Der Doggfather von Köln

Und dann ist es soweit. Nach 1 1/2h des Wartens in der eisig nassen Kälte des Kölner Februars und 4 Flaschen früh-Kölsch lotste man uns um 20.45h (geplanter Beginn=20.00h) durch die Eingangstür des Palladiums. Ein weediger Geruch füllt die Räumlichkeit. Beim Publikum ist alles vertreten, vom bildungslosen Gangstagürken bis zum renomierten Akademiker; Snoop unites. Nach dem Pitstop an der Bar und einer LokalRunde suchen wir uns einen guten Platz. Man möchte schließlich eine gute Aussicht haben, wenn die personifizierte Entspanntheit eine Audienz gibt.


Um 21.15h dann die erste, sehr positive Überaschung des Abends: „The Game“ aus Compton (Neuentdeckung von dem allmächtigen Dr. Dre) heizt ein. Selten habe ich jemanden gesehen, der es so versteht, das Dach unter Feuer zu setzen wie dieser junge Mann mit den zahlreichen, sehr avantguardistischen Tättowierungen (u.a. Knastträne und ein „NWA“ über der rechten Brust). In dem Herren steckt eine Menge Potential. Das HipHop-Business ist oft stagnierend, sehr selten kommen wirklich gute, neue Acts wie z.B. zuletzt Fitty auf die Mappe. Aber wenn es dann soweit ist, gibt´s kein Halten mehr. The Game entwickelt auf der Bühne mehr Energie als Politessen während des Wochenmarktes. Er hat Skillz wie einst Rakim und – was auch niemals vernachlässigt werden darf – seine Hose hängt tiefer als Theresa´s Brüste; heute! Merkt Euch diesen Namen.


(Meine Aussicht! Thanxx to Illo für dieses Bild!)
Nach „The Game“ wird die Bühne auf Snoop´s Bedürfnisse angepasst: das riesige Poster wird ausgetauscht und es werden knapp 20 Plastik-Marihuana-Pflanzentöpfe aufgestellt. Das war´s. Vermutlich hat Snoop auch noch einen größeren Aschenbecher bekommen. Kein großer Aufwand. Und dann kommt der Mann, dessen Luft in 10 Metern Umkreis niemals rauchfrei ist: Snoop Dogg, in rotem Plüschsakko, natürlich mit Spliff. Nicht nur Two Turntables And A Microphone, Snoop wird temporär von den „Snoopadellics“, seiner eigenen Liveband, begleitet. Insgesamt gingen diese Brüder aber irgendwie unter. Und er hat sie alle gespielt, mit „Murder was the case“ eröffnet er den Abend, in gut gewählten Abständen dann immer wieder die Klassiker von Doggystyle, außerdem natürlich „Deep Cover (1-8-7)“, „Nuttin´ but a g-thang“ und „2 of America´s most wanted“. Und ausgerechnet bei „Gin & Juice“ muss ich pinkeln. Ein Faux-pas, schlimmer als das Fahren auf der rechten Spur. Am Ende dann noch der Remix von „Drop it like it´s hot“ (u.a. mit Jay-Z), Snoop selektiert, während der Song im Hintergrund läuft, noch schnell die in Frage kommenden Groupies – und geht. Ohne Zugabe. Musste aber auch nicht, er hat in den 80 Minuten alles gespielt, was das Fanherz begehrt. Pharrell War übrigens entgegen aller Ankündigungen nicht mit dabei. Der Abend entsprach all´ meinen Erwartungen – nicht mehr; aber auch nicht weniger. Und der von mir mit „Heyyy, Du siehst aus wie Snoop´s Uncle June Bugg!“ begrüßte Afrodeutsche antwortet mit: „Willst Du Kokain?“. Nein, Dicker. Denn ich bin gerade naturally high!

Kommentare

13 Antworten zu “Der Doggfather von Köln”

  1. Gerriam sagt:

    War fett, nicht wahr MC? ;-)

  2. Illo sagt:

    Alter wir hätten noch zu Aftershow Party gehen sollen! Hat zwar 15 € gekostet aber the Game stand noch auf der Bühne und der DJ von Snoop hat Pladden aufgelegt! Snoop hat sich sogar zur später Stunde dort für ne lange Zeit auf der Tanzfläsche blicken lassen! :-)

  3. krayzie sagt:

    Kann einer vielleicht ein paar Links mit bilder oder Videos posten?

    Oder seine eigenen Bilder bzw. Videos zum download bereitstellen.

    Greetz

  4. MC Winkel sagt:

    @ Illo: Verflucht! Vor allem ist das „Teatro“ gar nicht so eine Großraumdisco wie ich dachte, das ist ´n richtig loungeiger Club…
    @ Krayzie: Habe selbst keine Bilder gemacht… Musst Du Illo fragen! :)

  5. krayzie sagt:

    Hallo nochmal.

    Ich würde ihn ja gern fragen aber ich hab keine e-Mailadresse gefunden. Auch nicht auf seiner Page, wo ich mich angemeldet habe.

    Kannst du mir weiterhelfen?

    Gruß Krayzie (BIG SNOOP FAN)

  6. […] Das schönste Konzert? Ich hab Snoop Dogg und The Game in Köln gesehen; dennoch klarer Sieg an DeLasSoul! […]

  7. lol sagt:

    yo da biggest storchenfather of snnooooooooooooop hat mortelig zugerschlagen with his song featuring mu5ul got he a big chance for the next superstar contest in his own words oha yeah rpraaaabiiiiiiiiiiiiiiiiazsch

  8. adault amateur video

    MC Winkels weBlog &raq…

  9. Vergo Grumme sagt:

    download online music

    MC Winkels weBlog &raq…

  10. knath187 sagt:

    JO
    Ich war auch da und was ich echt zum kotzen fand das diese Flipsyde typen am anfang da waren. Da steht man drei Stunden inner Schlange weil man dem Doggfather bei der Arbeit zugucken will und dann muss man sich vorher noch sowas verpacken. The Game war ja in Ordnung, aber war echt anstrengend bis Snoop auf der Bühne stand.
    Fettes Erlebnis. And only classic shit. g´yeah

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.