Jean-Michel Basquiat – Portrait + „The Radiant Child“ (Full Movie Online)

Jean-Michel Basquiat kam am 22.12.1960 als Sohn eines haitianischen Vater und einer puertorikanischen Mutter zur Welt. Mit 18 Jahren beginnt er seine künstlerische Karriere mit seinem Homie Al Diaz, als Graffiti Writer in den Straßen New Yorks. Sein Tag-Name war seinerzeit „SAMO“, was für „Same Old Shit“ stand. Um über die Runden zu kommen verkaufte Basquiat bemalte Postkarten und T-Shirts und fertigt Assemblagen aus Alltagsgegenständen und Schrott.

Kurze Zeit später wird die New Yorker Kunstszene auf den jungen Basquiat aufmerksam, wodurch er die seinerzeit angesagtesten Acts der Szene wie Keith Haring oder Kenny Scharf kennenlernt, die zu der Zeit auf der Suche nach Inspirationen aus der Graffiti-Szene waren. Seine ersten, klassisch malerischen Arbeiten, die seit den 1980er Jahren auf Papier entstehen, bringen ihm weitere Erfolge, er wird zum Star der New Yorker Kunstszene. 1981 veröffentlicht der Kunstkritiker René Ricard den Artikel „The Radiant Child“ in der Zeitschrift „Artforum“, was später ebenfalls der Titel der Jean-Michel Basquiat-Doku (siehe unten) werden soll.

Der endgültigen Durchbruch als Künstler gelingt ihm 1981 durch seine Teilnahme an der Ausstellung „New York / New Wave“ im P.S.1, ein Jahr später ist er mit 21 Jahren der jüngste Künstler, der je zur Teilnahme an der renommierten „documenta“ in Kassel eingeladen wird. Kurze Zeit später werden seine Werke in Europa, Japan und den USA ausgestellt, wodurch Basquiat internationale Anerkennung bekommt, seine Werke werden bei Sammlern, Kritikern und Künstlern immer begehrter. 1984 lernt er Francesco Clemente und Andy Warhol kennen, mit denen er zusammenarbeitet, Warhol wird darüberhinaus zu einem engen Freund. Am 12.08.1988 stirbt Basquait mit nur 27 Jahren an einer Überdosis Heroin.

Das Bild hier oben trägt den Titel „Charles The First“, welches Jay-Z für seinen Song „Most Kingz“ inspiriert hat und welches Jay-Z inzwischen auch besitzt. In seinem Buch Decoded (lesen!) schreibt er über dieses Bild:

„In The corner of the Painting are the words „MOST YOUNG KINGS GET THEIR HEAD CUT OFF“. Like a lot of the art Basquiat created, that line has layers of meaning. The head could mean the literal head on your shoulders or it could be referring to your other head—to castration. I read it as a statement about what happens when you achieve a certain position. You become a target. People want to take your head, your crown, your title. They want to emasculate you, make you compromise or sacrifice in a way that no man, or woman, should. And you resist it until one day your albums aren’t moving and the shows aren’t filling up and it seems like the game might have moved on without you. Then you start to change, you do whatever you need to do to get back into that spotlight. And that’s when you’re walking dead. One way or another, they get you.“


Hier ist die besagte Nummer noch einmal, Jay-Z feat. Chris Martin, „Most Kingz“:

[audio: http://www.liberatormagazine.com/kiotd/Most%20Kingz%20f.%20Chris%20Martin9102010.mp3]

Und hier ein paar Artworks, die ich im Web gefunden habe, weiter unten die Doku „The Radiant Child“:


(Fallen Angel, 1981)


(Red Kings, 1981)


(Cabeza, 1982)


(Dos Cabezas, 1982)


(Bird On Money, 1981)


(Fishing, 1981)


(Scull, 1981)


(Boxer, 1981)


(Profit I, 1982)


(Self-Portrait, 1982)


(Ascent, 1983)

Some more paintings/pictures by Jean Michel Basquiat:

