Schluss mit lustig! – Einen noch, Herr Barkeeper.

„Ich habe zu lange gefeiert. Zu exzessiv. Ich habe alles an Drogen genommen, was man sich so vorstellen kann, über 3-4 Jahre hinweg. Mein Arzt sagt, mein Körper hat in dieser Zeit durch den Konsum zu viele Glückshormone ausgeschüttet. Ich lebte zu 150% glücklich, toxisches Glück. Seitdem sind nur noch 50-60% drin, richtig gut wird es mir nicht mehr gehen.“. „Nie mehr?“. „Nie mehr.“.
(flüchtig bekannter Barkeeper am letzten Mittwoch)

Ich trinke ja ganz gern mal einen. Und das auch schon, seitdem ich 16 Jahre alt bin. Natürlich niemals täglich und seit einer langen Zeit auch nicht mehr jedes Wochenende. Aber es gab Zeiten, da hat unser Wochenende bereits am Donnerstag Abend begonnen. Wir waren eine Gruppe von knapp zehn festen Mitgliedern, einige Spezialgäste gesellten sich unregelmäßiger dazu. Von diesen damaligen™ Freunden sind im Laufe der Zeit mehr als die Hälfte mit anderen Drogen in Kontakt gekommen. Nicht wenige landeten beim Heroin und zwei von ihnen haben den Absprung bis heute nicht geschafft. Ich kann von Glück reden, dass ich bereits das Kiffen überhaupt nicht vertrug und mich seinerzeit dem Rest der Gruppe anschloss, welcher am Wochenende beim Alkohol blieb.

Wenn man mich so fragt, wie mein Leben bis jetzt verlaufen ist, kann ich mit Fug und Recht behaupten, wirklich nicht zu wenig gelebt zu haben. Und darum ging es mir immer. Wie Jim Morrison einmal sagte: „Ich will mich amüsieren, bevor das Scheißhaus hier in die Luft fliegt!“ – mangelndes Amusement kann ich mir nicht vorwerfen. Ich bin halt mehr so der gesellige Typ und da gehört ein fairer Brand hin und wieder einfach mal dazu; machen wir uns da doch nichts vor. Ich fand das Enthemmende immer toll, mochte stets das vom Alkohol ausgelöste Laissez-faire. Der Weltchef im Club, die Waskost’diewelt-Attitüde und unbeschwerte Nächte in den neonschwarzen Etablissements der Stadt. Ohne den Alkohol hätte ich niemals die meisten der Erfahrungen meiner Jugend in solch einer Dimension erlebt. Und so traurig es vielleicht klingt: ganz nüchtern habe ich auch nur äußerst selten ein Mädchen angesprochen. Aber hey – nüchterne Frauen waren an den Wochenenden auch eher rar gesät.

Es zeichnete sich durch den regelmäßigen Konsum dennoch nicht nur Positives ab. Natürlich kam es zu Ausschreitungen, nicht jeder Discothekenbetreiber war mit all unseren enthusiastischen Aktionen einverstanden, geschweige denn das Personal. Man kam leicht angeheitert auch schon mal mit dem Gesetz in Konflikt und einige der Polizeibeamten von damals™ kenne ich noch heute namentlich. Partiell war dieser Lifestyle bestimmt sogar Zeitverschwendung, denn von all den längen Nächten blieb bis auf ein recht kurzer Folgetag und ein leeres Portemonnaie selten viel übrig. Besonders gesund ist das langfristig natürlich auch nicht. Wer trinkt, der raucht auch gerne. Und wer mehrere Tage am Stück zu gut gelaunt ist, der fällt am Ende schonmal in ein tiefes Loch (s.o.). Mit großem Erschrecken habe ich erst am Wochenende das Willi Herren-Video gesehen; gut, da waren auch noch einige pharmazeutische Erzeugnisse mit im Spiel – aber ähnliche Nebenwirkungen treten auch bei kontinuierlichem Strammgetränkekonsum auf, wie man so hört.

Was bleibt ist die Erkenntnis, a) zur richtigen Zeit recht viel Glück gehabt zu haben und b) zudem nicht wie Nicholas Cage in Leaving Las Vegas veranlagt zu sein. Mein Großvater sagte immer: „Jegliche Freude ohne Alkohol ist aufgesetzt!“. Natürlich recht überspitzt und so ganz ernst meinte er das wohl auch nicht. Aber würde ich die Zeit zurückdrehen können: ich hätte nicht besonders viel wesentlich anders gemacht. Wie bei allem im Leben ist ein gesundes Mittelmaß der Schlüssel, der Weg zu diesem kann aber schon einmal sehr holperig werden. Jeder hat ein Recht auf Rausch und hey: ich bin halt gerne mal beflügelt. So mittel.

Kommentare

50 Antworten zu “Schluss mit lustig! – Einen noch, Herr Barkeeper.”

  1. Jerry sagt:

    Gott sei Dank gehörte ich auch in deine group und machte
    keinen hardcore drug attack. Da bleiben wir doch lieber
    beim Scroll ( von Scrolling – abgehacktes Sehen wie bei der C64 graphic )

  2. Dennis sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele Winkelsen!

    Danke dafür!

    Zu dem Willi Herren Video:

    Die Geschichte mit dem Dreibein hätte ich auch nach dem ersten Satz nich mehr auf die Reihe bekommen und ich hab mit 16 mal einen Joint geraucht, mehr nicht:)

    Sollte ich jetzt beunruhigt sein?

