Runtime – Pt. VI


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So eine frische Fußpflege belebt. Ich fühl´ mich wie neugeboren, irgendwie so energized, wie homosexuelle Texter bayovarischer Werbeagenturen es auszudrücken pflegen. Und das ist auch gut so, schließlich stellt sich mir heute eine neue Putzfrau vor. Die alte musste ich entlassen. Ich konnte Ihren Anblick einfach nicht mehr ertragen. Sie war früher mal entfernt soetwas, was unsere Eltern gerne als „Sexbombe“ titulierten. Mit Anfang 20 war Anja wohl mal attraktiv. Das war vor 11 Jahren, damals war gerade Ace of Base mit „The Sign“ in den Hitparaden, mit Ihrem dauergewelltem Haar und den relativ großen Titten war sie in der örtlichen Jugend-Diskothek seiner Zeit ein echter Blickfang. Sie trank viel Sekt und machte die Herren in Ihrer Umgebung mit Ihrem Getänzel´ schier verrückt. Mein Bekannter Axel, damals Lightjockey in besagter Discothek, hatte mal eine Affaire mit Ihr und berichtete mir Unglaubliches: Noch nie hätten so laut bellende Hunde nicht gebissen! Sex gab es erst beim vierten Date und in den Mund nahm sie Ihn bis zuletzt nicht. „AXEL, DAS GIBT`S DOCH NICHT!“, schrie ich meinen Freund nach Verkündung dieser schlimmsten Katastrophe seit Menschengedenken an. „Die kleine Sau flirtet doch mit jedem hier, reibt Ihren Po beim Tanzen in sämtlichen, maskulinen Genitalbereichen wund – und dann kein Fellatio?“, fuhr ich nicht minder nervös fort. „Ja MC, auch sonst nur El Missionari, ich trenn´ mich!“, die Antwort von Axel, der nach diesem Seelenmassaker mit 19 Jahren als „jüngster Mann in der Midlifecrisis“ Einzug in das Guinness Buch der Rekorde hielt. Ich gab Ihm damals einen Jägermeister aus, so sehr tat er mir leid.

Inzwischen ist die Zeit an Anja aber auch nicht spurlos vorbei gelaufen. Nur an der Dauerwelle, die sie immer noch mit Stolz trägt. Ihre großartigen Titten hatte sie noch bis ca. 26-27, dann gaben diese der Erdanziehungskraft mächtig nach. Auf den letzten Drücker versuchte sie es dann noch schnell mit chinesischer Kampfkunstaerobic und dem Trainieren der Brustmuskulatur. Diese aerobicoesken Übungen halfen noch weniger als Pattex bei Lepra und sahen zudem äußerst albern aus. Waren aber ja gerade so hype, und da macht man diesen Unfug als trendbewusste Sachbearbeiterin einer Krankenkasse ja gerne mit. Auch das Muskelaufbauprogramm schlug fehl. Es entstand eine feste Brustmuskulatur 15cm überhalb der Brstwarze, die Brüste selbst hingen weiter durch. Im Profil sah sie nun aus wie die Grip-Fläche eines Pelikan-Füllers. Tja, da hat sie wohl die Rechnung ohne Ihr Bindegewebe gemacht. Diese negativen, optischen Veränderungen machten sich bei Anja auch psychisch bemerkbar, so dass sie Ihren Krankenkassenjob nicht weiter ausführen konnte. Seitdem putzt sie. Aber nicht so gut. Und auf keinen Fall gut genug für MC Winkel. Bei der letzten Nachkontrolle fand ich diverse Mohnkörner meiner Frühstücksbrötchen unter dem Fernsehschrank. Kündigung!

Mal sehen, wie die Neue sich macht. Bernarda kommt aus Rumänien und spricht kaum deutsch. Sie ist Opfer des derzeit grassierenden Menschenhandels. Ein ehemaliger Mathematik- und Erdkundelehrer aus einem proviziellem Vorort meiner schönen Landeshauptstadt kaufte sie ein, weil er aufgrund seiner niemals enden wollenden Eloquenz und seines bestialischen Fußgeruches (er trägt seit 3 Jahren tagtäglich die gleichen Kunstlederschuhe) auf normal sozialem Wege keine Frauenerfolge verbuchen konnte. Für mich nicht weiter von größerem Interesse, so spare ich wenigstens Steuern. Mein Anwalt Dr. Bergpfotse empfahl mir Bernarda. Er meint, sie würde gelegentlich klauen. Egal, besser als Hängetitten.

(Fortsetzung folgt!)

Kommentare

5 Antworten zu “Runtime – Pt. VI”

  1. Denzel sagt:

    VIIEELEN Dank für diese Geschichte, rechtzeitig zum Wochenende, MC.

  2. Gürtel sagt:

    dem schließ ich mich an. sehr amüsant, mc. wir sehn uns evtl morgen an der bar bei der PPP
    reinhaun sacht MR.BELT

  3. Maori sagt:

    Hi MC. Sehr gut, bin über PKJ auf deine Internetpräsenz gestoßen und muss sagen: Muahahaha!!! Ähm, ein kleiner Tipp von mir: Einmal Text kopieren und in Word einfügen, dann findet man noch den einen oder anderen kleinen Flüchtigkeitsfehler. Adieu! -Maori-

  4. MC Winkel sagt:

    … künstlerische Freiheit! :-)

  5. Steffen sagt:

    @ MC: Ich würde sagen, mc, wenn DIE (http://www.pkj.or.at/ , http://www.pkj.ch/ )Deinen Weblog verlinkt haben sollten, so dass Maori dich finden konnte, solltest du doch kräftig an deinem Disclaimer arbeiten.

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