Jaguar F-Type meets 1000Miglia // Toscany (20 Pictures + Videoblog) #ftype #review

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Jaguar Land Rover lud WHUDAT vom 17. bis 19. Mai zum Event „Jaguar F-Type meets 1000Miglia“ nach Florenz ein und ich habe mich außerordentlich gefreut, dass der MC mir (Daniel/Dansen) die Möglichkeit gab, diesen einmaligen Trip anzutreten. Dafür wird es hier jetzt auch ein wenig technischer als sonst. My bad. Getreu dem Motto „Now it’s your turn!“ durfte ich im neuen F-Type Platz nehmen und mit dem Wagen durch die Toskana gleiten. Um es vorweg zu nehmen: Gleiten war weniger an der Tagesordnung!

Es war kein Zufall, dass Jaguar dieses Event zeitgleich zur Mille Miglia platzierte. Jaguar beteiligte sich nicht nur bei der traditionellen Rally zwischen 1927 und 1957 mit legendären Fahrzeugen wie dem C-Type oder auch dem XK120, sondern ist auch bei der seit 1977 jährlich durchgeführten Neuauflage der Rally mit originalen Wagen dieser Ära dabei. Dem Jaguar Heritage Racing Club sei Dank, konnten dieses Jahr auch Stars wie Daniel Day-Lewis stilecht an dieser einmaligen Rally über rund 1500 Kilometer durch das Herz Italiens teilnehmen.

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Die Rally startete einen Tag vor meiner Ankunft in Florenz und führte die rund 400 Oldtimer von Brescia über Rom am Mittag des 18. Mai in die Toskana. Genau hier war der große Auftritt des F-Types geplant und ein Corso von rund zwölf brandneuen Jags machte sich bei bestem Wetter durch die toskanischen Berge auf in Richtung Sienna, um sich in die Rally einzureihen. Der Jaguar F-Type ist historisch gesehen ein direkter Nachfolger des legendären E-Types. Jaguar betont, dass es sich hierbei um den ersten neuen Sportwagen der Marke seit über 50 Jahren handelt. Genug Zeit also, um sich in der Entwicklung keine Fehler zu erlauben. Der F-Type sieht einfach grandios aus, daran gibt es wenig Zweifel. Besonders der „Booty“ hat mich verzückt, zeigt sich der F-Type hier meiner Meinung nach von seiner besten Seite. Lady got back!

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Technisch ist der Wagen absolut im Hier und Jetzt. Neben einer 8-Gang-Automatik und einem stilvollen, edel verarbeiteten Interieur sticht besonders der Sound des Wagens hervor. Nicht nur, dass der Wagen nach Belieben in sonorem V6- sowie eher polterndem V8-Sound jeden Gasstoß quittiert, er hat auch noch eine kleine Taste in der Mittelkonsole, die den Sound zusätzlich variieren lässt. Bleibt die Taste ungedrückt brüllt der Wagen hinter vorgehaltener Hand und ermöglicht so eine neidfreie Fahrt aus dem nachbarschaftlichen Wohngebiet (Who wants that?). Ist die 30-Zone passiert sorgt ein kleiner Druck für einen gewaltigen Unterschied. Es öffnen sich ein paar Bypass-Ventile an der Abgasanlage und der F-Type brüllt sich durch die Kurven. Man mag nun denken, dass ein „richtiger“ Sound erst bei der V8-Version mit 495 PS zu erwarten ist. Falsch! Der mittlere V6(S) mit 380 PS steht dem großen Bruder in nichts nach. Klar, sein Sound ist nicht ganz so tief wie beim V8 und auch das „Nachbrabbeln“ fällt dezenter aus. In Sachen Lautstärke und Atmosphäre nehmen sich die beiden Varianten jedoch, zum Glück, rein gar nichts.

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Auf dem Weg nach Sienna reihten wir uns in die Mille Miglia ein. Was ein Spaß! Tour de France, nur richtig. Auch wenngleich die offizielle Teilnahme an der Rally nur mit einem zeitgenössischen Wagen der Ur-Rally erlaubt ist, so steht es grundsätzlich jedem frei, die Tour im eigenen Wagen zu begleiten. So lang man den Offiziellen den Vorrang lässt. Die Atmospähre ist jedoch auch mit Klimaanlage und Sitzheizung eine Unglaubliche. In jedem noch so kleinen Dorf stehen Einwohner und Touristen am Straßenrand und jubeln als hätte es seit 1970 keine Benzinpreiserhöhungen mehr gegeben. Kinder schwenken Ferrari-Flaggen, die sie verunsichert gleich wieder einstecken als sie Leaper entdecken. Mit einem erstaunten Lächeln natürlich.