  3. Luca / looka sagt:

    Früh begonnen, früh aufgehört. Ich dürfte wohl 14 gewesen sein. Rauchen schon mit 12. Aber das nur zweimal und seitdem nie wieder. Habe auch nicht vor dies zu ändern. Aber zurück zum Alkohol. Ich habe nicht aufgehört. Hin und wieder ein Gläschen Wein, einen Cocktail, aber Bier nur noch sehr sehr selten. Schmeckt mir nicht mehr.

    Damals™, als ich noch mit gefälschten Ausweiß unterwegs war, gab es einige Wochenenden, die ich nicht unbedingt wiederholen möchte. An zweimal kann ich mich erinnern, wo ich zuviel getrunken habe und ich finde es noch immer gut. Wenn es immer so wäre, würde ich auch jetzt noch so viel runterschütten. Ist es aber nicht.

    Das größte Abschreckungsmittel sind für mich die Gedanken an den Tag danach. Bin da vielleicht etwas empfindlich und als Aspirin-Verweigerer ist das meist sehr schmerzhaft. Ausschlaggebend war mein Absturz nach der Musterung. Mit der Dorfjugend, die ich nicht mochte und mit der ich zum Glück auch nie etwas zu tun hatte. Außer eben zur Musterung. Erst hat der Bürgermeister uns zum Essen eingeladen. Bier dazu und danach zwei Runden Schnaps. In der Bar nebenan gings weiter. Ich würde doch nichts aushalten. Ich ließ mich ärgern und bestellte eine Runde nach der anderen. Als ich merkte, dass es zu viel war, stand ich auf, bezahlte und ging heim. Schlüssel vergessen, über den Balkon geklettert, auf selbigem eingeschlafen. Zwei Tage danach, als ich wieder klar denken konnte, erfuhr ich, dass die anderen von ihren Eltern in der Bar abgeholt werden mussten. Viel getrunken habe ich seitdem trotzdem nicht mehr.

  4. mac sagt:

    und nochmal sage ich das…

    Alkoholismus: in Deutschland eine Krankheit – in Frankreich eine Lebensphilosophie!

    Vive la France!

  5. Andre sagt:

    Es kommt wahrlich auf den Freundeskreis den man in den jungen Jahren hat an, wenn der „nur“ beim Bier bleibt und mal was Grünes testet ist es ok, dann ist der oft unterschätzte Gruppenzwang auch nicht so schlimm – aber mit dem Alter schafft man eh kaum noch zwei Tage Feiern hintereinander (Ausnahme: Kieler Woche)…

  6. Scholli sagt:

    Die besten Dinge passieren einem nüchtern. Und dann sind sie auch am schönsten.
    Feiern gehen gehört dazu, keine Frage. Aber Alkohol, und ich spucke auch nicht ins Bier, ist keine Option, sich das Leben zu verschönern. Drogen sowieso nicht. Dafür ist man schon selber zuständig.

  7. Erdge Schoss sagt:

    Jeder Tag, werter Herr Winkelsen,

    sollte mit einem Champagnerfrühstück begonnen werden.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  8. ich sehe es so wie MAC. zu einem guten essen gehört nunmal ein guter wein. da ich sehr gerne und viel esse, wird es halt bissi mehr wein. und wenn wir unterwegs sind, wird natürlich auch gebechert. doch vorher wird abgesprochen, wer fährt, bzw. wenn die clubs in der nähe sind, fährt man mit der taxe. was ich widerlich finde sind mädchen/frauen, die dann irgenwo kübeln, sich einnässen oder auf allen vieren irgendwo rauskrabbeln…. bääähh…. nene hammse schon richtig im griff, das ganze, wenn denn das alles so stimmt, wie oben beschrieben…

  9. steuertusse sagt:

    stimmt, Erdge Schoss, es gibt nichts besseres als im Urlaub den tag am Pool mit nem Sekt (in Spanien heißt der ja auch champagne) zu beginnen…

    okay, ich trinke auch gerne, gebe es ja zu, aber ich trinke eher selten, dafür dann aber einiges ;o)

    ps. muss mal schauen wie ich dieses We in München durchhalte. Trinken, und am nächsten Tag arbeiten, dass ging mitte 20- jetzt kann ich das nicht mehr.

  10. Cara sagt:

    Endlich thematisiert die Bloggerwelt mal die Themen, um die es wirklich geht:
    Glaube, Liebe und die Hoffnung, daß wir die Europameisterschaft gewinnen.

    Während Winkel wehmütig über die good old times philosophiert und schwört, daß das alles einen tieferen Sinn hat, trainiert sich die Mannschaft des nationalen Unsinns bei Herrn Erdge Schoss und baut dem Klamauk ein Stadion.
    Von wegen „Schluss mit lustig!“ – Jetzt geht die Party erst richtig los!

    Und wenn Sie hier durch sind, mit dem Ernst des Lebens , dann kicken Sie mal mit, bester MC.
    Man bräuchte noch einen Farb-und Stilberater für die Trikots.
    Und die Stelle des Grashalmadezernenten ist, soweit ich weiß, auch noch unbesetzt.

    Zu Trinken gibt’s übrigens auch was. Aber erst hinterher.
    Geplant ist eine Aftershow-Party beim Heurigen.

