Benny Sings veröffentlicht neues „Beat Tape III“ – Skizzen, Sessions und Songs voller Leichtigkeit

Mit dem Beat Tape III hat Benny Sings nun den dritten Teil seiner Beat Tape-Reihe herausgebracht. Anders als seine regulären Studioalben versteht sich das Tape als lose Sammlung aus Sessions, Jam-Situationen und spontanen Ideen. Es ist weniger ein Konzeptalbum als vielmehr ein musikalisches Skizzenbuch. Dabei erzählt jeder Track seine eigene Geschichte – von Begegnungen, Orten und dem spontanen Zauber des Moments.
Benny Sings x Beat Tape III – Gäste, die Farbe ins Tape bringen
Besonders spannend ist die Gästeliste: Leven Kali glänzt gleich mit dem Vorabtrack „Simple Life“, dessen Video Benny Sings in seinem Amsterdamer Studio selbst drehte. Jacob Jeffries von Vulfpeck brachte seine Energie in eine Session ein, während Kelsey González von den Free Nationals einen Song mit Funk-Vibe veredelte. Auch Mathilda Homer aus London liefert Vocals, die perfekt zu Bennys luftigen Produktionen passen. Diese Features wirken nie als Fremdkörper, sondern erweitern organisch die Vielseitigkeit des Projekts.
„Simple Life“ als passender Auftakt
Mit „Simple Life“ gelingt Benny ein Einstieg, der den Charakter des gesamten Albums widerspiegelt. Der Song ist kein überproduzierter Ohrwurm, sondern eine entspannte Skizze, die dennoch im Ohr bleibt. Kali und Benny lassen die Musik atmen, statt sie zu überfrachten. Diese bewusste Zurückhaltung sorgt für Authentizität und markiert zugleich die Linie, die das Tape verfolgt: eher fühlen als forcieren, eher fließen lassen als fixieren.
Struktur: Kurz, knapp und voller Abwechslung
Das Tape umfasst 22 Tracks mit einer Laufzeit von knapp 31 Minuten. Viele Songs sind kaum länger als anderthalb Minuten, andere entfalten sich etwas breiter. Manche Stücke bleiben instrumentale Skizzen, während andere klassische Songstrukturen mit Hooks oder Refrains annehmen. Dieses Wechselspiel aus unfertiger Rohheit und punktgenauer Ausarbeitung macht den Reiz des Albums aus. Es ist ein bewusst offenes Format, das die Unmittelbarkeit des kreativen Prozesses einfängt.
Beat Tape III – Vom Skizzenblock zum Gesamtbild
Obwohl einzelne Tracks fragmentarisch wirken, fügt sich das Tape zu einem stimmigen Gesamtbild. Benny Sings beweist erneut, dass er ein Meister darin ist, kleine Ideen in ein atmosphärisches Ganzes zu verweben. Statt Perfektionismus dominiert Spontaneität, statt Kalkül die Freude am Moment. Gerade darin liegt die Stärke des Projekts: Beat Tape III (Teil 1, Teil 2) ist kein glattpoliertes Produkt, sondern eine Einladung, Teil des Entstehungsprozesses zu werden.
Fazit: Ein intimer Blick hinter die Kulissen
Mit Beat Tape III (Vinyl) gelingt Benny Sings eine Veröffentlichung, die Fans genauso wie neue Hörer anspricht. Wer seine Stimme, seinen leichtfüßigen Groove und seine warmen Harmonien liebt, wird hier reichlich fündig. Aber das Album funktioniert auch als Einstieg: Es zeigt die Essenz eines Künstlers, der keinen Druck verspürt, Hits abliefern zu müssen. Stattdessen schenkt er Momente voller Echtheit – Musik, die zwischen Studio und Wohnzimmer entstanden ist. Genau das macht den Reiz dieser Platte aus.


