Die 2010er Forbes „Hip-Hop Cash Kings“-Liste in Bild und Ton

Forbes hat soeben die aktuelle Liste der HipHop-Großverdiener veröffentlicht. Demnach und auch schon das dritte Mal in Folge an der Spitze: unser Jiggaman (Jay-Z) mit 63 Mio. Dollars in den letzten 12 Monaten. Wie das so geht? Ein erfolgreiches Album („Blueprint 3“), eine Nachtclub-Kette (40/40), ein Musical („Fela!“), die Beteiligung an dem New Jersey Nets Basketball-Team und naja, die Tour zum Album, wo es pro Gig 1 Mio. gab! Dann kommt erstmal lange gar nichts, bis dann irgendwann …

… auf Platz 2 P.Diddy mit immerhin 30 Millionen an den Start kommt. „Emser, wie geht denn das? Das Album ‚Last Train To Paris‘ ist doch noch gar nicht erschienen!“, höre ich Euch verwundert rufen. Stimmt. Aber er macht ja noch in Vodka, hat mit „Sean John“ immer noch ein erfolgreiches Klamotten-Label, schauspielert so ein bichen (u.a. in „Get Him To The Greek“) – außerdem gehört ihm „Bad Boy Records“. Reicht offensichtlich für 30 Mios. Und dann er hier:

Platz 3 für Akon mit 21 Millionen USD. Habe mich auch gewundert, aber sein Klamotten-Label („Konvict“), sein Pepsi-Werbedeal und „Kon Live“, sein Interscope-Deal, über welchen auch Lady Gaga (aha!) rauskommt, machens möglich.

Platz 4 Für Lil‘ Wayne, der seine 20 Mios gar nicht richtig genießen kann, weil er doch in Kürze einsitzen wird derzeit einsitzt. Aber sein „Rebirth“-Album lief wahnsinnig gut, zudem kassierte er pro Konzert 500.000$.

„Der Dre, der Doctor, der Doctor Dre„, wie Dieter-Thomas Heck ihn ankündigen würde, auf Platz 5 mit immerhin noch 17 Mio USD. Soviel zum Thema „von der GEMA leben können“; man darf nicht vergessen, dass er weltweit allein von der „Chronic“ über 10 Millionen Einheiten verkaufte, dazu die ganzen N.W.A.-Geschichten, Snoop, 50 Cent und Eminem – wo er als Produzent recht ordentlich mitverdient. Allein Eminems „Recovery“ verkaufte sich in den ersten 2 Wochen über 1 Mio Mal, was heutzutage Wahnsinn ist. Dann sein Kopfhörer-Deal („Beats by Dre“, selbst Ribery trägt die Viecher) – und immer noch kein VÖ-Termin für Detox. That’s what I call real Faulancerism! :)

Platz 6 für Ludacris (15 Mio USD), ich mach‘ es kurz: 20 Millionen verkaufte Alben, 3 Grammys und die Teilnahme in 2 Oscar-prämierten Filmen – hatte ich so gar nicht auf dem Schirm. Letztes Jahr hatt er dann ein Deo (!) rausgebracht und seine „Trojan Magnum Condoms“. Sein letztes Album „Battle Of The Sexes“ soll auch nicht zu schlecht gelaufen sein, wie man so hört.

„You know who I am, I’m the motherfuckin‘ Dogg!“, kommt er da oben in seinem neuen Video (heute rausgekommen, y’all!) rein. Der motherfuckin‘ Snoop Dogg hat es immerhin auf Platz 7 geschafft, mit lockeren 15 Mio USD. Sein „Malice N Wonderland“ hätte besser laufen können, Dough machte er stattdessen mit „Father Hood“ (der Rality-TV-Serie), der Variety-Show „Dogg After Dark“ und mit seiner Tour, die immerhin 10 Mio einbrachte. Bow-Wow-Wow!

Auf Platz 8 mit 14 Mio USD immerhin noch noch Timbaland, dessen letztes Album „Shock Value II“ ja erstaunlich schlecht war. Aber für wen der Holmes schon alles produziert hat – Ihr wisst es. Dann war er wohl in der Serien „Flash Forward“ (die ich nach 4 Folgen aus Gründen massiver Langeweile eingestellt habe!) zu sehen und in dem Videospiel „DJ Hero 2“ wird er auch … ja, was eigentlich? Aber so geht das heute.

Pharrell Williams, der bestangezogenste Mann der Welt (sagte die Esquire mal) hat es mit 14 Millionen auf Platz 9 geschafft. Patte fließt durch seine Band N*E*R*D, er designt Sonnenbrillen für Louis Vuitton und ihm gehört das Label mit dem bescheidenen Namen „Billionaire Boys Club“. Hat letztes Jahr u.a. auch mit Hans Zimmer zusammen am Soundtrack für „Despicable Me“ gearbeitet. Schaffe, schaffe!

