Das Onanie Desaster


Ja verdammt; auch MC wurde von seiner Mutter beim Wichsen erwischt. Nützt ja nichts.
Guten Morgen erstmal. Und einen schönen Wochenstart!
Let me take you back in time. Way back…
(das „y“ in „way“ sehr lang ausgesprochen vorstellen!)

Juli 1987. MC ist bester Dinge. Das Wetter in Kiel ist perfekt und dem geplantem Kreuzfahrttrip nach Langeland (DK) steht aufgrund regelmäßiger Fährverbindung am heutigen Tag nichts im Wege. Die Jungs und ich hatten seinerzeit das organisatorische Talent, eine gut gemischte Truppe für solcherlei Touren zusammenzustellen. Wir sprachen bevorzugt die gutaussehenden Mädchen aus der Tanzschulen-Discothek an, der wir damals allsamstäglich beiwohnten. Meistens bekamen wir rund 40 Gäste zusammen, die mit uns am Samstag auf der Fähre nach Dänemark und zurück feierten. Geil Aufgeregt, wie man als postpubertäre Pflaumkotelette nunmal war, ging es nach den ersten Stammgetränken geschickt wie Uli Hoeneß ´76 auf Damenjagd.

Alte Freunde werden sich erinnern: MC befand sich damals offensichtlich in den Fängen der Persönlichkeitsfindung. Er suchte sich. Sich? Oder halt einfach irgendwas. Egal, solange das nicht geklärt war, experimentierte man halt. Kurz: „scheiße“ ist ein zu positives Adjektiv, um meine damalige Optik zu umschreiben. Zur NKOTB-Popperscheitel-Frise trug ich eine blaue Brille, im linken Ohr klaffte ein Modeschmuck-Kreuzchen, darüber ein stecknadelgroßes Brilliantenimitat. Die ersten Oberlippenbarthärchen trug man stolz zur Schau und Pickel waren damals dank Ferris Bueller auch nicht so schlimm. Man kennt das ja: Wer Ficken will, muss freundlich sein. Und wer dazu noch scheiße aussieht, muss Mutter Theresa in den Schatten stellen. Da aber eine zu große Freundlichkeit damals schon nicht mit meinem Image zu vereinbaren war, hatte ich nur diese eine Möglichkeit: Spanish Fly in die Sektflaschen der Mädchen schütten Mehrere Dutzend Piccolos ausgeben. Und blöde Witze reissen. Charmant durfte man damals vor seinen Freunden ja nicht sein. Die Piccolos an Bord waren nicht Taschengeld kompatibel und irgendwie waren es ja sowieso immer die Armdrück-Könige, die die Mädchen bekamen, an die ich beim Onanieren immer dachte. Quintessenz: An Bord ging weniger als beim SC Freiburg.

Nach der Ankunft zurück im Kieler Hafen ging es in unseren damaligen Stammclub. Hier wurde weiter gebalzt. Mein Plan, im Vollrausch auf der Bühne in der vordersten Reihe die ersten Boygroup-Choreographien nachzustellen und so die weiblichen Besucher vollends von meinen Qualitäten zu überzeugen, scheiterte. Ebenso der Versuch, Brunstkrebsvorsorgeuntersuchungen vorzutäuschen. Wenn man dann noch dabei erwischt wird, wie man in Kreise der Jungs aus Heiterkeits verbreitenden Gründen seinen Arsch an der Bar blank macht, kann man sowieso einpacken wie Douglas-Verkäuferinnen zur Weihnachtszeit. Ergo: Geknickter als Origami fahre ich allein nach Hause.

