Soul Archive - Seite 3 von 91 - WHUDAT
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SHOLTO – „The Sirens“ – Die mutigste Auseinandersetzung mit Verführung und Kontrolle
Mit The Sirens legt SHOLTO sein bislang emotional ambitioniertestes Album vor, und zugleich sein dichtestes. Die Platte bewegt sich zwischen Begehren und Zweifel, Nähe und Rückzug, Mythos und persönlicher Erfahrung. Alte Erzählungen treffen hier auf innere Unruhe, während Schönheit und Gefahr permanent nebeneinander existieren. The Sirens wirkt dabei traumhaft, aber nie flüchtig, sondern geerdet und spürbar schwerer als frühere Arbeiten…. Weiterlesen
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Giveon beim Tiny Desk Concert: Wenn Stimme zur Therapie wird
Der Auftritt von GIVEON beim Tiny Desk fühlt sich weniger wie ein klassisches Konzert an, sondern wie ein intimes Bekenntnis. Der Raum ist klein, die Aufmerksamkeit maximal, und doch wirkt alles erstaunlich ruhig. Es gibt Anlass zur Freude, denn sein Album Beloved wurde gerade für einen Grammy als bestes R&B-Album nominiert, während auch Leon Thomas’ Tiny-Desk-Performance Anerkennung erhielt. Diese positive… Weiterlesen
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DoomCannon – „Somewhere In Between“: Ein Album über Wandel, Selbstreflexion und innere Bewegung
Wenn das Jahr sich dem Ende nähert, entsteht oft Raum für Rückschau und innere Klärung. Somewhere In Between trifft genau diesen Zustand. Dominic „DoomCannon“ Canning zeichnet darauf ein musikalisches Selbstporträt zwischen Vergangenheit und Möglichkeit. Das Album erschien auf dem renommierten Londoner Label Jazz re:freshed. Es bewegt sich bewusst in einem Zwischenraum, in dem Unsicherheit, Hoffnung und persönliches Wachstum koexistieren. DoomCannon… Weiterlesen
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Emile & The Education – „Lamad“: Ein warmes, modernes und spirituelles Jazzstatement aus Los Angeles
Emile Martinez legt mit „Lamad“ ein Debüt vor, das sofort zeigt, wie weit sein Weg bereits geführt hat. Der Trompeter verbindet modernen Westcoast-Jazz, soulige Farben und elektronische Strukturen zu einem sehr persönlichen Album. Emile studierte an der Berklee und arbeitete mit Künstlern wie Anderson .Paak und Miguel Atwood-Ferguson, wodurch sein Stil sowohl technisch stark als auch kulturell verankert wirkt. Der… Weiterlesen
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Butcher Brown – „Letters From the Atlantic“: Jazz trifft Deep House auf Weltreise
Butcher Brown aus Richmond, Virginia, bewegen sich seit mehr als einem Jahrzehnt zwischen Jazz, Funk, HipHop und Soul. Ihr neues Album „Letters From the Atlantic“ erweitert diese Landkarte nun um die sanfte Eleganz von Deep House, ohne dabei jemals wie ein klassisches DJ-Projekt zu wirken. Die Band schreibt ihre Musik weiterhin live ein, doch viele Motive klingen fast wie gesampelte… Weiterlesen
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Gas-Lab – Please Don’t Judge Me: intime Beats zwischen Lo-Fi und Jazz
Gas-Lab gehört seit Jahren zu den Produzenten, die Jazz, Lo-Fi und warme Hip-Hop-Elemente in einen unverwechselbaren Klang mischen. Mit seinem neuen Album Please Don’t Judge Me legt er ein Werk vor, das noch stärker nach Innen blickt und gleichzeitig äußerst klar produziert wirkt. Obwohl die Grundstimmung entspannt und behutsam bleibt, steckt in jedem Track spürbar viel Überlegung. Das Album wirkt… Weiterlesen
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Your Old Droog öffnet die Tür: „Anything Is Possible“ als kompaktes Statement
Your Old Droog meldet sich mit einer neuen EP zurück, „Anything Is Possible“ umfasst fünf Tracks und bleibt dennoch erstaunlich dicht. Die Veröffentlichung kommt knapp zwei Tage nach der Ankündigung und zeigt einen Künstler, der seine Routine perfektioniert hat. Die Stimme erinnert manche weiterhin an Nas, trotzdem steht Droog längst für ein eigenes stilistisches Profil. Die EP bestätigt diese Entwicklung… Weiterlesen
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The Offline – La Grande Evasion: Ein albumlanger Ausbruch ins Innere
Der Hamburger Multiinstrumentalist Felix Müller alias The Offline veröffentlicht mit La Grande Evasion sein zweites Studioalbum. Es erscheint via DeepMatter Records und setzt seinen ganz eigenen filmischen Kosmos fort. Die Platte versteht sich als Einladung. Als Fluchtpunkt. Als Moment, in dem Musik Orte ersetzt. Und Erinnerungen zu Szenen werden. Felix Müller beschreibt das Album als „eine Reise durch Imagination“, und… Weiterlesen
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Summer Walker – „Finally Over It (The Afterparty)“: R&B-Opulenz jenseits des Herzschmerzes
Summer Walker beendet mit „Finally Over It (The Afterparty)“ ihre lange erzählte Saga aus Herzbruch, toxischen Liebeszyklen und Selbstzweifel. Die neue Platte wirkt wie ein Ausatmen nach Jahren emotionaler Hochspannung, doch sie ist keine Abkehr von Intensität. Vielmehr zeigt Walker, wie reif R&B klingen kann, wenn Nostalgie, Handwerk und Selbstironie Hand in Hand gehen. Das Gold-Digger-Motiv, das sich bereits in… Weiterlesen
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The Uncomfortable Truth: Ransom und Conductor Williams legen jede Schicht offen
Ransom war nie ein Künstler, der es bequem mag. Aber seit seiner kreativen Wiedergeburt über Projekte mit Nicholas Craven, Big Ghost Ltd. und zuletzt DJ Premier hat er eine neue Tiefe erreicht. The Uncomfortable Truth, produziert von Conductor Williams, markiert nun den nächsten Schritt von Ransom. Das Album zeigt einen Rapper, der seine eigene Legende seziert und sich in jeder… Weiterlesen


