Benny The Butcher – The Plugs I Met 2.5: Die perfekte Überbrückung im Griselda-Universum

Benny The Butcher Plugs I Met

Benny The Butcher aus Buffalo gehört heute unbestritten zu den prägendsten Figuren im modernen Straßenrap, hier ist the Plugs I Met 2.5.. Gemeinsam mit seinen Cousins Westside Gunn und Conway the Machine prägte er in den letzten Jahren den unverkennbaren Griselda-Sound. Nach Meilensteinen wie „Tana Talk 3“ und dem gefeierten „Burden of Proof“ kehrt der Künstler nun überraschend zu einer seiner beliebtesten Saga-Reihen zurück. Die Veröffentlichung von „The Plugs I Met 2.5“ erfolgte nur 48 Stunden nach der offiziellen Ankündigung. Dadurch verkürzt das Werk das Warten auf den dritten Teil der Trilogie massiv.

Benny The Butcher x The Plugs I Met 2.5 – Düstere Klänge und starke Features

Das Mini-Album knüpft nahtlos an die düstere Atmosphäre der Vorgänger an. Nach dem atmosphärischen Intro führt der Song „Rise & Fall“ den Hörer tief in die typische Klangwelt des Künstlers. Unterstützung erhält Benny hierbei von Elcamino und 38 Spesh. Die Produktion von Harry Fraud überzeugt durch ein soulgetränktes Instrumental. Textlich beleuchtet die Kollaboration vor allem die Schattenseiten und den harten Preis des kriminellen Straßenlebens.


Kompromissloser Boom-Bap-Sound

Im Anschluss folgt mit „Big Difference“ ein echtes Highlight für traditionsbewusste Rap-Fans. Der Track wurde zudem vom verstorbenen DJ Shay produziert. Ein symphonischer Boom-Bap-Beat bildet das Fundament für diesen Song. Zusammen mit Bruiser Wolf und Fuego Base schießt Benny hier gegen Neider und Kritiker; diese werfen ihm oft seine kommerziellen Erfolge vor. Deshalb nutzen die Künstler diesen Track für eine lautstarke Antwort an alle Hater.

Benny The Butcher x The Plugs I Met 2.5 – Die Rückkehr zum Griselda-Fundament

Für die zweite Hälfte der EP übernehmen Daringer und Beat Butcha die Regie an den Reglern. Auf „Once Upon a Time“ weichen die souligen Samples einer deutlich bedrohlicheren Kulisse. Benny The Butcher (Youtube) rappt hier mit gewohnter Intensität über die Evolution vom loyalen Soldaten zum respektierten Anführer. Daher wirkt das Stück besonders authentisch und erinnert an alte Untergrund-Tage.

Generationentreffen der Rap-Veteranen

Danach folgt das mit Spannung erwartete Treffen der Generationen auf dem Song „Talk Shows“. Für dieses Stück holte sich der Rapper die legendäre Wu-Tang-Koryphäe Raekwon ins Boot. Über einen eleganten Teppich von Stammproduzent Harry Fraud rechnen die beiden Veteranen mit der aktuellen Musikindustrie ab. Sie kritisieren gekaufte Erfolge und betonen stattdessen stolz ihren eigenen, hart erarbeiteten Status.

Den finalen Schlusspunkt setzt die EP schließlich mit dem atmosphärischen Track „Can’t Be Much“. Der Song verbindet klassischen Mafioso-Rap gekonnt mit modernen, symphonischen Trap-Elementen. Hier zeigt sich der Protagonist noch einmal in absoluter Bestform. Er rappt gewohnt hungrig über das Leben auf der Straße.

Das Fazit zur neuen EP

Insgesamt präsentiert sich das Werk als gelungene Brücke zwischen den bisherigen Teilen der Reihe. Die Produktion wirkt extrem stimmig und vereint die besten Facetten des Griselda-Universums. Dadurch übertrifft die Veröffentlichung die jüngsten Soloprojekte wie Summertime Butch deutlich. Zudem bereichern die hochkarätigen Features das Gesamtbild, ohne den Hauptakteur zu verdrängen. Dieses gelungene Release schürt die Vorfreude auf das große Finale der Trilogie. Daher bleibt der Rapper weiterhin auf dem Thron des Subgenres.

Benny The Butcher – „The Plugs I Met 2.5“ // Spotify:

Kommentare

Die Kommentare sind geschlossen.