Gerade noch so in den Top 10: Kanye West mit 12 Mio. USD! Er hat die letzten 12 Monate aber auch viel Urlaub gemacht, nächstes Jahr wird er definitv wieder in den Top3 sein. Und für so MIC-Wegreiss-Aktionen wie z.B. bei Taylor Swift (MTV VMAs 2009) gibt es ja (leider!) kein Geld. Immerhin produzierte er ein paar Tracks für Jiggas „Blueprint 3“. Die Top 11-20 jetzt aber nur in der Schnellübersicht:

Platz 11: Drake, 10 Mio USD
Platz 12: T.I., 9 Mio USD
Platz 12(2): Swizz Beatz, 9 Mio USD
Platz 14: Eminem, 8 Mio USD (wartet auf die Abrechnung 2010, Freunde! :))
Platz 14(2): 50 Cent, 8 Mio USD
Platz 14(3): Young Jeezy, 8 Mio USD
Platz 17: Common, 7 Mio USD
Platz 18: Soulja Boy, 6 Mio USD
Platz 18(2): T-Pain, 6 Mio USD
Platz 20: Lil Jon, 5 Mio USD
Platz 20(2): Gucci Mane, 5 Mio USD
Platz 20(3): Rick Ross, 5 Mio USD

Was die wenigsten wissen: Dr. Dre, die Forbes-Liste und ich, wir haben Vieles gemeinsam: ich bin mit 5€ nämlich auf Platz 17 Millionen. :)
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[via, die Bilder habe ich alle selbst gebastelt, also liked diesen Beitrag gefälligst! :)]

Kommentare

16 Antworten zu “Die 2010er Forbes „Hip-Hop Cash Kings“-Liste in Bild und Ton”

  1. Fab5000 sagt:

    Lil Wayne wird nicht sitzen er sitz „noch“ :)

  2. MC Winkel sagt:

    @Fab5000: Ach, ist das so? Ich dachte, das geht jetzt dei Tage erst los. :) Hab’s mal geändert.

  3. ekrem sagt:

    nice nice… der jigga spruch ist einfach episch! die bilder sind echt super :-)

  4. Pascal sagt:

    Mensch, du hast zu viel Zeit! ;)

    Jigga ist nicht schon drei Jahre hintereinander auf Platz 1…
    2008 war zwischendurch mal Fitty mit 150 Mio(!) on top:
    http://www.itsrap.de/allgemein/hip-hop-cash-kings-50-cent-verdraengt-jay-z/

  5. Gürtel sagt:

    nun untertreib mal nicht. mit BAS haben wir wahnsinnig viel eingespielt in 2009. ;-)

    aber interessant aufbereitete liste. guuud

  6. Jubai sagt:

    Irgendwie auch witzig, dass immernoch einige von der Herrschaften stark auf Gängstarrrr machen. Ich mein, wenn man über 10 Mio im Jahr verdient, ist man kein Gangster mehr – dann ist man Geschäftsmann ;)

  7. Krass, dass Common da in den Top 20 ist. So als hätte Curse gerade seine 6 Mio jährlich klargemacht. Oder Aphroe.

    (Klar kommt das durch den Film, aber trotzdem ;) )

  8. Kiki sagt:

    Einrägliche Mucke machen sie wohl alle, aber erträgliche Mucke davon machen Dre, Kanye, mit Abstrichen Snoop und Ludacris, wobei ich letzteren eigentlich wirklich nur als Schauspieler wahrgenommen habe bislang.
    Was is’ mit BAS?

  9. denzel sagt:

    total unverdient, in den top 20 zu sein: platz 3 und alle plätze ab 18. vor allem soulja boy, dieser kleine spinner. und rick ross kann man eigentlich auch nicht mögen, oder?

  10. ichnicht sagt:

    Wundert mich das Eminem auf platz 14 ist.

  11. Basian sagt:

    @Kiki: Ich finde Ludacris hat seine besten MusikZeiten schon hinter sich. Aber die war gut….

  12. sebietter sagt:

    Ja die Abrechnung 2010 wird doch anders aussehen. Nach seinem Hammer Album Recovery wird Eminemw wohl einige Sprünge nach vorne machen :D Aber Lil Wayne? – Ah ich hasse den!!

  13. Danimateur sagt:

    können sie das auch mal für die deutschen gangster machen :-D

    und wo ist eigentlich ihr homie mac miller?

    herzllich

  14. sebietter sagt:

    @Danimateur: Och nein nur dass nicht! Ich muss ehrlich sagen, ich finde praktisch alle Deutschen Möchtegern-Gangster zum kotzen.

  15. Kwabena sagt:

    „Was die wenigsten wissen: Dr. Dre, die Forbes-Liste und ich, wir haben Vieles gemeinsam: ich bin mit 5€ nämlich auf Platz 17 Millionen. :)“

    Der war echt nicht schlecht. Sehr gutes Blog, btw.

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