Eine Lesereise durch Deutschland


(Dr. Sno*, Rose, Roman Libbertz, MC, Nilz und Bernhard ( unser ‚Tourmanager‘, Photo von Daniel/Sprottenblog)

Ich versuche jetzt, nachdem ich gerade fast 2 Stunden technorati durchforstet habe, eine kleine Zusammenfassung der soeben beendeten Lesereise zu übermitteln. Wir starten direkt in München:

Dienstag, 16.30h. Roman und Rose holen mich am Münchener Flughafen ab. In der Wohnung vom Roman sitzt der Nilz bereits am Rechner und druckt seine Texte aus. Weil mir jüngst das Toastbrot ausging, gab es zum Frühstück heute nur Vollkornmüsli mit Früchten. Magen & Darm rebellieren, ich flatuliere kontinuierlich. Nilz fährt ins Privée und baut das Soundsystem auf, Roman lässt einen seiner Texte von einem Überaschungspromi einlesen, um diesen am Abend via Monitor feilzubieten. Aufgrund technischer Probleme (es fehlt ein Kabel) kommt es später übrigens nicht mehr dazu. Dr.Sno* kommt und wäscht sich seine Haare. Leider kommt es zu weiteren Komplikationen (womit Sno’s Haare nichts zu tun haben!) und wir kommen viel zu spät los. Gegen 21.45 beginnt die Show.

Meinungen aus München:

Cohu
Cowboy-Jim
narzissundgoldhund
Isarstadt.de
Andreas T.

Die Lesung läuft zwar okay, meiner Meinung nach aber wesentlich ruhiger und auch etwas unrunder als die Vorige. Insgesamt sind wir aber zufrieden; 70 Gäste soll man am Dienstag nach Ostern erst einmal in einen Club bekommen – ein gelungener Start! Die Aftershow-Party ging offiziell bis 3.00h, inoffiziell hörte sie niemals auf. Mit sehr großem Schlafdefizit geht es weiter – nächste Station: Köln!

Roman vergisst seinen Koffer und hat somit neben keiner Kleidung auch keine Hygiene-Artikel und kein Ladegerät für sein Handy, was ihn jedoch enorm kalt lässt. Muss man halt improvisieren. Es beginnt eine siebenstündige Fahrt, auf welcher uns das Navi im Tourbus durch Wiesbaden [sic] lotst. Ich inhaliere auf der Fahrt passiv 4 Schachteln Zigaretten und bin beeindruckt von der kreativen Energie des Roman Libbertz‘. Schönster Moment der Fahrt: Je eine SMS an Nilz (im Wagen hinten rechts, „Schau links!“) und mich (im Wagen hinten links, „Schau rechts!“), welche uns der Roman zeitgleich schickte. Außerdem zahlreiche Anrufe von Romans Mutter.
Auf meinem Handy!

Chaos in Köln. Soundsystem aufgebaut, Hotelzimmer gebucht. Roman kaufte sich eine neue Garnitur für den Abend und das fehlende Kabel für den Überaschungsvortrag via TV. Leider fehlte jetzt nur noch der Fernseher, somit klappte es auch heute nicht. Wir starten erneut zu spät, weil man sich allgemein unschlüssig ob der vorzutragenden Texte war wir alle unsere Uhren noch nicht der Sommerzeit angepasst hatten. Der Laden ist voll, die Athmosphäre super. Ein sehr gelungener Abend mit nur einer insuffizienten Performance: Meiner! Ich musste mich halt erst an das harte Tourleben gewöhnen.

Meinungen aus Köln:

Wirbelwebber
Bonnbeuel
Besucherin
Dave-Kay
Suit-up
Simon Columbus
Christina
Steuertusse
Schottin
JaLogisch
MadameSauvage
e!genart
Lu
Franziskript
Syrel
Der Kaiser

Köln: Das nächste Mal glänze ich! Versprochen. Auch wenn ich dringend Schlaf brauchte, feierte ich nach der Lesung noch bis knapp 3.00h, um gegen 5.30h vom Roman im Hotelzimmer garstig geweckt zu werden. Eigentlich war es Bernhard, der Veranstaltungsvollste an diesem Abend, welcher mich frevelhaft weckte, indem er mich einfach besprang – zum Glück trug er noch Kleidung! Am nächsten Morgen ging es um 11h in der herrlichsten (Vor-)Mittagssonne zum Frühstück um 13h Richting Hamburg.

