Arty Shop Berlin // From urban Art to fine Art

Auf den Arty Shop Berlin bin ich das erste Mal aufmerksam geworden, als ich das Cover eines Mixtapes von FluxFM gesehen habe. Es hat mir gefallen und mein Mucke-Supplier konnte mir sogar sagen, wo ich es finden würde und ich hab‘ ihm daraufhin gesagt, dass ich das dann ja gerne mal featuren könnte – und hier sind wir.

Der Arty Shop ist eine Online Plattform in Berlin, wo ausschließlich sorgfältig ausgewählte Produkte feilgeboten werden. Es gibt dort Silkprints, Editionen, Kataloge, künstlerisch designte T-Shirts und sonstige, exklusive Werke straight aus Berlin – zu erschwinglichen Preisen, seit 2003 trifft dort schon Urban Art auf Fine Art. Hier unten haben wir ein paar der Artworks, die es im Arty Shop zu kaufen gibt – jeweils mit einer Beschreibung. Wenn ich erstmal in Berlin bin (suche Wohnung zum 1.9., 80qm in Kreuzberg oder Neukölln – holla!), werde ich hier ganz sicher connecten, bis dahin hier eine digitale Auswahl:

Zu dem Bild hier oben:

EMESS „DA/EA – DEUTSCHE ARBEITER/ETUDE ARTIST – NELSON MANDELA
Emess‘ Porträt von Nelson Mandela ist eine Serigraphie, jedes Blatt ist anders. Die Schablone von Madiba ist zwar immer dieselbe, aber sie liegt immer anders an und die Hintergründe variieren. Für die Serie „Deutsche Arbeiter“ hat der Berliner Street Artist Personen porträtiert, die für die einen Freiheitskämpfer und für andere Terroristen sind. Die Konterfeis sind Banknoten entnommen. Der provokante Titel verweist auf die unterschiedlichen Herkünfte der Arbeiter in einer globalisierten Welt.

ARIOUS & GOULD – „DUALITY III“
Eines der tollsten Street Art-Duos der Hauptstadt: Immer on point, präzise und ästhetisch einnehmend, mit politisch und sozialen Inhalten aufgeladen. Dieser exklusive Druck ist der dritte der Duality Reihe und entstand als Covermotiv für die aktuelle FluxFM Compilation.

ANTON UNAI – „THE SHAMAN“
Für Unais Arbeiten hat man schon etliche Bezeichnungen gefunden. Mir gefällt Neo Povera am besten. Er nutzt intuitiv all das, was da ist – seinen „Golden Trash“. Für den Arty Shop hat er eine exklusive Serigraphie beigesteuert: Siebdruck und Sprühlack. Rockt.

RADICAL ADULTS PRODUCTIONS – „LE TIGRE BARIOLÉ“
Unter dem Pseudonym R.A.P. lebt der Künstler Johannes Buss seine Designideen aus. Die Grenze zwischen Design und Kunst ist eine fließende. Ich sehe die R.A.P. Arbeiten nach wie vor als Kunst. Die Tigerteppiche kauft Buss günstig in Neukölln und pimpt sie dann mit Textilfarbe zu diesem großartigen Pop.

STOHEAD – „ANARCHIST“
Stoheads Kaligraphien sind auf das notwendigste verdichtet. Er verwendet Zitate aus der Musik, mit der er aufwuchs – meist Punk und HipHop. Die Buchstaben werden, nachdem er die Freizeichen eliminiert hat, als Quadrat arrangiert. Der Sex Pistols Klassiker singt mir aus dem Herzen: „I Wanna be, Anarchy!“

HEIKO ZAHLMANN – „O.T.“
Die Arbeiten des Hamburger Künstlers basieren auf Schrift. Zahlmann kommt aus der Graffiti Kultur. Nach und nach eliminierte er die runden Formen, die prallen Farben und abstrahierte die Buchstaben immer weiter. Seine Reliefs finden sich als Kunst am Bau namhafter Architekten. Diese limitierte Edition ist auf Karton gesprüht.

KLUB7 „THE ILLUSION OF DESTINY“
Wer Street Art liebt, kommt an Klub7 nicht vorbei. Im sechs-köpfigen Kollektiv bringt jeder seinen eigenen Stil mit ein. Gearbeitet wird gemeinsam. So entstehen spielerisch wunderbare Kompositionen, wie dieser exklusive Siebdruck.

44Flavours – „Too Much“
44 Flavours sind die Dadaisten der Berliner Urban Art. Diesen exklusiven Siebdruck gibt es in drei Farbvarianten: Rot dominiert, braun oder schwarz. Wirkt naiv und verspielt und ist virtuos kombiniert.

Matthias Beckmann – „Helden“ – Albrecht Dürer
Matthias Beckmann ist ein fantastischer Zeichner, unglaublich genau und schnell. Selbst ohne Schraffur schafft er Tiefen- und Raumwirkung. Für den Arty Shop hat er seine fünf persönlichen Helden als Radierung beigesteuert. Mir gefällt der Dürer sehr gut.

IL-JIN ‚ATEM‘ CHOI – „PREAMBLE OF THE UNIVERSAL DECLARATION OF HUMAN RIGHTS“
Atem nannte sich der Künstler zu seinen Graffiti Zeiten. Inzwischen arbeitet der in Frankfurt lebende Künstler zwar immer noch mit Dose und Marker, hat seinen Stil aber weit in die zeitgenössischen Künste vorangetrieben. Hier die Präambel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte als großformatiger Posterdruck.

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