H.I.I.T. – High Intensity Interval Training

Kein Ahnung, ob Ihr da mal von gehört habt, aber hier: HIIT, High Intensity Interval Training, ein besonderes Lauf-/Radfahrtraining. Irgendjemand? Mir wurde letzte Woche darüber berichtet, man soll durch diese Art des Trainings innerhalb kürzester Zeit konditionell fitter werden, außerdem hätten 20 Minuten dieses Trainings in Sachen Fettabbau den gleichen Effekt wie gewöhnliches Joggen. Klingt im ersten Moment zu schön, um wahr zu sein – im Grunde geht es darum, während des normalen Joggings Sprint-Intervalle einzustreuen. Die Kurzform:

– Einlaufen von ca. 5 – 10 Minuten
– Sprint von ca. 30 Sekunden bei maximalem Tempo
– Ruhephase mit normalem Tempo von 2 bis 4 Minuten
– Nächster Sprint
– Noch 3 weitere Male wiederholen
– Auslaufen/ ausrollen

Ich hab‘ das heute so ähnlich gemacht, die Sprints waren bei mir jedoch 60 Sekunden lang, das ging mir dann aber auch ziemlich schnell ziemlich heftig an die Naht, war nach 25 Minuten durch, mit inkl. 4 Sprinteinheiten. Anschließend war mir leicht schwindelig, ziemlich kaputt (an eine Gerätetraining im Gym wäre z.B. nicht mehr zu denken), nach 30 Minuten war aber wieder alles klar. Vorteil außerdem: durch die kürzere Laufzeit hatte ich im Gegensatz zu sonstigen Joggungen (ich weiß) überhaupt keine Gelenkprobleme, Ihr wisst ja: meine Knie! :)

Werde das jetzt so 2x die Woche durchziehen und in einem Monat mal gucken, wie sich das entwickelt hat. Weniger Zeitverlust, keine Gelenkschmerzen, effektiver für Kondition und Fettabbau; wieso hat mir das vorher noch Niemand erzählt? Was erfahre ich als nächstes, der Verzehr von täglich einer Tüte Erdnussflips stigert Libido, Gedächtnisfähigkeit und gleicht Honrhautverkrümmungen aus? Wenn Ihr HIIT kennt, ausprobiert habt: Erfahrungen gerne in die Comments.

Kommentare

11 Antworten zu “H.I.I.T. – High Intensity Interval Training”

  1. visus sagt:

    Versuch es mal mit der Dymaxion-Variante des polyphasischen Schlafs… 2 Stunden Schlaf am Tag und du bist fitter als Normalschlafende!

  2. norrin sagt:

    Hört sich ziemlich anstrengend an. Aber auch gut. Wahrscheinlich stellt sich ziemlich schnell ein Trainingseffekt ein.
    Stundenlanges Joggen ist doch unfassbar öde und geht außerdem durch die Stoßbelastungen auf Knie und Sprungelenke. Bin auf deinen Bericht gespannt.
    Weiß nicht wie das mit den Erdnussflips genau ist, aber ein Bounty pro Tag verlängert den Lörres, altes Wissen von Papa Neuguinea

  3. Moin…

    Intervalltraining ist genau richtig um schneller zu werden. Langstreckenläufer, die sich wirklich verbessern wollen, gehen immer wieder mal zwischendurch auf die Tartanbahn um die von dir beschriebene Übung zu machen.

    Ansonsten. Rein hauen und weiter machen ;)

  4. skluess sagt:

    nice, habe auch gerade erst letzte woche davon gehört und werde darauf umsteigen.
    nachdem ich vor ca. einem monat wieder angefangen habe zu laufen, konnte ich zwar meine kondition gut steigern (von max 3km bei ca. 10km/h auf gut und gern 8-10km pro tag), meine sprunggelenke machen das aber nicht wirklich mit.

    mein plan sieht erstmal alle zwei tage, dann jeden tag soche einheiten (zusätzlich zum kraft-training) vor. falls du in ein paar wochen deine erfahrungen postest, geb ich meine natürlich dazu. :)

  5. Rico sagt:

    Schließe mich Fuchtelkönige an; das Ganze bringt aber nur was, als Ergänzung zu einem normalen, sprich Grundlagen-trainierenden Programm.
    Effektiv für Fettabbau würde ich auf diese Art verneinen; der Fettstoffwechsel wird durch Training bei üppiger Sauerstoffversorgund trainiert, dem genauen Gegenteil des Intervalltrainings.

    Vom Damoklesschwert des plötzlichen Herztods will ich mal gar nicht anfangen *stichel* ;) Bei Training am HFmax-Bereich sollte man aber lieber mal ein EKG gemacht haben.

    Fazit: Auf die Art und Weise: IMHO Unfug, aber Versuch macht kluch, also renn ruhig.

  6. derby sagt:

    Intervalltraining kann ich nur empfehlen. Wie man „High Intensity“ jetzt genau interpretiert… lassen wir mal dahin gestellt. Aber generell macht IT viel viel Sinn. Du sparst Zeit, verbrennst in der Zeit jedoch mehr als beim „normalen Joggen“ und speziell in den Erholungsphasen wird mächtig Fett verbrannt. Ich hab „damals“ mal die komplette Saisonvorbereitung verpasst und stattdessen zu Beginn der Saison 2 Wochen IT gemacht. Da war kein Unterschied – ich war spitz wie Nachbars Lumpi ;)
    Und Krafttraining würde ich genrell vor der Ausdauereinheit machen. So sind deine Energiereserven schonmal etwas geleert und es geht noch schneller Richtung Fettverbrennung.
    60 Sekunden-Sprints sind allerdings schon heftig. Vlt. zwischendurch’n Schluck trinken (Wasser plus X – irgendwas mit Energie).
    waidmannsheil

  7. Velo- statt Autofahren. Strassenverkehr ist Intervalltraining pur. Zumindest hier in Basel.

  8. MHW sagt:

    Was weiß ich? Für Fettabbau wird das ja wohl nicht so effektiv sein, aber zum Schutze meiner zerbröselten Knie könte das gut sein. Ich warte mal Deinen Bericht ab.
    Wenn Du einfach nur abnehmen möchtest, ist der Konsum von Heroin sicherlich auch eine schlagkräftige Alternative. Würde aber, wie ich glaube, nicht zu Deinem Lifestyle passen. Das Zeug ist ja mehr so was Abhänger ;)

  9. ThilliMilli sagt:

    HIT hatte ich bis dato immer nur mit Muckibude in Verbindung gebracht – wo ich aufgrund Zeit- und Motivationsmangel sowie Altersschwäche mich mit WKM aufgehalten habe.

    Berichte mal nach 2-3 Monaten, dann wird’s interessant.

  10. DraMaticK sagt:

    Wenn die Gelenke schmerzen, Schwimmen (für MEHR Muskelgruppen) oder Radfahren. Ansonsten gelten die Aussagen der Vorredner; Intervalltraining (nix mit high intensity denglisch gedöns) ist für die Schnelligkeit da.

  11. Sören sagt:

    @ThilliMilli:

    Allerdings besteht zwischen HIT und H.I.I.T noch ein Unterschied ;)

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