Ich fuhr den Zweitwagen über die A1 und erreichte mit Dr.Sno* Hamburg gerade noch rechtzeitig. Im Gegensatz zum Rest der Crew, welche vom Navi über die A3 in sämtliche Staus Deutschlands geführt wurden und erst um 21.30h, also zwei einhalb Stunden nach Einlass der Gäste, das Fools Garden erreichten. Es sollte aber noch schlimmer kommen: der Verstärker des Soundsystems scheint kaputt und für die kleine Heim-Anlage fehlt das passende Mikro. wir müssen improvisieren und lauter sprechen. Überflüssig zu erwähnen, dass mein Gepäck im Stau-Wagen deponiert war und die mir so wichtige PreLesungs-Dusche somit ausfiel.

Meinungen aus Hamburg:

Barmblog (Bericht über den Faux-pas)
Sprottenblog
Schnute
Matz-O-Man

Trotzdem fand ich uns gut an diesem Abend, auch wenn einige der knapp 70 Gäste noch vor Beginn, respektive nach der ersten Runde den Saal verliessen. Die Aftershow-Party bleib für mich weitestgehend aus, um 2.30h beziehe ich mein Hotelzimmer. Am nächsten Morgen checken wir gegen 11.30h aus; wir müssen uns schließlich beeilen – die re:publica-Lesung beginnt bereits um 17:00. Auf nach Berlin!

Erneut knapp in der Zeit entscheiden wir uns für das am besten gelegene park inn-Hotel am Alexanderplatz, wo man mir wieder nur 10 Minuten für die Refreshness gibt. Ich schiebe die 10 Minuten Überziehung später auf Bernhards Kackreiz. Auf der re:publica treffen wir 36 39 bekannte Gesichter, smalltalken und starten zum ersten Mal pünktlich.

Meinungen aus Berlin (re:publica):

LangsamLaufenLernen
Sabbeljan
6grad
Anne

Am nächsten Tag noch einmal Berlin. Schön, endlich einmal durchatmen. Dann essen gehen. Ich lerne erst, dass Steak Tar Tar immer kühl serviert wird, als es an den Tisch gebracht wird. War trotzdem lecker; genau wie der Shiraz dazu. Später im feudalen „Grill Royal“ sitzen wir auf Augenhöhe mit Alexandra Kamp, Stuckrad-Barre und dieser jungen Ex-DSDS-Vanessa. Es schneit am Nebentisch und ich frage mich, wann ich es mir auch endlich erlauben kann, neben dem Personal auf dem Mobiliar herumkraxeln zu dürfen, ohne angemeckert zu werden. Vermutlich Pfingsten.

Gegen 11h gehe ich frühstücken, anschließend bin ich nach Tagen das erste Mal wieder online. Die Stunde für 16€ – geschenkt! Anschließend in der Friedrichstraße shoppen, später ein Treffen im Eiscafé mit Nilz und seinem Ex-Fritten&Bier-Partner und Langzeit-Homie Waldi plus Freundin (beide maximalsympathisch!), ein kurzer Aufenthalt in der Wohnung der beiden, Roman schreibt den Lesereise-Text für den Abend und ich fahre ins Hotel, um dort endlich mal ausgiebig zu duschen. Um halb acht geht es mit dem Taxi zur heutigen Location – dem Restaurant „Die Schule“. Auf der „Ersten Lese“ tragen neben uns auch Blogger wie Bandini, 500Beine, Stefan Niggemeier und Daniel Erk Texte/Präsentationen vor, moderiert wird der Abend von Sascha Lobo.