  11. Promotante sagt:

    Jaja… es ist tatsächlich so, auch bei mir haben die besten Geschichten aus meiner Jugend mit Alkohol zu tun. Aber wenn das alles ist was übrig bleibt, dann hat es sich doch schon gelohnt.
    Drogen, selbst Kiffen, hingegen fand ich schon immer doof. Ich finde doof, was sie aus Leuten machen und ich selbst bin wahrscheinlich nicht doof genug, um selbst ausprobieren zu müssen in was für Schwierigkeiten ich mich damit bringe.
    So einen richtigen Brand hab ich heute nicht öfter als ca. einmal im Monat. Zwei Abende hintereinander geht formmäßig überhaupt nicht mehr. Zum Glück signalisiert mir mein Magen in der Regel wann Schluß ist, noch lange bevor mein Kopf mich Unsinn machen läßt. Der Unsinn, den ich dann trotzdem mache, den mach ich bewußt und würde ihn nüchtern wahrscheinlich auch begehen =)
    Allerdings gerne abends mal einen Feierabend-Vino oder ein kühles Biermixgetränk. Eine Errungenschaft des Erwachsenseins. Ergo – ich gebe deinem Beitrag völlig Recht. In Maßen und gelegentlich Alkohol macht Spaß und bereichert das Leben um ein paar schräge und erheiternde Erfahrungen. Alles andere ist doch scheisse.

  12. Parkster sagt:

    Mit Drogen (also den illegalen) hatte ich es nie so. Habe zwar eine große Nase, aber was reinziehen wollte ich mir da nicht. Als Spritzenphobiker wird man auch eher schwer zum Junkie und ich werde bis heute teilweise komisch angesehen, wenn ich sage, dass ich mit meinen 27 3/4 Jahren noch nie gekifft habe.

    Dann kommen immer Sätze wie „Aber man muss es doch mal ausprobiert haben“ und ich antworte stets mit „Warum?“

    Mit einer temporären Ausnahmephase in der Vergangenheit rauche ich nur ab und an auf einer Feier und mein Verbrauch dürfte wohl bei einer halben Schachtel pro Jahr liegen.

    Anders sieht es da mit Alkohol aus. So ein Bier ist schon eine leckere Sache und eines ist keines. Ich seh´s ähnlich wie Du, ich kann auch ohne Alkohol feiern, aber mit geht´s schneller. Außerdem sagen mir die Frauen wenn ich betrunken bin überdurchschnittlich oft, dass ich süß bin! Oder so.

  13. pro-viel sagt:

    Ich oute mch hier jetzt als echtes Land-Ei. Glücklicherweise haben es die Dealer nie bis in mein Dörfchen geschafft und als ich rausgelassen wurde hatte ich zuviel Schiss…zumindest vor Kiffen und dem Kram. Zigaretten mussten wir am einzigen Automaten ziehen und das erst, nachdem auch noch die letzte Laterne ausgegangen war. Alkohol kam erst sehr viel später ins Spiel…Dafür schlage ich heute leider des Öfteren mal über die Stränge – und jetzt habe ich auch noch das Rauchen wieder angefangen….Herrje…ich entwickle mich gerade zurück in die Jugend ;-)…aber das wird schon wieder….Auf jeden Fall möchte ich mich irgendwann entspannt zurück lehnen, meine Erinnerungskiste rauskramen und mir ins Fäustchen lachen, weil ich mich soooo gern an den ganzen Spaß zurück erinnere, den ich gehabt habe….ob nun mit oder ohne Alkohol, Zigaretten und dem ganzen Kram!

  14. Gürtel sagt:

    Ja, schon ein Teufelszeug dieser Schweinehund Alkohol. Aber wie Du so treffend formuliert hast, denkt man gerne an solche Geschichten zurück. Was ham wir schon gelacht und Spaß gehabt. Und wir sehen ja Woche für Woche, dass wir diesen Spaß auch nüchtern zusammen haben, eine wichtige Erkenntnis. Aber so ein Brand hält auch verdammt jung, mein Gott. Da gibt es doch nix zu diskutieren, doch Gürtel warnt:

    Die Weiber und der Suff, das reibt die Männer uff.

  15. Giza sagt:

    1) Goldene Regel: Niemals Alkohol alleine (also nicht in Gemeinschaft) trinken! Dadurch beschrängt sich der Konsum auf Veranstaltungen bzw. das Wochenende und damit bin ich immer gut gefahren.
    2) Es muß der richtige Anlaß sein. In Bayern bei 25 Grad am Chiemsee sitzen, dazu eine Zigarette und Weißbier. DAS haut hin. Oder mit Thomas D Moet trinken. Haut auch hin. Schlechte Laune, Langeweile oder Stress. Haut NICHT hin.
    3) Die Mischung (sic!) ist entscheident. Party und Alkohol schockt. Ein freies Wochenden an dem man top fit ist, schockt auch. Hat man das eingesehen, ist man auf der sicheren Seite.

  16. Andreas sagt:

    Nun, ich hab es nicht ganz geschafft die Finger von etwas härteren Sachen zu lassen. Doch es ist zum Glück immer beim Probieren geblieben. Von einigen anderen kann man das leider nicht behaupten und in einigen Fällen hatte das auch verhängnisvolle Folgen.
    Heute begnüge ich mich hin und wieder mit einem Glas Whiskey zum Abschluss des Tages und das war’s.
    Das Problem mit den Frauen kenne ich allerdings auch.

