Recap: WHUDAT testet den neuen Opel Corsa GSi auf der Route des Crêtes (Vogesen)

 

Die Vogesen sind eigentlich ein Mittelgebirge in Ostfrankreich, aber auch als eine der charmantesten Routen bekannt, die der europäische Kontinent zu bieten hat. Und am vergangenen Wochenende durfte ich die sogenannte Route des Crêtes im brandneuen Opel Corsa GSi entlangzufahren. Im sportlichen Design und mit reichlich Power brachte mich der Corsa GSi vom Flughafen Basel über die Vogesen ins traumhaft malerische Colmar, einer kleinen Stadt im Norden Frankreichs.

Angefangen hat meine Reise in Bilbao. Seit einigen Wochen lebe ich nun im Baskenland in Nordspanien und es gefällt mir von Tag zu Tag immer besser. An die doch eher hügelige Landschaft muss ich mich als Schleswig-Holsteinischer Flachländler zwar noch gewöhnen, ich bin mir aber schon sicher, dass die nächsten Monate hier sehr angenehm werden. Schon früh am Morgen ging es für mich an den Flughafen, um 4 1/2 Stunden später in Basel/Mulhouse zu landen. Direkt nach meiner Ankunft wurde ich auch schon vom Opel-Team in Empfang genommen und zur Pressekonferenz begleitet. Wenn ich „Opel Corsa“ höre, denke ich als Allererstes an das kleine, grüne und vor allem alte Auto, mit dem mein ehemaliger Klassenkamerad Hannes mich und zwei andere Freunde jeden Tag zur Schule gefahren hat. Das Auto war seit Generationen in seiner Familie und erfüllte auch nach Jahrzehnten noch zuverlässig seinen Zweck. Ich war also direkt positiv eingestellt. Doch das, was ich auf der Pressekonferenz erfahren und sehen durfte, war in keinster Weise mit dem grünen Flitzer aus meinen Abitur-Tagen vergleichbar.

Der Opel Corsa hat sich nämlich im Laufe der letzten Jahrzehnte sowohl im Design als auch in der Leistung erheblich entwickelt. Ich hätte nicht gedacht, dass meine erste Erfahrung mit einem Recaro-Sitz in einem Opel Corsa stattfinden würde, die berühmten Sitze aus Nappaleder haben zurecht einen guten Ruf. Gerade bei einer sportlichen Fahrweise, wie sie im Opel Corsa GSi üblich sein wird, halten die Sitze den Fahrer auch in kurvenreichen Straßen in bester Position. Unter der Motorhaube lässt sich ein 1.4 Turbo Vierzylinder sehen, der beachtliche 150 PS bereitstellt. Bei anderen, technischen Features hat es der Corsa GSi seinem großen Bruder, dem Opel Corsa OPC, gleichgetan, u.a. gibt es hier die 300mm Bremsscheibe und das OPC Chassis.

Auch im Design steht der GSi dem OPC in nichts nach. Die Motorhaube ist ein wenig länger gezogen und der Grill in Carbon-Optik hat sich vergrößert. Die gleiche Optik wie im Grill lässt sich auch auf den Seitenspiegeln wiederfinden und gibt dem GSi einen edlen und modernen Look. In das Interieur wurde auf jeden Fall investiert, das erkennt man schon an dem sportlich gestalteten Lenkrad, dem hochwertigen Material der Innenausstattung und dem Entertainment System, welches bei Bedarf um Android Auto oder Apple Car Play erweitert werden kann. Serienmäßig gibt es den GSi mit 17-Zoll Felgen und Ihr könnt euch zwischen fünf Farben entscheiden. Für die Testfahrt auf der Route de Crêtes habe ich mich für das Modell in Mandarin entschieden. Das Letzte, was dem Fahrzeug noch für einen sportlichen und dynamischen Look fehlt, befindet sich hinten – die Rede ist vom Dachspoiler. Im Gesamtpaket sieht der Opel Corsa GSi zwar aus wie ein Sportwagen, aber kann er auch die erwarteten Leistungen bringen?

Dieser Frage bin ich mit Daniel vom Automobil-Blog auf den Grund gegangen. Eine bessere Route als die Route de Crêtes hätte sich uns nicht anbieten können. Mit vielen Ups und Downs und einer kurvenreichen Straße ging es für uns von Basel nach Colmar. Direkt zu Beginn konnte ich feststellen, dass die Recaro-Sitze ganze Arbeit leisten. Die scharfen Kurven, denen wir gefühlt allen 100 Metern entgegen lenkten, brachten es nicht fertig, uns im Sitz hin und her zu schleudern. Der Fahrspaß war garantiert, mit 150 PS ist der Corsa GSi vielleicht nicht das schnellste Auto, aber auf Fahrten im mittleren Tempo spürt man die Kraft und kann sie auch richtig genießen. Nach 2 Stunden und einigen Fotostopps kamen wir dann endlich in Colmar an.

Die französische Kleinstadt hatte vor allem eines zu bieten: einen kulinarischen Genuss, den wir so schnell nicht vergessen werden. „Eine Mischung aus deutscher und französischer Küche“ habe ich mir sagen lassen. Der Flammenkuchen, der Salat und das Steak als Hauptspeise waren wirklich unfassbar gut. Am nächsten Tag nutzten wir die verbleibende Zeit bis zum Heimflug, um uns ein bisschen mit der Stadt vertraut zu machen. Ich hatte schon gehört, dass die Stadt in Insider-Kreise auch „Little Venice“ genannt wird. So richtig nachvollziehen konnte ich das erst, als ich die vielen, kleinen Kanäle gesehen habe. Wie in der malerischen Stadt Venedig kann man auch in Colmar Gondelfahrten entlang der Kanäle machen, um die Stadt zu besichtigen – dafür blieb am Ende dann aber leider keine Zeit mehr.

Und nur 24 Stunden nach meiner Ankunft ging es im Opel Corsa GSi dann auch schon wieder zurück zum Flughafen. Auch auf der Rückfahrt hat das Auto mich mit seinen Leistungen und vor allem seiner Optik überzeugt. Die Recaro-Sitze ließen es nicht zu, dass die knapp zweistündige Rückfahrt unbequem werden könnten. Beim Aussteigen tat es mir schon fast ein bisschen leid, dass man dieses tolle Gefährt nur so kurze Zeit für sich hatte, die Anschaffung eines Opel Corsa GSi ist für mich auf jeden Fall eine Überlegung wert.
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[Vielen Dank an Opel für die Einladung]

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