Was soll´s, zuhause habe ich ja noch ein paar Video2000-Pornofilme von Jerry, der ebenfalls kein Highscorer war. Mir gefiel Teresa Orlowski damals irgendwie ganz gut. Bereits im Taxi freute ich mich auf die Szene mit dem Goldvibrator. Zuhause bereitete ich dann alles akribisch vor: Taschentücher wurden vorsorglich rechts von mir auf das Bett gelegt und der Ton des Fernsehers wurde auf das Minimalste reduziert. Play auf der Fernbedienung, Hose runter, Decke weg: Endlich Wichsen! Leider unterschätzte ich meine Müdigkeit, gekoppelt mit dem Alkoholkonsum des Tages, welcher ja zu später Studen durch die Apfelkorn-Spenden bezüglich der Vollmondaktionen massiv ausgebaut wurde. So schlief ich also ein. Als ich am nächsten morgen aufwachte, lag meine Brille pedantisch zusammengeklappt über den unbenutzten Taschentüchern, eine Decke lag über meinem Lendenbereich und der Videokanal lieferte Schnee. Danke, Mama.

Als ob mein Tag nicht ohnehin schon übel genug war. Nach dieser Nacht fühlte ich mich einige Tage weiter unten als Walraff. Aber es gibt sie, die ausgleichende Gerechtigkeit. Und genau deshalb bin ich jetzt ja auch so ein geiler Typ.

Kommentare

39 Antworten zu “Das Onanie Desaster”

  1. Dominik sagt:

    Astreine Story. Nette Mama :)
    Bescherst mir nen schönen Wochenstart mit dieser MC-Winkel’schen Anekdote. Hab mir übrigens die Freiheit erlaubt, deine Seite in meinen
    Blogroll aufzunehmen. (jaja, schleim) :)

  2. Bateman sagt:

    Video 2000? Da hat Herr Winkel noch mehr falsch gemacht. Hauptsache vom Wichsen nicht blind geworden und verkrümmte Finger bekommen, oder??? Aber richtig, VTO waren damals der Renner!

  3. chrisse sagt:

    hmhmm eine hammerstory die ich da zum frühstück serviert bekomme ;)
    allerdings heißt es dann nicht taschentücher sondern klöppeltücher :) ich frag mich immer noch was dann der nachrichtensprecher von rtl die ganze zeit so macht… ;)

  4. mai sagt:

    liebe mama…. keine vorwürfe, einfach decke drüber.

  5. bine sagt:

    „Und genau deshalb bin ich jetzt ja auch so ein geiler Typ“ –> Neben dieser Tatsache bestichst du vor allem auch durch Bescheidenheit :)

    P.S.: Das Bild ist aber wirklich saugut

  6. KleinesF sagt:

    Ich denke, in 18 Jahren wirst Du auch über das Bild des geilen Typen lachen. Bzw. jetzt schon.

    Theresa ist Jahrgang ´53? *kreisch*!

    Inzwischen haben wir Geld, und Langeland und Stena fahren immernoch…

  7. MC Winkel sagt:

    @ Dominik: Gerne doch!
    @ Bateman: Der Rekorder war noch übrig. Mein Vater hat damals auf das falsche Pferd gesetzt; und als VHS siegte bekam ich den alten. Und Jerry hatte auch V2000! :)
    @ Chrisse: Nomen est Omen, oder? Klöppel der Wanker!
    @ Mai: … und nie ein Wort darüber verloren!
    @ Bine: Oder?! :) Und endloch mal jemand, der das Bild versteht!
    @ KleinesF: 18 Jahre= Jetzt schon. Teresa ´53= War auch erschrocken. Aber die Filme waren auch schon älter. Geld= Langeland fährt nicht mehr. :( Aber jetzt gibt´s ja die Aida!

  8. timanfaya sagt:

    beim wichsen von mutti erwischt werden ist ja noch okay, aber das modeschmuck-kreuzchen und stecknadelkopfgroße brilliantenimitat muß ich geistig moralisch ertmal verdauen. puh, was für ein einstieg in die woche …

  9. Olly sagt:

    Jetzt weiß ich auch, warum hier alle die Küchentücher nur Pornorolle nennen. Mission ist jedenfalls erfüllt. Trotz Montagmorgen musste ich lachen.