  17. timanfaya sagt:

    da ich schon in der schulzeit gekellnert habe und nicht selten mitten in der woche (die wirklich besten tanzschuppen-tage sind übrigens dienstag und donnerstag) bis sieben uhr morgens unterwegs war ist es mir auch heute noch ein rätsel, wie ich da heil durchgekommen bin. aber: ich habe mir schon damals alkohol- und drogenfreie zwangspausen verordnet. mann denkt ja mit. und, regel nr.1: knall dich nie weg, wenn du mies drauf bist. so gesehen war das heil rauskommen auch nicht nur glück …

  18. Sabine sagt:

    Ich kann auch ohne Alkohol keinen Spass haben!

  19. Guten Morgen Herr Winkelsen,

    Sie haben da eine recht gesunde Weltanschauung in Sachen Alkohol und Drogen. Mir ging es ähnlich wie Ihnen. Das Kiffen war nicht so mein Ding (bin jedesmal in einen Tiefschlaf gefallen, während andere voll abgedreht sind) und so blieben die Wochenenddrogen Fluppen und Alkohol. Alles natürlich meistens wohldosiert. An manche Erlebnisse kann ich mich allerdings auch nicht mehr so ganau oder gar nicht erinnern. Ich lebe da eher von den Erinnerungen der anderen. Heute trinke ich so selten Alkohol, dass ich letzten Sonntag nach einem Glas Bier von einem Lachanfall in den nächsten getorkelt bin. Es gibt da jetzt nur zwei Möglichkeiten.

    1. Ich trainiere das Trinken wieder
    2. Ich lasse es ganz sein

    Denn wie sagt man so schön, halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld :-)

    Im dem Sinne Prost!

    Ihre Frau Ährenwort

  20. Herr Schmidt sagt:

    Wie gut, dass mich nur das gute Jever verführen kann Außerdem habe ich ja generell so einen an der Klatsche, dass ich nüchtern ein besserer Betrunkener bin als andere nach einer Jahresration Wodka-Lemon.

  21. Dr.Sno* sagt:

    Bei aller Liebe aber der Satz:

    „Ich bin halt mehr so der gesellige Typ und da gehört ein fairer Brand hin und wieder einfach mal dazu“

    ist mal echt totaler Schmarrn. Sorry. Alkohol macht nicht glücklich oder gesellig oder sonstwas, es kompensiert nur Probleme und Unzulänglichkeiten. Und das leider auch nur gefühlt subjektiv für einen selbst. Alkohol gehört nirgends dazu. Wer meint er muss saufen um lustig sein zu können oder zu feiern, der braucht einfach Hilfe beim Verdrängen.

  22. Kiki sagt:

    Wer den Gegner nicht ernst nimmt, hat schon verloren. Unter dieser Prämisse spricht nichts gegen das gelegentliche Glas Wein oder Bier.
    Wenn man live und in Farbe im Freundeskreis einen alkoholbedingten Absturz beobachten kann, ernüchtert das extrem schnell und killt kurz und sehr schmerzhaft jegliche romantische Vorstellung zum Thema „Allehol mussein zum Spaßhaben“.

  23. Promotante sagt:

    @ Dr. Sno*: was bisn du eigentlich für ne Spaßbremse?? Sowas schreibst du hier öfter, mit Verlaub… du bist bestimmt so’n Typ der immer mit säuerlichem Gesicht am Rand der Tanzfläche steht und so tut, als wäre er lieber zu ner dadaistischen Literaturlesung gegangen. Dabei bist du nur muksch, weil keiner mit dir tanzen will.

  24. holstenbewohner sagt:

    Ach nee! Ich schwelge in Erinnerungen und geniesse! Sowohl was Dich angeht ( ich will hier endlich mal die Geschichte von der Passkontrolle im Bus haben!)und vor allem wenn ich an meine Sturm- und Drangzeit denke. Trotzdem bin ich heute gesund (ja auch Untenrum!), habe keine Kinder, die ich nicht wollte und das Leben hat es gut mit mir gemeint! Was soll ich also meinen Kindern später erzählen? Oh man! Wenn die nur einen Bruchteil von meinem Lebenswandel mitbekommen bin ich als Respektsperson raus! Aber wem erzähl ich das!

  25. Peter Weltlos sagt:

    @Promotante: Nana, da wird jemand wieder gleich persönlich. Heruntergebrochen auf seine Kernaussage hat Dr.Sno* schon Recht. Dass man Antialkoholismus immer gleich mit Spassbremse gleichsetzt zeigt doch, dass in vielen Köpfen schon die falsche Haltung vorprogrammiert ist. Nur weil „die Gesellschaft“ meint, Alkohol ist gesellig stimmt das noch lange nicht. Gleiches gillt für die irrige Annahme Zigarettenqualm würde Kneipen „gemütlich“ machen.

  26. rl.green sagt:

    Arrggh, Achtung, Zwiespalt. Sehr lustige Erinnerungen einerseits, ich nehme an ohne Alk wären wir in dem zarten Alter nicht mutig genug gewesen Sachen zu machen, die wir gemacht haben. Das einerseits. Andererseits wurde es mit zunehmendem Alter immer weniger witzig & originell – ich behalte die guten Erinnerungen und spacke seit längerem mit deutlich weniger bis ohne Alk im Blut ab, so schaut’s aus. Und es macht Spass.