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Jaguar C-Type von Bernhard Kuhnt und Hannah Herzsprung

„Avanti, Avanti!“

Lasst die Motoren aufheulen! Immer und überall wird man aufgefordert genau das zu tun wofür jeder deutsche, pedantische Hobby-Öko sofort Zettel und Bleistift ziehen würde, um zumindest das Kennzeichen zu notieren. Ja, Mensch. Was ein Zufall! V8, runterschalten, Gaspedal in Richtung Asphalt schlagen und lass‘ krachen! So ungefähr alle 200 Meter. Das wird noch lustig. Besonders für Giovanni von der Tankstelle.

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20th Century Fox-Boss Jim Gianopulos und Daniel Day-Lewis in einem Jaguar XK120

Atmosphäre. Das ist die Essenz der Mille Miglia. Warum auch sonst sollten die offiziellen, teils prominenten Teilnehmer diese Strapazen in teilweise bis zu 90 Jahre alten Autos über sich ergehen lassen? Regen (kein Dach), Hitze (keine Klimaanlage), Rücken (kaum Federung), Dreck. Das alles kam ungeniert in Sienna zusammen, wo wir frisch gebadeten F-Typen im Cateringzelt gemeinsam mit den echten Helden Mittag essen durften. Wir entspannt, die K.O. Aber die gute Laune war die Gleiche! Besonders wenn man Nahrung in seiner schönsten Form bekommt. Tutto bene!

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Villa Le Maschere

Frisch gestärkt ging es zurück in die Villa Le Maschere, unserer fabulösen Unterkunft. Der Palast liegt direkt an der Rally-Route. Es fiel uns nicht schwer, den Oldies an dieser Location zuvorzukommen. Wir waren durch eine zumindest zeitmäßge Abkürzung via Autostrada vor dem Hauptfeld dort und konnten bei einem Aperitif die Oldtimer vorbeirasen sehen. Deluxe! Abgerundet wurde der Tag mit einem Winetasting und anschließendem Dinner. Nur die nächtliche Sitzung an der Bar fiel aus, wollten wir doch am Sonntag geplant um 8 Uhr Richtung Florenz starten. Unsere Abschlussfahrt.

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Pünktlich ging es los. Auf dem Weg nach Florenz wurden wir am Stadtrand von einer Polizeistaffel angehalten. Jedoch nicht etwa um wohlverdient unsere Fahrerlaubnis einzukassieren, sondern um uns für unsere Triumphfahrt sicheres Geleit in die City zu geben. Mit „sicher“ war wohl nur die Sicherheit der Florentiner gemeint, stachelten uns doch auch hier selbst die Motorradpolizisten zum Gas geben an. Sehr zuvorkommend! Hätte ich auf den letzten Metern fast vergessen. Ein dadurch bedingter viel zu beherzter Gasstoß in der vorletzen Kurve wäre fast in einem Desaster geendet, hätte mir die Elektronik nicht buchstäblich den ausbrechenden Arsch gerettet. Angekommen am Flussbett des Arno und in Sichtweite des Ponte Vecchio verabschiedete ich mich wehmütig vom F-Type. Ich hätte gern den Flug gecancelt und wäre den Wagen direkt nach Hamburg gefahren. Hier mein Film, ein paar Impressionen des Wochenendes (weiter geht’s danach auf Seite 2):

[vimeo]https://vimeo.com/66721116[/vimeo]

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Kommentare

9 Antworten zu “Jaguar F-Type meets 1000Miglia // Toscany (20 Pictures + Videoblog) #ftype #review”

  1. Kay sagt:

    Den Bericht könnte man ja fast im Tv laufen lassen ;-)
    Sehr gut gemacht.

  2. Sahjah sagt:

    D.E.R.B.E abgeliefert, Dansen! MostDope, Homie!! :)

  3. Heiko Kanzler via Facebook sagt:

    Schickes Auto, tolles Event!

  4. Kavendish sagt:

    Schönes Ding, also Beitrag und Wagen. Mag deine Auto-Exkursionen hier eh sehr, denn hier haben wir wirklich mal Unterhaltung und nicht diese laschen Versuche im TV, wenn steife, deutsche Moderatoren ihren Stiftung War(g)entests etwas TopGear-Flair (only british of course!) untermischen wollen und scheitern.

  5. Nico sagt:

    alle anderen „Stock im Arsch“-Automagazine können jetzt nach Hause gehn ;)

  6. Tarek sagt:

    Sehr schön! Auto und Beitrag. Props an Daniel!

  7. H3nstring sagt:

    NICER Vlog !! Geile Karre. Wieder alles perfekt Dansen!!!

  8. Fürs nächste Video bitte 6 Stück in schwarz davon.

    Top Vlog

  9. Stefan sagt:

    Ich habe den Jaguar gestern das erste mal im TV-Spot gesehen und war sehr begeistert davon.

    Ein wirklich schönes Auto!

    Gruß
    Stefan

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