  10. GL sagt:

    Sowas kann auch nur nem Kerl passieren! :-) Man kann doch wenigstens die Decke drüberlegen…

  11. schroeder sagt:

    An die spanische Fliege haben wir seinerzeit nie geglaubt – wurde ja wie Urzeitkrebschen in jedem beschissenen Groschenroman beworben – aber der Playboy hatte einen Artikel über eine Haschsorte namens Durban Poison, nach dessen Genuss Frauen sich angeblich die Strapse zum Stirnband schnüren sollten… moah, davon haben wir geträumt. Auch wenn Mädchen mit Strapsen eigentlich bislang nur in oben beschriebenen Filmen vorkamen .-)

  12. Burnster sagt:

    astreine american pie geschichte. nur da hätte der dad das zudecken besorgt.

  13. Steffi sagt:

    Video 2000 – da hatte der Hajo tatsächlich wohl seinerzeit auf das falsche Pferd gesetzt … hihi … aber soweit ich mich erinnere, hatte die damalige Pornoindustrie auch eher Video 2000 favorisiert, so dass Hajo’s Entscheidung schon wieder absolut nachvollziehbar ist!

  14. Ole sagt:

    Ein spritziger Einstieg in die junge Woche… Sehr nette Geschichte über die frühen Knospen eines bald erblühenden Leidenschaftswunders. :)

  15. ich hatte noch nie mitleid mit einem origami. bis heute. siehste, mc, dein weg war zwar steinig, hat sich aber gelohnt. look at you!!! gibt es in der winkelgasse noch baugrund? ich will da wohnen ;)

  16. False sagt:

    immer wenn der gute mc photos bei flickr hochläd kann man mit 90prozentiger warscheinlichkeit davon ausgehen – noch einmal schlafen, dann gibt’s neue lektüre von mr. faul alias MC „spät“ winkel

  17. fraufrank sagt:

    sie treiben mir die schamesröte ins gesicht, herr winkel.
    und theresa orlowski, entschuldigen sie, entlockt mir nur ein müdes lächeln.
    sonst nichts!

  18. mungeblasen sagt:

    HA! Ich hab das Bilderrätsel gelöst:

    Sich einen von der Palme wedeln!

    Das Hosten ist meins! Juhu!

  19. MC Winkel sagt:

    @ timanfaya: DAS WAR DAMALS SO! Ich schäm´ mich ja schon…
    @ Olly: Das freut mich!
    @ GL: Vergessen. :)
    @ schroeder: Dope gab´s seinerzeit auch noch nicht überall verfügbar wie heute. Und wenn, dann der klassische Strassenbobbel, Durban Poison hätte nicht geklappt… wie haben Sie das damals hinbekommen?
    @ Burnster: Der war nicht da. Und Ma wollte am Sonntag halt früh in die Kirche.
    @ Wichi: Kann man verstehen, oder?
    @ Ole: Sie Sau!
    @ BSC: Ja, gibt es. Ist in Heikendorf, „Bei“ Kiel. Eine schöne Ecke mit großen Grundstücken und ´ner Menge Pools. Ziehen Sie nach Kiel!
    @ False: Gut aufgepasst! :)
    @ fraufrank: Nicht doch! Und ich sagte ja schon: Frau Orlowski war 1987 34J. und der Film war bestimmt auch 5-8 Jahre alt.
    @ mundgeblasen: WAHNSINN!

  20. Curiosity sagt:

    Wobei so ein richtiges erwischen ist es ja nicht. Du bist ja dank deines Schlafes einer auseinandersetzung entwichen
    Wärst du wach gewesen und voll in action. Na wer weiß.

  21. Franziska sagt:

    Ich hätte nienienie gedacht, dass irgendjemand mit Absicht Boygroups nachmacht, um Mädels zu beeindrucken. Ich habe mich auch bei den Boygroups selber gefragt, warum die das machen – (abgesehen vom Geld) die Mädels waren doch alle so jung, dass es eh strafbar gewesen wäre, oder?
    Dropsdem: schöne Geschichte! Und ich bin froh, dass ich ein Mädchen bin – ich konnte nämlich die Decke immer drüber lassen (von wegen „spritzen“) – damit war die Gefahr des Entdeckt-Werdens geringer. Nützt nat. trotzdem nichts,wenn de Schmuddelfilm noch läuft…

  22. brittbee sagt:

