Die Magie von Themenwelten: Warum wir immersives Design so schätzen
Eine gelungene Themenwelt wirkt nicht wie eine Kulisse, sondern wie eine echte Umgebung mit eigener Geschichte, Stimmung und eigenen Regeln. Architektur, Licht, Klang, Gegenstände und sogar die Wege der Besucher müssen dabei optimal zusammenspielen. Immersives Design lässt die Grenze zwischen Zuschauer und Geschehen verschwimmen. Wir betrachten eine erfundene Welt nicht mehr von außen, sondern betreten sie gewissermaßen. Dieses Konzept nutzen Freizeitparks, Museen, Theater, Videospiele, Restaurants und digitale Plattformen.
Warum wir selbst in eine erfundene Wirklichkeit eintauchen
Wir tauchen in eine erfundene Welt ein, wenn ihre Elemente aufeinander abgestimmt sind und unsere Aufmerksamkeit dauerhaft fesseln. Unser Gehirn nimmt Bilder, Klänge und Hinweise aus der Handlung auf, die sich gegenseitig ergänzen. So entsteht das Gefühl, wirklich vor Ort zu sein. Wir wissen zwar, dass diese Welt nicht real ist, reagieren aber emotional wie auf eine echte Situation.
Für dieses Erlebnis braucht es nicht immer einen großen Freizeitpark oder eine aufwendige Ausstellung. Es kann sogar auf dem Bildschirm eines Smartphones entstehen. Uns reizen:
- die Möglichkeit, dem Alltag für eine Weile zu entkommen;
- die Neugier auf eine neue Welt;
- das Gefühl, selbst am Geschehen beteiligt zu sein;
- starke Emotionen und lebhafte Erinnerungen.
Immersives Design in digitalen Spielen
Videospiele gehören zu den besten Beispielen für immersives Design. Gute Entwickler erschaffen nicht nur einzelne Figuren oder schöne Hintergründe, sondern ganze Welten mit einer eigenen Atmosphäre. Farben, Musik, Animationen, Benutzeroberfläche und Soundeffekte verfolgen dabei ein gemeinsames Konzept. Dadurch fühlt sich der Spieler nicht wie ein Zuschauer, sondern als Teil der Geschichte.
Dasselbe Prinzip findet sich in ganz unterschiedlichen Spielgenres. Open-World-Spiele setzen auf glaubwürdige Landschaften, Rollenspiele erzählen umfangreiche Geschichten und Rennspiele verstärken das Geschwindigkeitsgefühl durch Sound und visuelle Effekte. Selbst Spiele mit kurzen Spielrunden arbeiten gezielt mit Themenwelten, damit sich jede Umgebung eindeutig von der nächsten unterscheidet.
Auch digitale Unterhaltungsplattformen nutzen diese Gestaltung bewusst. Im 5gringos Online-Casino orientieren sich viele Spiele an bestimmten Themen – von Mythologie und Abenteuer bis hin zu Fernsehshows oder futuristischen Welten. Ergänzt wird dieses Konzept durch passende Musik, Animationen und bei Live-Spielen durch thematisch gestaltete Studios mit echten Moderatoren. So entsteht ein stimmiges Gesamterlebnis, bei dem nicht nur das Spiel selbst, sondern die gesamte Präsentation zur Immersion beiträgt.
Wie überzeugendes immersives Design entsteht
Damit eine Themenwelt glaubwürdig wirkt, müssen alle Details dieselbe Geschichte erzählen. In einem mittelalterlichen Dorf sollten beispielsweise die Häuser, die Kleidung der Figuren, die Laternen und die Musik zur gewählten Epoche passen. Dann braucht der Besucher keine langen Erklärungen. Ein Blick in die Umgebung genügt, um zu verstehen, wo er sich befindet und was dort geschieht.
Ein gutes Beispiel ist Universal Epic Universe, das am 22. Mai 2025 eröffnet wurde. Der Park besteht aus fünf eigenständigen Themenwelten. Dazu gehören die Welten von Nintendo, Harry Potter und den klassischen Monstern von Universal. Jede von ihnen hat eine eigene Architektur, eigene Attraktionen, Speisen und Geschäfte. Portale zwischen den Bereichen vermitteln das Gefühl, von einer Wirklichkeit in eine andere zu wechseln.
Gerade kleine Details machen eine Welt glaubwürdig. Eine moderne Laterne oder ein zufällig angebrachtes Plastikschild würde in einem mittelalterlichen Dorf die Illusion sofort zerstören. Entscheidend ist deshalb nicht, wie aufwendig die Gestaltung ist, sondern wie konsequent sie umgesetzt wurde.
Immersives Design wirkt noch überzeugender, wenn es nicht nur den Sehsinn anspricht. Musik gibt das Tempo vor. Räumlicher Klang verrät, aus welcher Richtung sich etwas nähert. Gerüche, Temperatur, Luftbewegungen, Oberflächen und Vibrationen machen die Umgebung körperlich spürbar.
Das bestätigen auch wissenschaftliche Untersuchungen. Im Jahr 2024 werteten Forschende 14 Experimente mit virtuellen Wäldern, Parks und Stränden aus. In den meisten Fällen verstärkten passende Gerüche die Wirkung von Bild und Ton. Vor allem die Verbindung von Bildern und Gerüchen förderte die Entspannung. Klänge, Gerüche und Berührungsreize dienen also nicht nur schönen Effekten. Sie vermitteln uns das Gefühl, dass die geschaffene Welt uns tatsächlich umgibt.
Wo gelungenes immersives Design heute zu erleben ist
Immersives Design ist längst nicht mehr auf Freizeitparks beschränkt. Heute kommt es in Museen, Hotels, Geschäften, Konzertsälen und Bildungsprojekten zum Einsatz. Das teamLab Borderless in Tokio bezeichnet sich beispielsweise als Museum ohne Karte. Seine digitalen Kunstwerke bewegen sich von einem Raum zum nächsten und reagieren auf die Besucher. Jeder muss den Ort selbstständig erkunden.
Sogar ein Abendessen kann zu einem immersiven Erlebnis werden. Das deutsche Restaurant Eatrenalin verbindet Speisen mit multimedialen Szenen und führt seine Gäste durch verschiedene Räume. Für die Show ABBA Voyage wurde in London wiederum eine eigene Arena gebaut. Digitale Abbilder der ABBA-Mitglieder treten dort gemeinsam mit einer Liveband aus zehn Musikern auf. Licht, Ton und Bühneneffekte erzeugen das Gefühl eines echten Konzerts, obwohl die Künstler selbst nicht auf der Bühne stehen.
Eine thematische Geschichte lässt sich sogar im Hotel fortsetzen. Im LEGOLAND Deutschland können Gäste in einem Piratenhotel, einer Burg oder im NINJAGO-Quartier übernachten. Die Zimmer sind passend gestaltet und mit LEGO-Modellen sowie eigenen Spielbereichen ausgestattet. So endet das Abenteuer nicht mit der Schließung des Parks.
Ein weiteres Beispiel ist die Ausstellung Van Gogh: The Immersive Experience. Die Werke des Künstlers werden auf eine Fläche von mehr als 1.000 Quadratmetern projiziert. Die Bilder umgeben die Besucher von allen Seiten. Nach Angaben der Veranstalter haben seit 2017 mehr als fünf Millionen Menschen die Ausstellung besucht.


