachte ich MCs niegelnagelneue Golfausrüstung, während Cindy mir einen Wink gab. Nein, dieser Mann war alles andere als ein Spießer, dachte ich, als ich die Ehrenbürgerurkunde der Stadt Kiel an der Wand hängen sah. “Für Zivilcourage und sozialen Aktionismus. Faul & Spät Bewegung 2005″ stand da geschrieben. Eigentlich hätte ich längst mit meinem ersten Artikel beginnen sollen, aber ich war eh zu spät dran und Lust hatte ich eigentlich auch keine.

Nach einem Weintraubendinner mit Cindy – Bird war mir irgendwie zu burschikos – setzte ich mich endlich zur Ruhe vor MCs Gästelabtop. Ich konnte keinen klaren Gedanken fassen, was eventuell auch an dem zwölften Holsten lag, das ich mir getrost hätte sparen können, wenn es nicht so süffig gewesen wäre. Ich griff zum goldenen Luxustelefon des Hausherrn und wählte die Nummer meines alten Freundes Fons Tensfelder.

“Was soll ich schreiben, Fons? Was wollen die Leser? Wie kann ich den MC würdig vertreten?”
Fons wusste eine Antwort: “Scheiß dich nicht an, erzähl einfach was Derbes.” Und so spitzte ich die Finger und senkte sie langsam gen Gästelabtop…

And he's ready to fuck you up!


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