    Wollte wirklich irgendwer sein wie die New Kids? Habe kürzlich bei mtv Retro ein Video gesehen und muss sagen, die konnten gar nicht tanzen, die hopsten nur. Take That konnten tanzen, aber da war der MC sicher schon zu reif für solche Späße. Hey Winkel, danke für den ersten Lacher an diesem verfickten Dreckstag.
    Das Bild ist sweet;-) B

  23. MC Winkel sagt:

    @ Curiosity: … das ist eine andere Geschichte! :) Aber nicht so spannend.
    @ Ole: Wegen des „spritzigen Einstieges“…
    @ Franziska: Mädchen gucken beim masturbieren doch gar keine Schmuddelfilme…
    @ Brittbee: Hoffe, dann ist´s jetzt kein verfickter Dreckstag mehr!´Ich wollte damals so sein wie Jordan. Und die Mädchen haben, die auf Joey standen – nämlich alle. Und Take That konnten auch nicht tanzen. :)

  24. GL sagt:

    Klar MC, Mädchen gucken dabei GZSZ, oder so! Man ey… ;-)

  25. Finja sagt:

    Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass Frauen nicht auch mal Pornos gucken, um scharf zu werden? *kopfschüttel*

  26. Ole sagt:

    Verglichen mit dem schlüpfrigen Inhalt Ihres Textes stehen wir dann ja quasi auf einer Stufe, was das betrifft… sonst kann ich ihnen natürlich gern das Wasser reichen, bin aber selbstverständlich nicht ebenbürtig :)

  27. wuestenfloh sagt:

    Ich hab meinem Vater mal aus nahe liegenden Gründen das Photo eines nackerten Mädchens aus der Jackentasche geklaut. Er hat mich dann tage- und wochenlang mißtrauisch beäugt. Das ganze ist über 40 Jahre her. Friede seiner Asche.

  28. alannis sagt:

    NKOTB…man, das ist lange her. Ich war seinerzeit sogar mal auf einem der wenigen Deutschlandkonzerte von denen…und ich war von Anfang an und IMMER Donnie-Fan… ! :-)

  29. eric sagt:

    was für ein thema… da fallen mir tausend ankedoten ein, die mir bereits bei der erinnerung rote schamesflecken auf die wangen treiben. wie gut, dass uns heute nicht mehr mama in solch einem zustand zudeckt, sondern der lebensgefährte, der dies dann auf der nächsten party als highlight des abends präsentiert, bei bösartigen zeitgenossen sogar mit dem gefilmten beweis auf video…

  30. brittbee sagt:

    Auf einem Konzert war ich auch mal. In Dortmund. Schwer bestochen von little sister die ohne mich nicht gedurft hätte.Ein pubertierender Haufen Gekreische. Ein Albtraum.

    Keiner stand ernsthaft auf Donnie. Wenn, dann auf seinen Bruder Muscle-Mark.

  31. Bon Anza sagt:

    ich muss zustimmen die mami hat es elegant gelöst. Als ich noch heim-bei-wohnte hatte es sich meine werte Frau Mama zu ihrer Angewohnheit gemacht ungefragt und ungeklopft in mein Zimmer zu schneien. Bis zu dem Tag als sie Ihren Erstgeborenen, etwas weggetreten in diseem Moment, in den Fängen einer Dunkelhaarigen vorfand, die sich ausgesprochen hingebungs- und reizvoll mit dem Thema blasen beschäftigte. Wortlos verliess Sie mein Zimmer um anschliessend 2 Wochen lang in meiner Gegenwart rote Wangen zu bekommen und als dann immer unüberhörbar an meine Zimmertür zu klopfen + sprachlicher Rückversicherung ob ich den allein wäre. Ein Wort haben wir über die Sache bis heute ebenfalls nicht verloren

  32. Finja sagt:

    Ich lobe mir meine Eltern. Die sind niemals ohne anzuklopfen in mein Zimmer gekommen. Ich musste nicht mal abschließen, wenn ich Herrenbesuch hatte, sicher war man auch so!

