Kiefer bei „What’s In My Bag?“: Jazz-Drums, Brasilien und das Blue-Note-Debüt Memory Bomb

Kiefer What’s In My Bag

Wenn Kiefer den Amoeba Music Store in Hollywood betritt, beginnt keine gewöhnliche „What’s In My Bag“ Shopping-Tour. Der Pianist und Produzent geht auf Plattensuche und zieht sechs LPs aus den Regalen. Die Gänge laden zum Stöbern ein, und Kiefer lässt sich darauf ein. Dabei entsteht ein Streifzug durch Jazz, brasilianische Klänge und Soundtrack-Welten, und jede Platte bekommt ihren eigenen Moment. Das Spektrum reicht von einem der wichtigsten Jazz-Schlagzeuger bis zu einem Soundtrack.

Die Kamera begleitet ihn durch den größten unabhängigen Plattenladen der Welt. Der Anlass ist ein besonderer, denn sein Debüt auf Blue Note Records ist gerade erschienen. „Memory Bomb“ heißt das Album und steht ab sofort bereit. So bekommen Fans einen persönlichen Einblick in seine Welt. Wer Plattenläden liebt, erkennt hier die Freude am Entdecken. Damit öffnet die Folge den Plattenschrank eines Künstlers, der gerade ein neues Kapitel aufschlägt.

Zwischen Tony Williams und Brad Mehldau // Kiefer What’s In My Bag

Den Auftakt macht „Emergency!“ von The Tony Williams Lifetime. Damit greift Kiefer zu einer Platte von einem der wichtigsten Jazz-Schlagzeuger aller Zeiten, über den er ausführlich spricht. Der Pianist nimmt sich Zeit für diesen Drummer, bevor er die nächste LP aus der Kiste zieht. Vinyl bleibt dabei das Medium der Wahl, denn alle sechs Funde liegen als LP vor.

Auf Tony Williams folgt „Largo“ von Brad Mehldau, und damit liegt bereits die zweite Platte im Stapel. Mit jedem weiteren Griff in die Kisten wächst dieser Stapel, und die Auswahl wird vielseitiger. Der Wechsel vom Schlagzeug zu neuen Namen hält die Spannung hoch, auch „Largo“ bekommt seinen eigenen Auftritt. Jede LP gehört zu seinen persönlichen Funden dieser Folge, und er stellt sie einzeln vor, so entsteht Schritt für Schritt eine Sammlung, die für sich selbst spricht.

Airto, Milton Nascimento und Lô Borges

Mit „Fingers“ rückt ein Album des brasilianischen Musikers Airto Moreira in den Fokus. Kiefer zieht die LP aus dem Regal und stöbert danach weiter. Es handelt sich um ein beliebtes Album, und Kiefer stellt es ausführlich vor. Der Wechsel nach Brasilien bringt neue Farben in die Auswahl, und der Stapel gewinnt dadurch an Vielfalt. Diese LP ist die dritte im Bunde, und sie schlägt eine Brücke zu den Klängen Südamerikas.

Danach landet „Clube Da Esquina“ von Milton Nascimento und Lô Borges im Stapel, und die Reise geht weiter. Mit dieser LP wächst die Auswahl auf vier Alben an, und jede neue Platte erweitert das Bild. Zwei Künstler stehen hier gemeinsam im Mittelpunkt, und beide verdienen Aufmerksamkeit. So füllt sich der Stapel mit Namen, die Kiefer nacheinander vorstellt, Kiefer zeigt damit, dass seine Auswahl keine Grenzen kennt.

Immanuel Wilkins und Oneohtrix Point Never // Kiefer What’s In My Bag

Mit dem Immanuel Wilkins Quartet und „Live At The Village Vanguard Vol. 1“ folgt ein Live-Album. Kiefer würdigt dabei die Meisterschaft, mit der Immanuel Wilkins sein Instrument beherrscht. Diese Anerkennung steht klar im Raum, und sie zeigt, wie sehr der Pianist die Arbeit eines Kollegen schätzt. Damit kommt die Atmosphäre eines Konzertabends in den Plattenstapel.

Den Abschluss bildet der Soundtrack „Good Time“ von Oneohtrix Point Never. Damit endet die Auswahl in einer ganz anderen Klangwelt als zu Beginn, und genau diese Spannbreite prägt die Folge. Nun ist der Stapel komplett. Wer mehr von Kiefer hören möchte, findet nun sein Debüt „Memory Bomb“ auf Blue Note Records. Am Ende steht das Bild eines Musikers, der Schlagzeug-Legenden, brasilianische Klänge und Soundtrack-Welten mit gleicher Neugier und Aufmerksamkeit betrachtet.

Kiefer bei „What’s In My Bag?“:

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