  27. Promotante sagt:

    @ Peter Weltlos: Heruntergebrochen auf Kernaussagen sagen wir hier alle dasselbe. Aber mit mehr oder weniger Humor. Wenn Dr. Sno* den lieber weg lässt um seiner Aussage mehr Gewicht zu verleihen, bitte. Ich glaube nicht, dass er sich in den Schlaf weint weil ich ihn auf die Schippe genommen habe. Ich finde nur moralisches Zeigefingerwinken in Blogs irgendwie…. unnötig.

  28. Dr.Sno* sagt:

    Hihihi… Promotante, ja genau so bin ich.

  29. Dr.Sno* sagt:

    …ich bin quasi die angezogene Spasshandbremse der Blogosphäre (p.S. und tanzen kann ich sowieso nicht, ist aber wurscht, weil ich so hässlich bin, dass ich mein Haus ohnehin nie verlasse)

  30. timanfaya sagt:

    @ pt: mit dem hatte ich auch schon das ein oder andere verständigungsproblem. ich glaube, in blogs ist das – wie im realen leben – eher ’ne mentalitätsfrage. ob man alles furchtbar wichtig nimmt … oder halt nicht.

  31. Robby sagt:

    Zum Glück bin ich auch ohne Alkohol peinlich/bekloppt/was auch immer. Man muss sich nur anpassen können – nicht selten werde ich gefragt, was ich denn genommen hätte. Kirschsaft ist was feines :)
    Und Alkohol… sagen wir, bis vor nicht allzu langer Zeit konnte ich meine (Probier-)Berührungen an einer Hand abzählen – mittlerweile trink ich hin und wieder mal Cuba Libra oder (mehrere…) Tequila. Das steigert den Dummheitenfaktor ungemein, allerdings kann ich diese mit bestimmten Leuten auch ohne machen. Alles eine Frage der Einstellung :)

  32. MC Winkel sagt:

    @ jerry: Stimmt, der ehrliche Mannerscroll passte einfach immer am besten zu uns. :)
    @ Dennis: Nö, das gat RTL nur wieder hundsmiserabel hingeschnitten. Wenn man sich eine Geschichte zu der Dreibein-Nummer merkt (zB Zweibein=Mensch, Dreibein=Hocker, Vierbein=Hund etc.), dann klappt das auch. Aber das wollte man uns verschweigen. Keep on smokin‘! :)
    @ Luca: Mensch Looka, Du bist doch noch so jung. Was meinst Du, was Du noch alles für Partys vor Dir hast. Da Beneide ich Dich ein bißchen drum!
    @ mac: Habe ich bei Dir bereits gelesen und mich darüber geärgert. Warum musstest DU das ausgerechnet vor mir schreiben?! :)
    @ Andre: Full Acknowledge! Und bei einer Gruppe von mehr als 10 Leuten ist immer mindestens EIN Extremo dabei. Und der zieht sie alle mit. Oder halt auch nur die Hälfte. Gruppenzwang ist der Sohn einer Hure – heute wie gestern.
    @ Scholli: Also das würde ich soooo jetzt nicht unterschreiben! :) Wenn man damit umzugehen versteht, kan es eine seeehr schöne Erfahrung werden. Oder ein Leben.
    @ Erdge Schoss: Sehe ich ähnlich, mein lieber Herr Schoss. Es sei, man steht vor 16h auf.
    @ little-wombat: Was mich besionders an Deinem Kommentar freut: gegen Männer, die sich zukübeln und im Vollrausch herumurinieren, scheinen Sie nichts zu haben! Das lob‘ ich mir! :)
    @ steuertusse: POOL? Im Urlaub hat man ans Meer zu gehen, Frau ST! :) Und ihr Rheinländer seid ja auch für’s Saufen gesellige Beisammensein bekannt! :)
    @ Cara: Mit meinem schlimmen Knie, liebe Cara, sollte ich nirgendwo mehr mitkicken! Aber zur Aftershowparty bin ich dann da, Ehrensache!
    @ Promotante I: Es gab auch Zeiten, wo mir das Kiffen bekommen ist; und das war auch eine nette Erfahrung. Aber mit dem Eimer und der bodenlosen Colaflasche im Keller und dann mit den Spaniereinnen im Sessellift… neee, lieber doch nicht. Und mein Magen verträgt übrigens wesentlich mehr, als meine Marmel – so eine Überlastungsbirne hätte ich gerne! :)
    @ Parkster: ALTERWAS? NOCHNIEGEKIFFT? :) Tschja, und seitdem ich Dich zum Holsten gebracht habe, ist eh alles zu spät, hm?! :)
    @ pro-viel: „Auf jeden Fall möchte ich mich irgendwann entspannt zurück lehnen, meine Erinnerungskiste rauskramen und mir ins Fäustchen lachen“ – genau das mache ich ja, indem ich die alten Geschehnisse jetzt nach und nach aufeschreibe. Meine Güte, was haben wir gelacht! :)
    @ Gürtel: *lol* typisch norddeutsche Lebensweisheit. Woher hast Du die, von HaWe? :)
    @ Giza: Super Punkte, gebe Dir recht. ABER: [sic!] immer in eckige Klammern! :)
    @ Andreas: Hoppla, gleich Whisky? Langt nicht auch Rotwein? Habe gerade den kalifornischen Ruby Cabernet für mich entdeckt. Super!
    @ timanfaya: „alkohol- und drogenfreie zwangspausen“ – Sie glauben gar nicht, wie lange ich schon versuchen möchte, einfach mal 100Tage am Stück GAR NICHTS zu trinken, nur um zu schauen, wie es mir dann geht. Keinen Tropfen. Aber irgendwie passt es nie in die Zeit, irgendwas ist ja immer. Und man soll die Feste ja auch immer feiern, wie sie fallen. Fürchte, ich schaff das erst mit 74. Wobei: wie lahm wäre dann meine Jubiläumsgeburtstagsparty? DAMN!
    @ Sabine: Dto.! :)
    @ Frau Ährenwort: So ein richtiger Filmriss muss einfach auch mal sein. Einfach um zu merken, was man getan hat. Und klar – wenn, dann ordentlich. Für 3 Bier den Wagen stehen zu lassen – das ist doch Quatsch! :)
    @ Smithy: Ist das echt so? Dann ist ja super. Spart Geld und schont die Gesundheit. :)
    @ Sno I: Nix da, werter Herr Doktor, gerade diesen Satz halte ich für besonders wichtig. Es gibt halt Leute, die von Natur aus ein fröhlicheres Gemüt haben, als andere. Und da wird halt auch gerne mal einer genommen! Klar, keiner muss. Aber jeder kann, wenn er will. Und ich stehe dazu: ich will! Bleibt letztlich jedem selbst überlassen. Aber jetzt das Kompensieren von Unzulänglichkeiten vorzuwerfen oder den Alkohol nur als Verdrängungshilfe anzusehen, DAS ist Schmarrn! Du solltest einsehen, dass Menschen unterschiedlich sind. Ich, sowie zB auch die mir bekannten Teile Deines Freundeskreises in München, wir lassen’s halt gerne mal krachen! Prost! :)
    @ Kiki: „Den Gegener ernst nehmen“, in diesem Zusammenhang super! Und: Schnaps fand‘ ich noch nie romantisch. Holsten hingegen sehr! :)
    @ PromotanteI II: Ach lass den mal, des is a UrBayr, di sanso! :) Außerdem ist der Sno ein lieber Freund (auch, wenn er immer der Nüchternste ist), also bitte höflich bleiben!
    @ holstenbewohner: Pssst, die „Passkontrolle“ wird’s hier niemals geben! :) Und für den letzten Satz gibt’s beim nächsten Aufeinandertreffen erstmal nen ordentlichen Flughirsch! :)
    @ Peter Weltos: Kann ich nachvollziehen. Ich respektiere das auch, auch wenn ich eine andere Meinung habe. Wie gesagt: lasst uns gesellige Typen doch saufen, dann sparen wir uns auch die „Spaßbremsen“-Plattitüden, okay?! :)
    @ rl.green: Genau das, was ich im Wesentlichen ja auch geschrieben habe!
    @ Promotante III: Erhobene Zeigefinger sind immer doof. Aber dafür gibt es ja nunmal auch die Kommentarfunktion in Blogs.
    @ Sno II: Du tanzt sehr woh! Das habe ich in Prag genau beobachten können. Sah strange aus, tut es bei mir ja aber auch („Box-Haltung“ :)).
    @ timanfaya: … und auch, wieviel Zeit man gerade hat. :)
    @ Robby: Um Himmels Willen, TEQUILLA? Da darf ich niemals bei. Wird Dir mein Freundeskreis bestätigen. :)