  33. e!genart sagt:

    Erinnert mich an die Geschichte (ca 10 Jahre her), als das Telefon klingelte, meine damalige Freundin gerade bei mir war und meine Mutter plötzlich mit den Worten „Der U. ist dran!“ an die Tür klopfte. „Is grad n bisschen ungünstig“, wiegelte ich ab. „Du störst!“, schoss meine Freundin etwas unwirsch hinterher. Kichern meiner Mutter, die zurück zum Telefon geht und unüberhörbar mit meinem Kumpel U. die Situation breittritt. Nach ca. 2 Minuten dümmlichem Teenie-Gekicher meiner Mutter ging ich also doch ans Telefon, um mit den Worten „Stör ich?“ von U. begrüßt zu werden.

    Ein paar Wochen später rufe ich U. an. Seine Mutter nimmt ab. „Ist der U. da?“ „Ja, ich glaube schon. Ich geh gerade mal hoch nachschauen.“ Man hört ihre Schritte auf der Treppe, ein Klopfen an die Tür und ein panisches „Nein“ zweier Personen aus dem Hintergrund. „Äh, ich glaube, der hat gerade die K. zu Besuch…“. U`s Mutter und ich zogen das Spielchen dann auch durch, bis ich den Ollen an der Strippe hatte. „Stör ich irgendwie?“ „Arschloch!“

  34. alannis sagt:

    Tzes! Ich stand ganz ernsthaftig und nur auf Donnie…die andern warn doch alle viel zu spießig. Bei Take That war ich dann von Anfang an Robbie-Fan, was ja wohl meinen guten Geschmack deutlichst beweist! :-)
    Mein kleiner Bruder war auch mit auf dem Konzert – freiwillig – wobei er das heutzutage natürlich leugnet. Und die kreischenden Gören gingen mir auch auf den Keks, ich war schon immer eine eher stille Bewunderin der schönen Künste… :-))

  35. Sebastian sagt:

    Moin MC, les Dein blog schon länger, hab aber noch nie was kommentiert. Als ich vorhin in der Firma zum Thema HDV googlte, kam ich auf eine Seite namens MC-Nudes und dachte, das muß ich doch hier mal aufdecken, womit Du also in der wunderschönen Stadt Kiel so Dein Geld verdienst ;-))

    Gruß aus Hamburg

  36. L9 sagt:

    Aaaah – so genial die Geschichte!! Und ich mal wieder viel zu spät mit der wohverdienten Huldigung. Einfach zu viel zu tun zur Zeit :(. )

  37. […] Ich weiss nicht genau, ob es am Hefe, am Weizen oder am Wasser im Bier liegt, dass sich bereits nach wenigen Bieren meine Augenbrauen in der Mitte zusammenziehen und nach unten fallen (s.o.). Vielleicht liegt es auch am Malz, dass nach 2 weiten Getränken mein Hemd über den Hosenbund flutscht; meistens nur an einer Seite. Die Zunge liegt mir inzwischen lockerer im Mund als Milchzähne in der 2c. Nicht selten habe ich mir in meiner Jugend dadurch schnell mal eine Eingefangen: “Omo alle?” (Zum Punk, Unterlippe rechts auf), “Gibt´s die Fleischmütze auch in schwarz?” (Zum Skinhead, Oberlippe links auf), “An Ihrer Stelle würde ich mir keine Langspielplatte mehr kaufen!” (Zum Rentner, Unterlippe links auf) und “Deine Mudder…” (Zum Türsteher, Oberlippe rechts auf). Ich lerne auch nur sehr schwer aus Fehlern. Jeder Mann macht Fehler, aber ein Guter macht jeden Fehler nur ein Mal. Ich bin offensichtlich kein besonders guter Mann. Noch heute bin ich in Kiel als “Vollmond vom Ströhemann” bekannt. Auf einer Party Anfang der 90er, auf der bereits Mitglieder der seinerzeit berüchtigsten Jugendbande Kiel´s weilten hiess es “Du Scheisse, das kommt Winkel mit seinen Jungs!”, als sich hinter uns die Türe schloss. Dabei waren wir Popper. […]

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