Jean-Michel Basquiat „The Radiant Child“

Ich hab‘ die Doku vorgestern an einem Stück gesehen, absolut packende Geschichte. Ein ziemlich komplexer Charakter und ein wirklich genialer Künstler, der sich über seine eigenen Werke mit Künstlern aus der Vergangenheit, wie z.B. Cy Twobly („Apollo and the Artist“), Willem De Kooning („Woman V“), Jackson Pollock („Stenographic Figure“) oder Jean Dubuffet („Landscape“) unterhielt, indem er die alte Kunst duch seine Betrachtungsweise neu interpretiert. Kunstkritiker und Galerist Tony Shafrazi (Shafrazi Art Gallery in New York) vergleicht Basquiat in dieser Doku mit den ganz großen Künstlern der Geschichte, er setzt ihn auf einen Ebene mit Van Gogh oder Picasso. Und ich weiß auch nicht, was mich zuletzt so beeindruckt hat – totally digged this! Unbedingt gucken, besser als Alles, was das altertümliche Medium TV am Osterwochenende zu bieten hat:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=wuZZ3gY2_9I[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZUPxsLI6sjU[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7TUNZzlwdvY[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=uCbmrvErXxQ[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=tQJ8ryZE5RI[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9MF834mSl7A[/youtube]

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UbL4lElyZBo[/youtube]

Kommentare

6 Antworten zu “Jean-Michel Basquiat – Portrait + „The Radiant Child“ (Full Movie Online)”

  1. San sagt:

    Die Verfilmung habe ich mir vor der Jahrtausendwende in der Videothek ausgeliehen und begeistert angeschaut (sch…., in solchen Momenten wird einem bewusst das man einfach alt/älter wird) , damals war ich noch ein junger Hüpfer, und VHS all over the place! (:

    Ich muss mir morgen in Ruhe mal ansehen, ob es sich hierbei um die Verfilmung, oder etwas anderes handelt. Freue mich allerdings schon darauf, egal ob ich es kenne oder nicht! Thx, 4 dat!

    VG,

    San

    P.S.: Da fällt mir spontan ein das ich damals eine sehr nette Bekanntschaft hatte, die recht beeindruckt war dass ich den Film kannte und gesehen habe! (: J.M.B. made that year my summer! (:

  2. […] Über die Ostertage bin ich auch auf "The Radiant Child" aufmerksam geworden. Die Doku handelt von Jean-Michel Basquiat, einem Graffiti-Künstler aus dem New York der 80iger Jahre. Basquiat wurde recht schnell bekannt in der New Yorker Kunstszene und galt später sogar als Inspirationsquelle für den nicht weniger bekannten Keith Haring sowie Kenny Scharf. Die Doku ist sehr beeindruckend. Zu kaufen gibt es sie natürlich bei Amazon. Jedoch ist sie auch auf YouTube in mehreren Teilen veröffentlicht worden. Mehr dazu auch bei Whudat […]

  3. […] paar interessante Artworks von Kendrick “GREATeclectic” Daye, bei dem ein Jean-Michel Basquiat-Einfluss nocht wegzudiskutieren ist, außerdem erinnern mich seine teils collagierten […]

  4. […] der Havana Biennial am meisten anfangen konnte, nicht zuletzt, weil sie mich vom Stil ein wenig an Jean-Michel Basquiat erinnert haben, auch wenn der Künstler auf Nachfrage bestritt, in Basquiat eine Inspiration […]

  5. […] Vilcollet kann neben Brustwarzen nämlich auch noch Portraits, wie Ihr hier oben am Beispiel von Jean-Michel Basquiat sehen könnt (welches ich mir bei Gelegeheit auf Leinwand drucken werde). Außerdem gibt’s […]

  6. […] mal auf: dieser Clip hier ist ein weiteres Werk des MoCa (MoCa.tv), eine hammergeile Hommage an Jean-Michel Basquiat (einen meiner absoluten Favo-Künstler, dessen früher Tag-Name ja bekannterweise SAMO© war) von […]

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