  33. Promotante sagt:

    @ Dr. Sno* – siehste, kenn ich, geht mir auch so. Nur mit Alkohol halt. The Smiths haben einen Song über Leute wie uns geschrieben, „How soon is now“ heißt der. Nationalhymne in Promotanten-Land.

  34. Dr.Sno* sagt:

    Nachdem wir ja den gleichen Tanzstil haben, ist das ja kein Wunder ;)

    Ich wollte dir eben einen ernsten Kommentar auf einen ernsten Post geben. Und wenn eine der wichtigsten Personen in deinem Leben fast wegen Alkohol drauf gegangen ist und sich nach dem Entzug nicht mehr ausser Haus traut, weil eben jeder Hinz und jede Tante behaupten, nur mit einem gepflegten Brand könne man es richtig krachen lassen (so nach dem Motto: „mit Orangensaft stosse ich nicht an“), dann ist das eben echt Scheisse.

    Du weisst genau, dass ich kein Problem damit habe, wenn andere sich einen eintrichtern. Aber es ist eben genauso wichtig dass man kapiert, dass gesellig sein und Spass haben nullkommanull etwas mit Alkohol zu tun hat. Mir gegenüber wär es wurscht, aber es gibt ne Menge Leute da draussen, die durch Alkohol und diese Einstellung der Gesellschaft somit ein echtes Problem haben.

    (p.S. um bei dir zu kommentieren nehm ich mir einfach die Zeit ;))

  35. es widert mich bei weitem nicht so an, wie bei besoffenen frauen. punktum. ;-)

  36. Promotante sagt:

    Is ja gut, sshhh, wer is denn hier unhöflich? Wenigstens Dr. Sno* hat den Gag gleich gesehen. Und auch den nehm ich natürlich zurück, wenn tatsächlich eine persönliche Tragödie hinter der Aussage steht. Aber das ahnt man ja nicht. Tut mir leid.
    Jasmintee, anyone?

  37. Dr.Sno* sagt:

    @Promotante, kein Problem – ich nehm dir nix übel, schliesslich kenn ich dich ja nicht. Den MC kenne und schätze ich aber und deswegen kriegt der immer meine ehrliche und ernst gemeinte Meinung (abgesehen davon, dass ich ihn jederzeit volltrunken nach Hause fahren würde).

