After Skool: „The Need for Survival vs. The Need to Expand“ by Sadhguru

Wo ich so eine Diskussion gerade erst in der vergangenen Woche hatte: der menschliche Überlebensdrang versus dem Streben nach Ausdehnung. Weil, im Grunde geht es nur um diese beiden Dinge. In erster Linie wollen wir überleben und brauchen daher auch Grenzen, die wir uns selbst schaffen. Gefährlich wird es nur, wenn wir uns zu viele dieser Grenzen bauen oder wenn wir sie zu eng um uns herum mauern.

Da gibt es nämlich noch dieses andere Bestreben nach kontinuierlicher Ausdehnung. Genau wie das Universum wollen auch wir uns ständig ausdehnen und kommen somit niemals wirklich an. Wir arbeiten auf ein Ziel hinaus, erreichen dieses, genießen die Früchte der Arbeit für eine gewisse Zeit und fühlen uns dann erneut eingeengt. Wir brauchen also direkt ein neues Ziel und drehen uns somit ständig im Kreis. Einfach nur, weil unser unachtsamer Verstand im Autopilot-Modus uns immer wieder vorgaukelt, dass wir immer mehr brauchen und uns niemals zufrieden geben dürfen.

Identifikation mit dem eigenen Körper + Geist

Das einzige Problem ist, dass wir uns a) zu sehr mit dem eigenen Körper identifizieren („Social Media“ wurde ja extra dafür erfunden) und b) zu sehr mit unserem Geist identifizieren. Genau da sollte also angesetzt werden. Man sollte sich einen gesunden Abstand zum eigenen Körper und zum eigenen Geist errichten und – wenn möglich – sein eigenes Denken nicht als man selbst begreifen, sondern als unabhängige Denkmaschine, die je nach Konditionierung so arbeitet, wie sie es für richtig hält. Sollte man es dann schaffen, seine eigenen Gedanken völlig wertungsfrei zu beobachten, hört sämtliches Leiden auf.

Tägliche Meditation: 45 Tage, je 15 Minuten

Dafür gibt es jede Menge Möglichkeiten, wie der gemeine WHUDAT-Leser es inzwischen mitbekommen haben dürfte. Die einfachste Möglichkeit ist die tägliche Meditation, was das Separieren von Körper und Geist zu sich selbst betrifft. Es gibt da die sogenannte „Isha Kriya“ Meditation, die von Sadhguru und seiner Isha Foundation angeboten wird. Ich habe diese Spezial-Meditation bereits im letzten Jahr im April und Mai ausgeführt – 45 Tage lange, jeden Tag diese 15 Minuten. Danach ändern sich Dinge, glaubt mir. Man lacht sich selbst aus, wie lange man mit einem völlig falschen Mindset unterwegs war, wie wichtig einem selbst das eigene, äußere Erscheinungsbild und vor allen Dingen auch die Außenwahrnehmung auf dieses war; völliger Irrsinn. Zu erkennen, dass man aber wirklich noch nicht einmal sein eigener Verstand ist und nach und nach zu lernen, wie man aus den ewig gleichen, sich immer wiederholenden, toxischen Mustern ausbrechen kann, ist pures Gold.

It’s up to you + only you

Von alleine kommt da aber leider nichts. Selbst der Konsum von 500 Büchern und/oder 1.000 aufmunternden Videos bringt einen ohne Meditation nicht voran. Es erfordert eine Menge Disziplin und Geduld, am Ende muss jeder Wissen, ob er/sie es sich wert ist. Entweder man geht diesen Weg und verbringt den Rest seines Lebens in Glückseligkeit, oder man identifiziert sich weiterhin mit seiner fehlprogrammierten Denkmaschine, gibt sich weiterhin seinen eigenen Gedanken hin und wird auch den Rest des Lebens in eher miserabler Verfassung verbringen. Nur Du entscheidest das.

„Jagadish Vasudev (born 3 September 1957), venerated as Sadhguru, is an Indian yogi and author. Jaggi Vasudev earned a bachelor’s degree in English from the University of Mysore and has been teaching yoga in southern India since 1982. In 1992 he established the Isha Foundation near Coimbatore, which operates an ashram and yoga centre and is involved in various activities in spirituality, education and the environment.“

The Need for Survival vs. The Need to Expand:

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