O.G. – OP

„Wir geben Ihnen ein paar Glücklichmacher, Herr Winkel!“, sagt er und schaut mich dabei komplett irre an. Vielleicht fasse ich es auch einfach falsch auf, schließlich liege ich ausgeliefert im OP-Hemdchen mit nacktem Arsch unter der Bettdecke des fahrbaren Krankenhausbettes, 2m Luftlinie entfernt vom Operationssaal der Klinik Waldwiese. „Diese Mittelchen machen schöne Träume, Herr Winkel.“, fügt er hinzu. Zuletzt hörte ich sowas in der VIP-Lounge eines zweitklassigen, lokalen Golfclubs. Es war damals ein Handaußenflächen tättowierterter Marokkaner, der in Kiel-Gaarden einen An- und Verkaufsladen führte und jüngst Mitglied wurde. Mein Narkosearzt hatte genau diesen Blick am Leibe, wirkte insgesamt aber etwas vertrauenswürdiger. Sagte mir mein Instinkt. Auf den ist Verlass. Das weiss ich seit Griechenlands Triumph bei der diesjährigen EM. Egal. „Überlegen Sie sich schonmal etwas, wovon Sie träumen möchten, Herr Winkel.“, sagt er, zwinkert mit dem rechten Auge und geht. Was meint er? Habt Ihr ´ne Idee? Schreibt mir einen Kommentar!

5 Minuten später fährt mich eine freundliche lächelnde Krankenschwester (>60J.) dann an den Ort der Vollstreckung. Auf die Werkbank meines Facharztes. Und da ist ja auch er wieder, Don Narcotica: „Haben Sie keine Angst, wir sind die ganze Zeit bei Ihnen“, sagt er um rammt mir den Spritzenadapter in die Armbeuge. Der Tropf wird herangezogen und angeschlossen. „Jetzt geht es los, Herr Winkel, ich drehe jetzt die Spritze auf. Wenn die Wangen zu kribbeln anfangen, schlafen Sie ein…“, höre ich, will gerade noch fragen, an was ich denn nun denken soll – und bin weg. Ausgeliefert wie UPS-Pakete. Oder wie Arbeitslosengeld II empfangene Eltern von 13jährigen Drillingen mit Callya-Knolle und Jamba-Monatsabo, die vergessen haben, 0190er-Nummern sperren zu lassen. Spirituell auf einer Ebene mit meinem Zimmergenossen von eben, getreu seines Mottos „Let it flow!“. Baaaaaaaaaaaaaaaaam, wie das gut tut. Ich wusste, ich kann Ihm vertrauen. An den Traum kann ich mich nicht mehr erinnern, nur an das Aufwachen keine 30 Min. später. Der Kater verschwand so schnell wie Naddel seiner Zeit bei Ralph, das Frühstück hilft mir dabei wie Pattex Leprakranken. Und O.G. MC ist erlöst. Und sehr glücklich.

Auch wenn das hier nicht unbedingt so aussieht. Aber: Was hatte er nur? Guess what…

Kommentare

4 Antworten zu “O.G. – OP”

  1. Male Ohlsen Twins sagt:

    Aaaaaaaalter, da siehst Du echt unfrisch aus. Was war´s denn? Arschlifting?

  2. ss278 sagt:

    Ach Du scheiße, haste Dich sterilisieren lassen?!

  3. Hensen sagt:

    Die Callya-Metapher ist Weltklasse. Gestern erstmal nem Kumpel beim Kaltgetränk-Abend erzählt. Krankenhäuser sucken. Statistisch gesehen ist es da wahrscheinlicher, sich nen Infekt zu holen als in… was weiß ich, im Puff.

  4. tiny tit thumb

    Value information about tiny tit thumb

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