arte+7 Dokumentation: Die Opium Route [7 Tage im Netz frei verfügbar]

arte+7 hatte ich schonmal kurz vorgestellt: nach TV-Ausstrahlungen gibt es ausgewählte arte-Filme oder Dokus noch 7 Tage danach kostenlos online zu sehen. Am Montag lief „Die Opium Route“, eine in den ersten Minuten sehr spannend wirkende Doku, die ich mir jetzt komplett ansehen werde und mich somit jetzt selbst offline (als Verb, sprich: offleine, von offleinen). Aus der Beschreibung:

„Um 1900 waren eine halbe Millionen Amerikaner von legal bezogenem Morphin und Heroin abhängig. 1920 wurde der Konsum verboten. Heute scheint der Kampf gegen den Drogenhandel verloren. Trotz immer mehr Polizei, Soldaten und Grenzkontrollen nimmt das Opium nahezu ungehindert seinen Weg in die Großstädte Amerikas und Europas. Ist deshalb die Legalisierung der richtige Weg, um den Abhängigen einen Ausweg aus dem Teufelskreis von Sucht und Kriminalität zu weisen? Denn die Profite der Drogenbarone, Schmuggler und Dealer fließen nur, solange Handel und Konsum illegal sind.“


Besonders über die letzten beiden Sätze nochmal nachdenken, das kommt ja Alles nicht von ungefähr. Der Mensch hat ein tiefes Bedürfnis nach Rausch, die Frage ist nicht, wie man Drogen und den (illegalen) Drogenhandel abgeschafft bekommt, Drogen wird es immer geben. Die Frage ist, wie man einen gesellschaftlich für Jedermann akzeptablen, legalen Umgang mit Drogen hergestellt bekommt – Verbote haben jedenfalls noch nie funktioniert. Gucken:


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[via arte-feed]

Kommentare

7 Antworten zu “arte+7 Dokumentation: Die Opium Route [7 Tage im Netz frei verfügbar]”

  1. Patrick sagt:

    Kann man aufm Mac auch mit der megacoolen App „Mediathek“ runterladen und dann immer gucken wann man will. :)

  2. MC Winkel sagt:

    @Patrick: Wie geil Du bist – kannte ich noch nicht! Hab‘ mir das gerade mal installiert, als ich feststellte, dass meine PS3 den Player nicht mag. Wollte das im Wohnzimmer von der Couch aus gucken. Werde ich dann nun halt so machen! :) (537MB, geht ja auch)

    (Hier ist der Mediathek-Download, neuste Version (nur für Mac-User))

  3. Babel sagt:

    hmm schade, bei der zdf-mediathek kann man einfach JavaScript im Browser ausschalten, dann kann man die Vids laden. Bei Arte wohl nicht.

  4. axenon sagt:

    Erst einmal seid gegrüßt…… Hier ein kleiner Linktipp von mir:
    dokujunkies.org
    Dort bei Mittwoch’s Update: Besagte Doku in 2 Versionen.

    außerdem jeden Menge anderer interessanter Dokumentationen oder für
    Serienfreaks, die Partnerseite:
    serienjunkies.org

    Alles was es so an Serien auf der Welt gibt, viel Spaß und have Fun!
    Winkel, go on……

  5. MC Winkel sagt:

    @Babel: s.o., mit „Mediathek“ brauchste das doch eh nicht mehr. :)
    @axenon: Danke, Alter. Aber ich habe die Links mal entfernt, ist ja nicht Alles 100% legal bei den besagten Plattformen. Ich weiß, ist Quatsch, kennt eh Jeder. Aber ich will von hier lieber nicht da rauslinken, weisste?! Aber Danke für die Tipps!

  6. Willi (W.P.) sagt:

    Danke MC.

    Saucoole Doku.
    Aus der man, wenn man sich dabei ein bischen Gedanken macht, viel herauslesen kann; über das was einen Menschen ausmacht, seine Gesellschaft in die er lebt und all das drumherum, politische, national wie international, Krieg und Frieden, die natürlichen menschlichen Gefühle nach Geborgenheit, Liebe, Anerkennung und sonstige. Aber auch Macht, Dummheit; in großen wie im kleinen Maßstab. (Naja alles nicht so einfach zu erklären, zumindest nicht in ein paar Sätzen)

    Aber um es auf den Punkt zu bringen: wenn man tatsächlich an dem Drogenkonsum und dessen internationale Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaften, ja Staaten und ganze Regionen, was ändern möchte, dann sollte man sich tatsächlich mal intensiv fragen, warum Menschen dauerhaft harte Drogen nehmen (ich meine hier nicht die typischen aus-Neugier-Drogenprobierer) und was allgemein falsch in der Gesellschaft läuft. Dass da auf jeden Fall einiges aus den Fugen geraten ist.

    Ich mein, wenn die selbsternannten, größten Drogenbekämpfer der Welt, die „Vereinigten Staaten“, tatsächlich den Drogenfluss in ihr Land verhindern wollten, dann sollten sie das Zeugs selbst herstellen und kostenlos an Drogenabhängige freigeben und gleichzeitig eine bessere Drogenaufklärungspolitik leisten (ganz davon abgesehen, dass um das eigentliche Problem zu beheben sich viel größere Dinge in der Gesellschaft verändern müssten). Wäre wahrscheinlich um das tausendfache billiger für den Steuerzahler. Mann würde Konsumenten nicht kriminaliesieren (idealerweise dabei unterstützen, ein sinnvolles und erfülltes Leben ohne Drogen zu führen), somit weniger Gefangene, keine Beschaffungskriminalität, weniger Kosten für Gerichte, man würde großen Kartellen, wie in Südamerika und anderen Drogenanbau-Ländern damit den Finanzhahn abdrehen. Die Menschen würden wieder andere Lebensmittel anbauen um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen usw.

    Doch um all dieses große, internationale Geflecht und deren Folgen verstehen zu können, muss man leider schon ein wenig über seinen eigenen Tellerrand hinausschauen können und einen gewissen intellektuellen Grad erreichen. Aber das scheinen ja die verbohrten, konservativen Kräfte in den Vereinigten Staaten, aber auch hier in Europa und sonstwo in der Welt in den letzten Jahrzehnten und bis heute noch nicht verstanden zu haben.

  7. MC Winkel sagt:

    @Willi (W.P.): genau das, was ich meinte, ich habe es nur nicht so ausführlich kommentiert. :) Freut mich, dass die Doku Dir gefallen hat, Alter.

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