Spiritualität in das gewöhnliche Leben integrieren // Eckhart Tolle Teachings

Ich versuche meistens, das Wort „Spiritualität“ zu vermeiden, nicht nur aufgrund seiner eher esoterischen Konnotation. Stattdessen benutze ich die englischen Begriffe Awareness (auch nur, weil „Gewahrsein“ so komisch klingt) oder Consciousness, also Bewusstsein. Heute habe ich hier in dieser Sache ein Video aus einem Vortrag von Eckhart Tolle, in dem ein junger Mann leicht überdrüssig von seiner spirituellen Praxis zu sein scheint und ein grundsätzliches Problem damit hat, Spiritualität in seinen Alltag zu integrieren.

Auch da wäre der englische Begriff Awareness direkt die Antwort, weil es ja gar keine unspirituellen (aka „unaware“) Momente gibt. Es gibt nur die eigene Entscheidung, den Moment bewusst wahrzunehmen oder eben aus einer Ego-Identität heraus die Spiritualität/Awareness als AddOn zu seiner Persönlichkeit (meistens das eigene Ego) zu verstehen. Und genau das gilt es, zu vermeiden.

Gerade jüngere Menschen haben oft die Vorstellung, dass ein eher gewöhnliches Leben langweilig zu sein scheint, sie suchen quasi Drama und Ablenkung im impulsiven Handeln, damit sie in ihrem Leben so etwas wie Action haben. Wie schön es sein kann, wenn einfach gerade mal gar nichts los ist, versteht man vermutlich erst später, einige Menschen vielleicht sogar nie. Die große Kunst ist es, das Gewöhnliche auf bescheidene Weise als außergewöhnlich wahrzunehmen, also wirklich zu fühlen. Damit wäre vermutlich schon eine Menge erreicht.

„Eckhart reminds us that spirituality is not something separate from daily existence; on the other hand, the more “spiritual” you are, the more “ordinary” you are.“

Integrating Spirituality into Ordinary Life:

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