Illo´s Platten-Review 3


Heute: The Game, „The Documentary“

Artist: The Game
Label: Aftermath, Interscope (Universal)

Selten war der Hype um ein Debütalbum größer als um „The Documentary“. In den Staaten drehen Heads schon seit Monaten durch und seit der Clubpumper „Westside Story“ auch in Germany rotiert, sind auch wir angesteckt. Was ist dran an diesem Typen, der seit drei Jahren rappt und trotzdem mehr Style hat, als viele nach 15 Jahren? An der Biografie kann es eigentlich nicht liegen, denn die „Ich musste Drogen verkaufen und ging fast drauf“-Leier kennen wir schon zur Genüge. Auch Dr. Dre hat schon mehr als einen Rapper nach oben gebracht und trotzdem kann man sich „Mister Gangsterrap“ als Westcoastfan nur schwerlich entziehen. Mit Zeilen wie „Wakeup, the Westcoast is back“ trifft The Game nämlich genau den Nerv. Zu lange durfte man kein wirkliches Talent mehr von der Wesside begrüßen und wenn doch, dann lagen diese wegen Labelproblemen viel zu lange auf Eis (man denke an Crooked I).

Dabei ist es v.a. Doc Muthafuckin Dre, der mit seinen Produktionen des Album bestimmt: „Higher“, die nächste Clubbomb „This is how we do“ oder das trockene „Start from Scratch“ beweisen, dass D R E auch in 2005 noch nicht zum alten Eisen gehört. Auch Just Blaze lässt ausrasten, wenn The Game zur Predigt in die „Church for Thugs“ einlädt und selbst Timbaland put’s game on The Game („Put You On The Game“). Darüber hinaus lässt Kanye West The Games „Dreams“ wahr werden und auch Havoc reichert das Album mit „Don’t need your Love“, bei dem Faith Evans gastiert, um eine gefühlvolle Note an. Dabei erzählt The Game nicht nur vom täglichen Gangbanging, sondern zollt den Rap- und Westcoastgrößen Respekt. Vielen sicherlich zu oft, denn so gut wie kein Track kommt ohne Namedropping von 2Pac, NWA, Biggie oder Dre aus.

Darüber hinaus liest sich die Featureliste wirklich wie ein Who is Who. Neben den o.g. steuert auch Eminem einen (sogar brauchbaren) Beat bei („Ain’t“), Nate Dogg veredelt zwei Songs („Where I’m from“ & „Special“), Mary J. Blige singt für Dres neuen Protegé und selbst Busta Rhymes zeigt, dass auf Aftermath noch mit ihm zu rechnen ist („Like Father, like son“).

Kommentare

6 Antworten zu “Illo´s Platten-Review 3”

  1. Debütalbum? Ich will da ja nicht kleinlich sein. Aber ich hab schon vor ner ganzen Weile in 2004 Untold Story gehört und für nicht schlecht befunden. Haben aber wohl nicht viele mitbekommen? Das war auch ohne den Aftermath-üblichen Hype. Mir ist das ganze jetzt echt ein bisschen zu dick aufgetragen.

  2. MC Winkel sagt:

    … kennst das ja: 90% business, 10% show. Die Dre´sche Geldmaschine arbeitet auf Hochtouren… kluger Macker! Doch von all´ dem mal abgesehen: Ein Bombenalbum, das Ding will einfach nicht aus meinem Deck verschwinden…

  3. MIC-ILL sagt:

    kennste wahrscheinlich schon … aber trotzdem: http://www.gfunk.de

  4. Illo sagt:

    Mit dem kleinen aber feinen Unterschied das „The Untold Story“ erst nach the Documentary releast wurde! Auf Grund des Hypes! Das Album gab es vorher nicht egal wie alt es ist ….

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