„Be my Parkometer!“ – Verwirrung am Hängeregistraturschrank

Ein Bekannter berichtete mir neulich über ein paar Besonderheiten innerhalb seiner Firma (mit Sitz in Kehl, Metier: Energieversorung, 80 Mitarbeiter). Unglaubliche Einmaligkeiten, die ich in dieser Form zuvor noch nie gehört habe, ich muss Euch das heute mal erzählen.

In den letzten paar Jahren seien dort drei Mitarbeiter Marmel-seitig durchgeschnalzt. Also, kein einfacher, Rangnick’scher Ausbrenner mit drei Wochen Ausschlafen und alles läuft wieder – nein, so richtig mit Einweisung, Kur und anschließender, psychologischer Langzeitbetreuung. Überboten werden kann dieses Phänomen noch vom innerbetrieblichen Paarbilderism – 27 der 80 Mitarbeiter (33,75%) haben in den letzten paar Jahren miteinander herumgedietschert, aktuell würde es resultierend daraus immer noch ein halbes Dutzend (17,5%) funktionierende Beziehungen geben, ein Irrsinn. Gerade bei Angestellten ist doch das Büro die einzige Rückzugsmöglichkeit vom/von der zahnbehaarten PartnerIn. Ich fragte, wie es denn so wäre, wenn jeder Dritte in dem Laden eine/n oder mehrere KollegInnen bereits einmal knieend von hinten gesehen hätte – und ich sollte es erfahren:

Der Eintunk-König aus dem Fachbereich Hardware hätte es inzwischen auf stolze vier Medallien gebracht: Sommerfeier 1 die ostdeutsche Brünette aus dem Fachbereich Controlling, Sommerfeier 2 die Kush-elige Kreative aus dem Fachbereich Neue Medien und die Weihnachtsfeier drauf dann die Blondine vom Empfang, das hielt wohl sogar etwas länger. Ihr fragt nach der Vier? Die Vertriebsinnendienstlerin wurde wohl sogar ein paar Monate vor Dienstantritt frischgemacht, ich lasse den aus Kulanz mal gelten.

Das Skurrilste war jedoch die kurze Liason eines Technikers mit einer Körperhaltung wie Klammer auf, Kastenhaarschnitt und Zähne in der Farbe der Nationalflagge Bruneis, jedoch mit drohender Paradontitis. Der war nämlich mit dem Mannsweib aus dem Westflügel/Zimmer 2 zusammen, welche kurze Zeit später den Stab nur eine Bürotür weiter, an die Kollegin mit der Roy Black-Frisur, reichte. Als sich zu der Parandontose dann auch noch so eine blöde Fistelgeschichte gesellte, war da dann aber auch End-of.

„Martin, nun erzähl doch mal: ist es nicht furchtbar greulich, wenn in der Teeküche ständig gefummelt wird?“. Dem sei wohl so. Viel schlimmer wären da nur a) die ständigen Hochzeitsgeldeinforderungsläufe der jeweiligen AbteilungskollegInnen und b) die Kinderwagen-Showläufe. „Gerade die extrovertierte Kollegin aus dem Kundecenter, die rollt trotz Schwangerschaftsurlaub 3x die Woche rein!“. Meine Rückfrage, ob es sich bei besagter Kollegin um diejenige handeln würde, die in einem vermutet privaten Gespräch im Pausenraum ihren Kolleginnen erklärte, die Vorteile des regelmäßigen Analverkehrers in einem elastischeren Stuhlgang zu sehen, konnte bestätigt werden. Inzwischen sei das aber auch wieder vorbei, neulich sah man ihn die Kaiserschleuse Bremerhaven verplomben, hat wohl zu viel Zeit.

„Und sonst, noch irgendwelche Highlights?“, wollte ich, der ich mit Gossip weniger am Hut habe als headspinnende B-Boys nach der Show, noch wissen. „Och, höchstens noch ein paar missglückte Einmal-Nummern plus 1x sexuelle Belästigung!“. Ab Beläst hatte er mich: derselbe Kollege, der von einer Auszubildenden einmal eine Ohrfeige aufgrund eines Brust-Spruches (zu lahm, als dass ich den hier erzähle) bekam, hätte sich wohl vor einigen Wochen bei einer seiner ihm untergeordneten Kolleginnen mit erigiertem Glied A-tergös herangedrückt. „Ja nun, kann doch passieren, wenn der Hängeregistraturschrank klemmt!“, „Naja, das Schlimme war eher der begleitende Spruch, „sei meine Parkuhr“.“. Er berichtete von einer Abmahnung, ich hielt Zwei für angemessener. Sonst aber wohl soweit alles gut gut, die Zahlen stimmen.

Kommentare

12 Antworten zu “„Be my Parkometer!“ – Verwirrung am Hängeregistraturschrank”

  1. Denis sagt:

    Also klingt schon hart die Firma,
    vorallem mit den Einweisungen, aber der Vorteil der Firma ist a) anscheinend gut aussehende Frauen und b) die Mitarbeiter/Innen reden mit einander – ich sach dir aus Erfahrung, es gibt nichts schlimmeres, als wenn der Chef das Wort Kommunkation nur aus der Berufsbeschreibung kennt – und das Wort Moin ebenfalls schon an der Eingangstür verlernt hat (Hallo, Guten Tag etc. mit inbegriffen)

  2. Sebastian sagt:

    Sei meine Parkuhr werde ich vor dem nächsten Akt mal anwenden. Haften Sie, falls ich ein blaues Auge davon trage?

  3. Andreas sagt:

    … ich hörte Ähnliches mal über eine Firma aus der Stadt, in der Sie bald Lieblingskie… wait, what?! ;)

  4. Hilarious Hendrik sagt:

    Sie haben einen sehr unterhaltsamen, sehr einzigartigen Schreibstil, Herr Winks. Bin erst seit 2-3 Wochen regelmäßig hier, aber die Leute haben recht – beiden Daumen hoch!

  5. denzel sagt:

    bis zu dem satz mit dem stuhlgang war es sehr amüsant zu lesen. ^^

  6. Erdge Schoss sagt:

    Ohne Parkgebühren, werter Herr Winkelsen,
    wäre die Erde ein besserer Platz.

    Herzlich
    Ihr Schoss

  7. Pete sagt:

    Danke mann…. xD

    you made my day!

  8. carsten sagt:

    Wo arbeitet IHR denn alle? Bisher hatte ich immer Pech was die Frauen auf der Arbeit anging. Entweder eher der Kumpeltyp oder falsches Alter, falsches Aussehen, falscher Beziehungsstatus!

  9. Quaestor sagt:

    Wann wird in dieser Firma denn nur gearbeitet, wenn da alle dauergeil rumturnen?
    Sachen gibts…

  10. Rob sagt:

    geh´ zu ner Parkuhr,
    kost´ zwei Mark nur ;)

  11. romaink sagt:

    Hallo liebe Community ! : P
    Mein Name ist romain casolari, Ich komme aus Frankreich und ich liebeinternet.
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