Meinungen zu Berlin („Die Schule“):

ErsteLese
Medienelite
Augensausen
500beine
Malcolm

Sag‘ mal, MC, bist Du nicht froh, dass es jetzt vorbei ist?„, hat mich der Burnster nach dem letzten Auftritt bei der „Ersten Lese“ gefragt. Auf der einen Seite ist es ja schon so, dass fünf Tage am Stück vor Publikum zu lesen ganz schön an die Kapazität gehen; zumal es ja auch das ein oder andere Stammgetränk und insgesamt viel zu wenig Schlaf gab. Auf der anderen Seite ist da die letzte Woche aber auch etwas passiert, was mir und allen anderen Teilnehmenden so viel gegeben hat und was uns nun keiner mehr nehmen kann. Ich habe so viel gesehen, erlebt und gelernt, dass ich es hier trotz meiner Eloquenz schwer in Worte fassen kann. Am Ende bleiben Erinnerungen – und schöne Erinnerungen sind die Schultern für die Zukunft. Danke an alle, die teilgenommen haben – sowohl als Zuhörer als auch und im Besonderen an die übrigen Fünf. Es war mir ganz ehrlich eine Ehre!

[Film(e) folgen noch diese Woche morgen! Und weitere links gerne in die Kommentare.]
[Edit: Meinungen aus der eigenen Reihe von Nilz und Dr.Sno*]

Kommentare

35 Antworten zu “Eine Lesereise durch Deutschland”

  1. Majoran sagt:

    Hättest mal bescheid sagen sollen das eure reise durch Wiesbaden führt. Ich hätte mich an den Straßenrand gestellt und mit ner Roten Handtasche gewedelt euch zugejubelt. ;)

  2. cinaj sagt:

    Na das klingt doch alles cool, schade nur, dass nicht in unserer Weltstadt Kiel Halt gemacht wurde… naja, dauert sicher nicht mehr lange, ist bestimmt bald soweit. Vielleicht Pfingsten.

  3. hans sagt:

    na dann ist der stress ja jetzt halbwegs überstanden… auf zu neuen taten… ;-)

  4. der kaiser sagt:

    Ich hoffe in dem kommenden Video bekommen wir auch zu sehen wie ihr als Blog’n Roller den Tourkoller durch Zerlegung der Hotelzimmer entgegen tretet… :D

  5. Danke MC. Schöne Sache.

  6. Na da waren die Kölner eindeutig am fleißigsten, was das Berichte schreiben betrifft.
    Auf jeden Fall war es super und Du brauchst jetzt sicher Urlaub vom Urlaub.

  7. xenon sagt:

    schade, ich wäre je gerne dabei gewesen. das nächste mal vielleicht, wenn du nochmal ins schöne hessenland kommst. mfg Xe54

  8. schnute sagt:

    danke dür den netten abend in HH. Leider musste ich mittendrin gehen…letzte U-Bahn, no money for „luxuriöse Taxisession“ :) .. äußerst nette Runde. vielen dank

  9. Gürtel sagt:

    „Am Ende bleiben Erinnerungen – und schöne Erinnerungen sind die Schultern für die Zukunft.“

    Welch schöner Satz – ich muss mich erstmal wieder sammeln…das kam zu überraschend ;)

    wie mailen
    bis gleich

  10. creezy sagt:

    Yo, und danke, dass ihr auf der ersten Lesung in Berlin für den härteren Kern noch mal aufgelegt habt!

  11. MrRogers sagt:

    war sehr lustig. schade das ich keine fotos machen konnte. hoffe du kommst noch mal alleine

  12. Malcolm sagt:

    Schön gesagt, der letzte Satz..

  13. mac sagt:

    Hab die re:publica Lesung gesehen und festgestellt, dass es mit gute Texte schreiben nicht getan ist. Vielmehr ist die Textauswahl und natürlich das Live-Performen extrem wichtig. In eurer Gruppe haben 60% das gut bis sehr gut hingekriegt!
    Cheers.

  14. the scores
    münchen 2, köln 1, hamburg 2-, berlin 3 plus, berlin 3minus
    so wertet roman

  15. mawa sagt:

    Um die München-Berichte-Liste ein bisserl zu verlängern:

    Schaut mal auf isarstadt.de vorbei!

  16. Bateman sagt:

    Auf jeden Fall ist/war Hamburg immer eine Reise wert. Und nicht so heiß wie beim letzten Mal.

  17. christina sagt:

    klingt nach „sehr gelungen“. :-)

    war schön euch kennen zu lernen!

    grüße aus köln

  18. MC Winkel selbstkritisch? Das ist mal eine seltene Erscheinung ;)

    Ich nehm dich beim Wort: Es wird 1) ein nächstes Mal in Köln geben und 2) auch noch besser… fein fein!