  38. Frauenzimmer sagt:

    gerade letzten Sonntag noch habe ich bemerkt das ich keinen Alkohol (z.B. 2,75 Flaschen Wein und eins, zwei, drei Obstlerchen am Abend zuvor) mehr trinken möchte.. NIE NIE WIEDER! ;o)

  39. Westpfalz-Johnny sagt:

    Was mir an dieser ganzen Alkohol- & Drogendebatte, die ja momentan hochkocht, überhaupt nicht gefällt: Die Politik und die Medien scheren mal wieder alles über einen Kamm. Gestern abend in Stern TV, am Sonntag in Spiegel TV: Berichte über Alkoholkonsum von Jugendlichen, dass es nur so kracht. Natürlich filmen unsere sensationsgeilen Journalisten nur die übelsten Fälle. Und so denkt die gemeine Oma nach einem Fernsehabend: „Oh Gott, unsere Jugend, die verkommt ja total! Da müssen die was machen!“
    Und dann diese Woche der neue Drogen- und Suchtreport unserer Regierung, passt ja alles wunderbar zusammen: Alkoholkonsum hat zugenommen, die böse, böse Wirkung von Cannabis usw…. Da muß ja dann natürlich ein Präventionsprogramm her.

    Altersgrenze für Alk & Tabak auf 18 hoch, Alkohol verteuern, mehr Kontrollen usw…das liegt doch alles schon in der Schublade von unseren „sogenannten Experten“.
    Als ob diese Maßnahmen denn das Problem lösen werden! In meinem Bekanntenkreis ist in jungen Jahren auch schon so einiges an Alkohol, Tabak & Drogen konsumiert worden. Trotzdem sind das heute alles „normale“ Leute, die alle ein geregeltes Leben haben.
    Wenn sich die Kids verstärkt die Birne zulöten, sollte man doch auch mal danach fragen, warum sie das tun. Und nicht mit immer mehr Verboten kommen, die diejenigen einschränken, die sich einigermassen vernünftig verhalten.
    Es ist echt krass: Heidelberg plant ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und Straßen von 21-5 Uhr! Das muß man sich mal reinziehen: Wenn sich ein paar Studenten Abends mit einem Bier an den Neckar setzen, ist das dann gesetzeswidrig! Echt ein Witz.
    Nicht das ich kein Verständnis dafür hätte, wenn man gegen randalierende Jugendliche vorgehen will. Aber irgendwie häuft sich dieses Schema:
    1. Medien machen Stimmung
    2. Politik haut Verbote und Vorschriften raus, die völlig übers Ziel hinaus schießen

  40. Herr Schmidt sagt:

    Ja, ist wirklich so! Natürlich gibt es auch Tage, da geht das nicht so einfach, aber grundsätzlich trifft das auf mich zu!

  41. Chilli sagt:

    Word @ Johnny, einerseits soll der angeblich mündige Bürger eigenverantwortlich handeln, auf der anderen Seite werden immer mehr Restriktionen aus blindem Aktionismus heraus mit der Brechstange aus der Taufe gehoben. Das ist einfach zum Kotzen.

    Die Medien sind da nicht unschuldig dran. Wird mal wieder eine Pseudo-Reportage über jugendliche flatrate-saufende Kids über den Äther gejagt, ist die Empörung groß, da muß natürlich etwas getan werden. Sieht man am nächsten Tag einen Club sturzbetrunkener Malle-Urlauber, die in ihrer eigenen Kotze vorm Ballerman liegen (Thema ist allerdings die Lärmbelästigung am Strand und nicht der Alk-Konsum), wundert mich das Verhalten der jungen Generation nicht wirklich.

    Bei der ganzen Entwicklung sei noch zu bemerken, dass die Alk-Lobby auch einen verdammt guten Job macht, leider. Die versetzen ihr Gummibärchengebräu mit Alkohol, neudeutsch Alkopop, und führen die Kids schonmal ran an den guten Saft. Schrill, buntes Etikett drauf, zum Taschengeldpreis anbieten, dabei möglichst nicht in die Schußbahn der Medien geraten und der neue Trend läuft. Die Triebfeder dahinter heißt Profitgier, das ist jedem klar, wird aber hinter den Standardargumenten „Befriedigung von Leser- und/oder Kudenwünschen“ versteckt, das ist widerlich.
    Zum Schluß noch eben: Ich trinke auch gerne mal einen, habe in meiner Jugend auch nicht reingespuckt, habe hier aber bewußt nur die negativen Seiten erwähnt.

  42. Scholli sagt:

    Nur EINS, Herr Winkel? Wäre ich eine Katze, hätte ich von 7 Credits schon ein paar verballert. Den Rest hätte ich dann bitte so wie vorher: Nicht zugeknallt und trotzdem Spaß dabei. Wie gesagt, ich spuck ja nicht rein, aber ich erinner mich ganz gerne an das, was ich so Schönes erlebe…

  43. Giza sagt:

    @Jonny & Chilli
    Entschuldigung. Aber ich kann Eure Argumentation nicht nachvollziehen. Was ist daran schlimm oder falsch, Kindern den Zugang zu hochprozentigem Alkohol zu verbeiten bzw. besonders schwer zu machen? Sicherlich wird es trotzdem immer noch Mißbrauch geben. (Haben wir ja schließlich auch getan.) Aber ein Kind sollte grundsätzlich keinen Schnaps trinken.

