Kendrick Lamar – „good kid, m.A.A.d City“ (Review + Full Album Stream)

kendrick

Es ist für nicht einfach den Weg in diese Album-Besprechung zu finden. Ich persönlich hasse Reviews, die Alben nach einer Woche im Player zum Klassiker hochstilisieren. Viel wurde die letzten zwei Jahre über den Jungen aus Compton geschrieben, viel Last wurde auf seine Schultern gelegt nach seinem Über-Album „Section.80“. Bis zum endgültigen Release seines Major Debuts „good kid, m.A.A.d City“ habe ich jeden noch so kleinen Feature Part aufgesaugt, mag der eigentliche Song auch noch so schlecht gewesen sein, K-Dot hat immer abgeliefert. In einer Generation der Weezys, Rozays und 2 Chainz liefert Kendrick den Gegenpol zur Fastfood-Music, nämlich um 40 Ecken gedachte Wortpsiele und einen Beatgeschmack, der mit 99% kaum treffsicherer sein könnte.

Auf dem Album „good kid, m.A.A.d City“ knüpft er nahtlos an Section.80 an. „Sherane a.k.a. Master Splinter’s Daughter“ dient als Intro, produziert wurde von „Tha Bizness“. Storytelling galore! „Bitch, Don’t Kill My Vibe“ als zweite Anspielstation hat diese typische K-Dot Hook und steht für mich in einer Linie mit seinem Song „Blow my high“. Das Outro kündigt den darauf folgenden „Backseat Freestyle“ an, produziert von Hit-Boy. Der Song fällt in meinen Augen leider etwas ab, was aber auch an Kendricks (ausnahmsweise) gewöhnungsbedürftigen Stimmlage liegen mag, die durch den Touralltag wohl ein wenig gelitten zu haben scheint. „The Art of Peer Pressure“ entschädigt dann mehrfach und ist Musik für die Ewigkeit. Gruppenzwang? Hör‘ mal genau hin. Mit „Money Trees“ folgt mein momentaner Lieblingstrack des Albums. Es ist der „Renegade“-Moment des Albums, sorry Kendrick der hier geht an deinen Homie Jay Rock, was für ein Verse. „Poetic Justice“ featuret einen gut aufgelegten Drake und ein passendes Janet Jackson VocalSample, hervorragend produziert von Scoop DeVille. An vielen stellen des Albums tauchen Vocals von Leuten auf die nicht als Feature gelistet sind so zB. die bezaubernde Jhené Aiko und Pharrell auf „good kid“. Ein weiterer Cut auf der 12. Track starken Standard Edition ist der Track „m.A.A.d city“ mit MC Eiht. Zum Einstieg zerreist Kendrick ein Trap-Insturmental feinster Sorte, ehe der Beat umswitcht auf einen klassischen Westcoast-Banger den man so gerne auf Detox hören würde.

Und so geht es auch weiter, „Compton“ und „The Recipe“ mit Dre, die Anti-Alkoholiker-und-dann-doch-wieder-nicht-Hymne, „Swimming Pools“, der 12-Minuten Seelenstriptease auf „Sing About Me / I’m Dying of Thirst“. Ich will euch aber nicht weiter langweilen, reinhören tut man am besten komplett mit Kopfhörern auf der Couch, um diesem Album Rechnung zu tragen. Der Stream ist nur dafür da, um diese Liebeserklärung hier zu rechtfertigen – kaufen, Mädelz, kaufen! Ach und eins noch – Classic! Oh yeah I saidt it! Enjoy:

Kendrick Lamar – „good kid, m.A.A.d City“ Full Album-Stream:


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Kommentare

4 Antworten zu “Kendrick Lamar – „good kid, m.A.A.d City“ (Review + Full Album Stream)”

  1. Pascal sagt:

    Full ack. Muss es „leider“ auch sagen: Instant classic! Meine absoluten Faves bisher: „Money Trees“ und „m.A.A.d City”!

  2. Tarek sagt:

    Danke, daß Ihr Euch die Mühe mit den einzelnen Youtube-Codes gemacht habt. Ist ja auch immer ein Zeichen, daß es ein Leak geben müsste, oder? ^^

  3. Pascal sagt:

    @Tarek: Ein „Leak“ gibt es bereits seit Mittwoch…
    Das Ding muss aber supportet werden!

  4. Jonas sagt:

    Lange her, dass ich das letzte mal so eine Vorfreude hatte. Die Review reizt mich noch mehr reinzuhören…aber nein! Ich warte bis die Pladde ankommt, leg sie auf und genieß den Scheiß!

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