Russell Brand and David Lynch In Conversation about Consciousness, Transcendental Meditation, Comedy and Art

Nachdem ich jetzt 3-4 Jahre Mindfulness Meditation praktiziert habe, also die Achtsamkeitsmeditation, fühlte ich, dass ich an einen Punkt gekommen bin, wo ich in der Meditation etwas tiefer gehen wollte. Die Essenz der Achtsamkeitsmeditation ist im Grunde, sich auf den Atem zu konzentrieren und dabei zu versuchen, an nichts zu denken. Wenn Gedanken kommen, was auch nach Jahren der Meditation selbstverständlich noch der Fall ist, dann soll man achtsam mit ihnen umgehen, sie einfach nur wahrnehmen ohne sie zu bewerten und vorsichtig beiseite schieben, um wieder neuen Raum zu schaffen. Dadurch können wir unsere ängstlichen oder depressiven Gedankenmuster beobachten, indem wir unser Bewusstsein wiederholt auf den gegenwärtigen Moment zurückführen, zum Beispiel auf den Atem oder auf Körperteile. Kurz: Gedanken bemerken und lernen, diese loszulassen, indem man den mentalen Fokus von diesen Gedanken auf den Atem verlagert. Um dieses Konzept vielleicht etwas besser zu verstehen, kann man sich vorstellen, dass der Geist wie ein Ozean ist und auf der Oberfläche gibt es Wellen in jeder Höhe und Form, aber tief im Inneren gibt es nichts als völlige Ruhe und Stille. Die Gedanken sind dabei die Wellen. Achtsamkeitsmeditation ist also wie ein Surfbrett zu betrachten, mit dem man mühelos auf diesen Wellen reiten können. Je mehr man das übt, umso besser wird man. Das Ziel ist es, den Geist aktiv darin zu schulen, Gedanken loszulassen und die Fähigkeit zu entwickeln, im Alltag achtsame Entscheidungen zu treffen.

Der Unterschied zwischen Achtsamkeitsmeditation und Transzendentaler Meditation

Während dieses Prozesses können Menschen manchmal zu einem Zustand völliger geistiger Stille gelangen. Dieser Zustand ist der sogenannte „zweite Zustand der Meditation“, nämlich die Transzendenz. Und da kommen wir zur Transzendentalen Meditation (TM), die sich von der Achtsamkeitsmeditation in einem ganz wesentlichen Teil unterscheidet. Bleiben wir bei dem Beispiel mit dem Surfbrett: unser Geist ist der Ozean aber anstelle des Surfbretts haben wir bei der TM ein U-Boot. Und dieses U-Boot kann uns in die tiefsten Tiefen unseres Geistes bringen, wo es ruhig und friedlich ist (schaut hierzu gerne auch noch einmal die Kurzerklärung von David Lynch) und das funktioniert mittels Mantras (da komme ich ein anderes Mal drauf zurück). Ich mache die TM jetzt seit 4 Tagen und habe direkt am ersten Tag festgestellt, dass ich viel einfacher an einen viel tieferen Punkt komme, wo es deutlich ruhiger und friedvoller zugeht. Man spricht hier von einem Zustand des erholsamen Bewusstseins, in welchem man die Quelle von Energie, Gedanken und Kreativität erschließen kann. Für mich eine wahnsinnig spannende Erfahrung, direkt von Tag 1 an fühle ich mich während und nach der Meditation viel ruhiger und gleichzeitig deutlich energetischer. Ich freue mich auf jede neue Sitzung, ich mache nach wie vor zwei am Tag, eine in meiner Morgenroutine und eine am Abend nach dem Yoga und ich merke gerade, dass ich voll abgeschweift bin, was aber wohl auch mit meiner neuen Energie zu tun hat.

Und sonst so?

Begleitend zu dem ganzen Scheiß von oben hat sich auch der Inhalt von dem, was ich als Unterhaltung konsumiere, etwas geändert. Ich guck‘ mir ja schon lange etwas tiefgründigere Shows oder Podcasts an und ich werde auch nicht aufhören, Euch das hier um die Ohren zu hauen. Falls es Euch interessiert, freue ich mich. Falls nicht, macht das aber auch nichts, ist ja schließlich mein Blog, also mein Internet-Tagebuch und da kommt jetzt auch wieder nur das rein, was mich interessiert. Wie zum Beispiel diese sagenhafte Unterhaltung zwischen zweier meiner Helden, David Lynch und Russel Brand, die über Consciousness, Transzendentale Meditation, Comedy und Kunst reden, was inzwischen halt so meins ist. Während man an anderer Stelle Sommerhaus & Palmenpromis guckt, was ich ja mit 14 auch mal spannend fand (gelogen, ich hab‘ dieserlei Großkackscheiße bis Mitte 30 geguckt, shame on me), was ich als achtsamer Mensch natürlich nicht werte. Man wundert sich nur. Guckt lieber das hier und bleibt gesund, physisch und mental, Peace.

„David Lynch and Russell Brand answer questions submitted by the audience about consciousness, meditation, comedy, creativity, film, art, life, etc. The event took place Sunday, June 9th, 2019 from the sold out Fonda Theatre in Los Angeles. Proceeds help to teach Transcendental Meditation, at no charge, to women in recovery at the Friendly House LA.“

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