    Ein Jugendlicher, der mal ein Bier trinkt, ist ja noch ok. (Ja, man kann sich damit auch besaufen. Es dauert nur länger und schmeckt nicht.) Aber wenn ich sehe, dass Kiddis mit ne Buddel Wodka über die Kieler Woche gehen, fehlt mir jedes Verständnis.

  44. Westpfalz-Johnny sagt:

    @ Giza: Natürlich sollen Kids keinen Schnaps trinken. Das habe ich auch nie für gut befunden & das geht aus meinem Posting auch nicht hervor.

  45. Chilli sagt:

    @ Giza: Völlig richtig, habe auch nichts anderes behauptet. Mir ging es in erster Linie um die Medien, die überdramatisieren wo es nur geht, der Quote wegen, und um die daraus resultierenden Schnellschuß-Verbote, die oft übertrieben formuliert sind.
    Alles ist in Ordnung, wenn das Maß stimmt.

  46. Winni sagt:

    Ich selbst drinke keinen Alkohol! Liegt daran dass ich 7 Jahre lang Heroinabhängig war und als ich endlich denn Absprung (nach x- Therapien und Entgiftungen) geschafft hatte, mochte ich das Gefühl was Alkohol im Rausch auslöst nicht mehr! Ich war halt anderes gewohnt und nie Fan vom unkontrolliert Voll sein! Außerdem ist es so dass wenn du chemische Drogen konsumierst kannst du „saufen wie du willst“ du wirst nicht voll! Ich hab schon viel durch aber wenn ich die Zeit vzurück drehen könnte würde ich es nicht tun! Alle Erfahrungen in meinem Leben hatten einen Sinn und ich hab aus jeder Erfahrung, egal ob positiv oder negativ, etwas gelernt was mir und ein paar meiner Leute hilft!

  47. HinRichter sagt:

    Hm, ich habe so ziemlich alles durch, bis auf Opium, Meskalin und PCP. Meskalin wäre mir ja nochmal eine Sünde wert, aber seit einiger Zeit bin ich sehr zahm geworden und belasse es beim Kiffen. Alkohol habe ich immer nur phasenweise viel getrunken. Heute ab und an mal ein Bierchen oder einen guten Äbbelwoi (wie wir Frankfurter sagen), das genügt mir schon.
    Natürlich reitet man zu Geburtstagen oder an Sylvester schonmal das Weiße Pferd, aber man muss auch wieder absteigen können. Ich möchte alle meine Sünden/ Jugendsünden nicht missen. Meine Dauer-high-Zeit war die unbeschwerteste und glücklichste in meinem Leben, allerdings wartet nach jedem Hoch die Fleischerhakenrealität und je höher man fliegt, desto heftiger kracht man auf den Boden.
    Kein Glück und kein Hochgefühl stellt einen mehr zufrieden, wenn man daran denkt, wie das erste MDMA auf ein jungfräuliches Gehirn einströmte, man sich am Boden hätte wälzen können vor euphorisierendem, chemisch erzeugtem Glück. Die Realität ist vergleichsweise schal, langweilig und öde. Ich habe sehr lange gebraucht, um in meinem Standartleben ohne Drogen sowas wie Zufriedenheit zu verspüren. Stellt euch vor, ihr fahrt jahrelang Ferrari auf eurer privaten Autobahn ohne Fremdverkehr und plötzlich müsst ihr euch mit einem Fiat Panda begnügen. So ähnlich ist es, wenn man plötzlich ohne Drogen glücklich sein will. Irgendwann findet man sich damit ab, aber die Erinnerung an die Zeit, als die Tachonadel bei 280 stand (und der Drehzahlmesser schon am Ende des roten Bereichs angekommen war), wird nie verblassen.

  48. creezy sagt:

    Meine Meinung: die Leute, die gerne härtere Drogen nehmen, sollten sich mal in den Anstalten umgucken und die Leute dort fragen, wieviele von denen mit wirklich schweren Psychosen Drogen genommen haben und nicht. Es bleiben gar nicht so viele übrig, deren Erkrankung ohne frühere Trips ausgelöst wurden. Zur Zeit erlebe ich viele Menschen aus dem damaligen Umfeld meiner Mutter, die immer gut und gerne Trips der härteren Sorte geworfen haben, zunehmend jetzt im Alter mit teilweise erschreckend schweren Depressionen.

    Ich will keine Regel davon ableiten. Aber es fällt verdammt stark ins Auge. Ich denke mir dazu meinen Teil. Es sind meine Beobachtunge, die werden Leute, die Drogen konsumieren und es geil finden – und auch die Leute, die Drogen verticken und es geil finden – natürlich nicht mit mir teilen wollen.

    Vor Menschen, die sich unter Alkohol erst locker machen können, habe ich übrigens Angst. Die sind mir nicht weit genug von den Menschen, die sich unter Alkohol gewaltbereiter machen, entfernt.

    Nee, es muss auch ohne Stoff lustig sein können. Das ist es auch, das Leben. Es geht. Alles andere ist sich in die Tasche lügen. Dabei bin ich auch eher ein verklemmter (nun introvertierter) Typ. Aber es gehörte zur meinen ureigenen Entwicklung dazu, meiner Schüchternheit in den Allerwertesten zu treten – ohne Alk als Unterstützung. Da bin ich ehrlich gesagt auch stolz drauf.

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