Piraten II


Vor lauter blog-a-liken (Ihr könnt noch abstimmen!) bin ich ja nun gar nicht dazu gekommen, Euch von meinem Wochenende zu berichten. Am Samstag luden die Luden (übertreffe ich mich hier nicht gerade selbst?) der Pink Pirates erneut zu einem Abend im Kieler Oslo-Kai ein. Im Gegensatz zu vielen anderen Party-Organisatoren machen die Piraten es immer schön gemütlich: Kühle Vorräume werden mit kuscheligen Kerzen dekoriert und in den dunklen Eckchen wurden billige komfortable KunstfilzWildledersessel mit Keulflecken Styroporkugelfutter platziert, um den sich heute-Abend-Gefundenen gleich eine Möglichkeit des Fummelns Kennenlernens zu realisieren. Das ganze natürlich mit Ausblick auf die Förde. Man kann fast von einem maritimen 21st-Century-Swingerclub sprechen, wenn etwas weniger Textilien vorhanden gewesen wären. Selbst die stets unvorteilhaft gekleidete Verkäuferin eines Modelädchens für 3er-BMW-Fahrer modebewusste Kurzhaarfrisur-Träger, dessen Hüftspeck über der Jeans von hier bis nach Panama quillt, wurde in diesem Séparée beim tête-? -tête mit wesentlich jüngeren, aber stark alkoholisierten Herren gesichtet.

Na klar nervt die Musik temporär. Man muss sich damit abfinden, heute keinen Club mehr zu finden, in dem man den ganzen Abend mit normalen Menschen bei guter Musik verbringen kann. Wenn die Musik stimmt, besteht das Publikum zu einem nicht geringen Anteil aus peinlichen Nachwuchsgangstern mit Gold- und Diamantimitatkettchen, Kopftuch und Basecap. Reifere, aber dadurch nicht zwingend angenehmere Leute gehören zur Housemusik-Beschallung wie geistige Kahlheit zur NPD. Um die Masse zu erreichen, lockt man erstmal mit Housetunes und hippen Heineken und wechselt dann später auf Black. Wie so oft geht das Konzept auf. Selbst ich lasse mich ja verarschen und besuche diese Parties. Kann ja auch gar nicht sagen, nicht adäquat unterhalten worden zu sein.

Die Pink Pirates sind gerade dabei, dem Herrn Lutz in Kiel den Rang abzulaufen wie Pocher dem Raab. Die Party am Samstag war erfrischend gut, das Garderobenproblem der Vergangenheit konnte zu 65% gelöst werden (beim nächsten Mal dem G-Personal weniger Valium geben), Musik war duldbar (bei meiner kritschen Meinung ist das ein Lob!) und es waren ausreichend Biernachfüllsttionen vorhanden. Denke, ich bin bei der nächsten Veranstaltung wieder mit dabei.

Kommentare

2 Antworten zu “Piraten II”

  1. Illo sagt:

    Ich sag nur

    Chocolate City presents Blackmusic Night
    am 05.03.05 im Schwedenkai Kiel
    Grandmaster Ben & Fab 5 Finger ( N-Joy DJ’s )
    Einlass: 22 Uhr

  2. Tranceporter sagt:

    Warum gibt es keine Partys mehr ow alles stimmt, ich meine Lokation-Leute und natörlich….genau-Mugge !!!!!!!!!!!
    Pink Pirates ist immer noch das beste was KIel zu bieten hat ( das ist sehr traurig aber wahr)
    P&C Partys im Holsteiner sind ja noch schlechter als ein Besuch im Max am Samstag!!!!
    Fazit :::::::: Kiel ist kacke, KIel mag ja noch so schön sein, aber vom Nachtleben hier in Kiel kann man nicht leben und nicht sterben…..

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