The Yussef Dayes Experience – Live From Cape Town // Review
Yussef Dayes setzt seine visuelle und musikalische Reise fort. Der britische Ausnahme-Schlagzeuger filmt seine Live-Performances konsequent an den spektakulärsten Orten der Erde. Er brachte seine Band bereits in den Joshua Tree Nationalpark, nach Malibu und nach Japan vor die Kulisse des Mount Fuji. Nun schlägt er ein neues und aufregendes Kapitel auf. Seine neueste Station liegt in Südafrika. Diese exklusive Session transportiert eine tiefe und spürbare Verbindung zu den afrikanischen Wurzeln. Hier kommen The Yussef Dayes Experience mit einem halbstündigen Auftritt Live aus Cape Town.
Ein rhythmisches Eintauchen in traditionelle Klangwelten
Das über 31 Minuten lange Video zeigt eine perfekt eingespielte Formation auf dem absoluten Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens. Die Musik atmet durch vielschichtige Perkussion und energetische Call-and-Response-Elemente. Die Musiker kreieren Grooves, die gleichzeitig uralt und absolut zeitgemäß wirken. Zudem bindet Dayes für einige Stücke traditionelle afrikanische Chöre ein. Die kraftvollen Stimmen des Thanda Choir und des Lizwi Choir verleihen der gesamten Performance eine überwältigende emotionale Tiefe. Dadurch hebt sich diese Session deutlich von früheren Projekten ab und berührt die Zuhörer auf einer spirituellen Ebene.
Yussef Dayes Cape Town – Rocco Palladino baut das unerschütterliche Fundament
Ein ganz besonderes Highlight für alle Musikliebhaber ist der Bassist Rocco Palladino, als Sohn der legendären Bass-Ikone Pino Palladino hat er längst seinen eigenen unverkennbaren Stil entwickelt. Seine Stimme auf dem Instrument klingt klar, selbstbewusst und absolut einzigartig. Er sitzt stabil im Zentrum der Musik und lässt den Groove für sich selbst sprechen. Palladino spielt hier einen hochwertigen Yamaha BBP34 über eine kraftvolle EBS-Verstärker-Kombination. Der Sound klingt wunderbar rund, warm und extrem präsent im Raum. Seine definierten Linien schneiden sauber durch die dichte Perkussion und die mächtigen Chöre, ohne jemals die restliche Musik zu übertönen.
Von Jimi Hendrix bis zu spirituellen Eigenkompositionen
Die Setlist dieser Session bietet eine faszinierende musikalische Reise durch verschiedene Genres und Stimmungen. Die Band präsentiert unter anderem eine packende Hommage an Jimi Hendrix mit einer Coverversion des Klassikers „Hey Joe“. Weiterhin glänzen spirituelle Eigenkompositionen wie „Kukud’ekhaya“, „Uthando“ und „Ubunzima Bo Thando“. Neben Dayes und Palladino glänzen Malik Venna am Saxophon, Elijah Fox an den Tasten, Alex Bourt an der Perkussion und Jacob McGibbon an der Gitarre. Dieses blinde Zusammenspiel erschafft ein unvergessliches Gesamtkunstwerk, das lange im Gedächtnis bleibt.
Yussef Dayes Cape Town – Ein großes Dankeschön an die lokale Gemeinschaft
Hinter diesem aufwendigen Filmprojekt steht eine hochgradig engagierte Gemeinschaft in Kapstadt. Yussef Dayes (Youtube) bedankt sich ausdrücklich bei allen Helfern, Musikern, Chören und der gesamten Crew vor Ort. Sie alle teilten ihre Stimmen, ihre wertvolle Zeit und ihren besonderen Geist für dieses Projekt. Die exzellente Tonaufnahme und den Mix übernahm Rory Cashmere, das präzise Mastering steuerte Zach Pereyra in den bekannten Larrabee Mastering Studios bei. Dieses Video ist ein echtes Zeugnis für die verbindende Kraft der Musik über alle Kontinente hinweg. Das Zusammenspiel zeigt eindrocksvoll, wie globale Rhythmen und lokale Kultur zu einer harmonischen Einheit verschmelzen.