  19. Cristian sagt:

    Es klingt nach Spaß!
    …weiter so!
    Ciao

  20. jd sagt:

    ich erinnere mich da noch an eine aussage im zusammenhang mit der bierbörse …

  21. waschsalon sagt:

    schade, dass nur so wenig zeit zum plaudern blieb. das nächste mal bitte mehr!
    trotzdem: schön, dich mal getroffen zu haben.

  22. steuertusse sagt:

    ich freue mich auch schon aufs nächste mal^^

  23. Jata sagt:

    Hoffentlich hast Du jetzt nicht noch Stresspusteln zum Karbunkel bekommen…

  24. matz-o-man sagt:

    keine ahnung ob mein trackback funktioniert… deswegen hier mal der direkte Link:
    Bericht & Fotos!!

    Hier nochmal: Danke fürs Vorlesen! :)

  25. Dave-Kay sagt:

    Lesereise war gestern…irgendwie klingelt da „neuer Track“ in meinem Ohr..

  26. henning sagt:

    Bitte nicht zwei Jahre warten, bis Sie mal wieder nach Köln kommen, Herr Winkelsen, sonst muss ich noch anfangen, Ihnen hinterherzufahren und so ein Idol sind Sie nun auch wieder noch nicht…

    Bedankt für den unterhaltsamen Abend!

  27. […] Was mich an dieser Lesereise so berührt hat, ist die Tatsache das danach, als alle wieder zu Hause waren und vor dem Rechner sassen, sie bemerkten was sie besonderes erlebt haben. Auf solch einer Tour selbst, denkt man da nicht drüber nach. Vor der Lesung ist nach der Lesung. Lesen, feiern, Hotel, Auto. Lesen feiern, Hotel, Auto. Lesen, feiern, Hotel, Auto. Der klassische Tagesablauf. Aber wenn man dann wieder alleine vor dem Computer sitzt, die Stille des Heims im Nacken, die Ruhe zu Hause zu sein. Wenn man nicht mehr irgendwo sein muss, wo die Leute schon auf einen warten. Wenn man nicht mehr dafür Sorge tragen muss, das Zuhörer auch was zum zuhören kriegen, dann reflektiert man. Beginnt nachzudenken. Guckt aus dem Fenster und sieht zigtausende von absurden oder lustigen oder einfachen oder ärgerlichen oder dramatischen oder langweiligen oder entzückenden oder spannenden oder brutalen oder bescheuerten oder wasweissich Situationen vor dem geistigen Auge ablaufen. Und dann senkt man die Finger auf die Tastatur (Hey! Wir sind schliesslich immernoch Blogger! Ausser Rose..;)) und schreibt etwas mit Seele. Mit Herz. Kurz: Was einen berührt hat. Und das liest sich dann so oder so oder so oder so. […]

  28. KleinesF sagt:

    Ich war übrigens der 1.000.000ste Besucher Ihrer Lesung hier.

  29. besucherin sagt:

    Ich bin froh, dass ich den Termin verschoben habe und Prioritäten des Lebens gewählt habe, für die Flucht in die Sachwerte ist ja immernoch Zeit.
    Ich habe tolle Menschen gesehen und erlebt und freue mich sehr dabei gewesen zu sein.

    Die ichdankeDirsehrfürDeinLesen Besucherin

  30. Andreas sagt:

    Und noch ein Bericht zur Lesung in München: http://www.andreas-thoma.de/

  31. Andreas sagt:

    Das ging aber schnell. Danke für den Link! Jetzt vielleicht noch bei München einsortieren :-)

  32. Martin sagt:

    Hi, wollte Dir einfach mal nur ein Lob aussprechen dass Du einen sehr interessanten Blog hast und „wertvolle“ Artikel schreibst! Wirklich super! Viele Grüße aus Köln!

  33. Steuertusse sagt:

    also….

    ich will zwar nix sagen- aber dieser martin (der über mir) meint wohl hier für was kostenpflichtiges werbung machen zu müssen….

    da frag ich mich doch: muss sowas sein????

  34. pompini sagt:

    sono eccitato circa questo luogo, buon lavoro!:)

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