Benny The Butcher – „Summertime Butch 2“ // Mixtape Review

Benny the Butcher ist mittlerweile eine feste Größe im Hip-Hop-Game. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in der Branche hat er sich nicht nur als Solokünstler, sondern auch als Mitglied von Griselda Records einen Namen gemacht. Nach dem ersten „Summertime Butch„-Mixtape vor 11 Monaten kehrt er mit einer verbesserten Fortsetzung zurück. „Summertime Butch 2“ zeigt, wie der Buffalo/New York Emcee seine künstlerische Reife weiter ausbaut und gleichzeitig die Erwartungen seiner Fans erfüllt.
Hochkarätige Kollaborationen und starke Produktionen
Das Mixtape beginnt mit „Jasmine“, einer introspektiven Nummer, die Benny mit Westside Gunn zusammenbringt. Produziert von Daringer, liefert der Track eine unaufgeregte, doch tiefgründige Analyse des Zustands des Rap-Genres, das seit dem Tod von 2Pac scheinbar stagnierte. Die Produktion verzichtet auf Schlagzeug und schafft so eine minimalistische Atmosphäre, die die lyrische Tiefe unterstützt.
In „Hood on Fire“ arbeitet Benny The Butcher mit Bruiser Wolf zusammen, um die Straßen von Buffalo in Flammen zu setzen, während sie mit ihrem Erfolg umgehen. Der Track zeigt, wie das Leben in der Hood heiß wird, wenn man zu bekannt wird. Besonders hervorzuheben ist auch „Told You So“, in dem Benny über einen Beat von Mike WiLL Made-It allen Zweiflern beweist, dass er es bis ganz nach oben geschafft hat. Die Mischung aus aggressiven Rhythmen und Benny’s unverkennbarer Stimme zieht den Hörer sofort in den Bann.
Benny The Butcher x Summertime Butch 2 – Verschiedene Stile und emotionale Tiefe
Das Mixtape wechselt gekonnt zwischen verschiedenen Stilen. „Summer ’25“ bringt mit orchestralen Klängen eine sommerliche Vibe, der perfekt zur Stimmung des Albums passt. Es zeigt Benny als einen Künstler, der sowohl seine Vergangenheit als auch die Gegenwart im Blick hat.
„Why Would I?“, ein Track mit G Herbo, ist der perfekte Crossover von Trap und Rap, bei dem die beiden Künstler über das Thema Vergebung und die Schwierigkeiten sprechen, mit denen sie durch den Erfolg konfrontiert sind. Im Gegensatz dazu bringt „77 Club“ die Doppeldeutigkeit von Benny’s Erfolg auf den Punkt und lässt keinerlei Zweifel daran, dass er der Rap-Game weiterhin dominieren wird.
Starke Gastbeiträge und thematische Tiefe
Die Gastauftritte auf „Summertime Butch 2“ sind sowohl inhaltlich als auch musikalisch auf höchstem Niveau. „Gold Plated Leica“ mit O.T. the Real bringt eine Stärkung der Szene von Pittsburgh bis Austin, während „In the Wall“ mit Bun B die Trap-Vibes zurückbringt, die Benny so gut beherrscht. Der Track hebt sich durch Cory Mo’s Produktion hervor und behandelt Themen wie Drogen und Geld, die untrennbar mit der Realität vieler Straßenrapper verbunden sind.
Die letzten Minuten des Albums bieten mit „Pandoras“ und „Lo Lo’s“ eine starke thematische Botschaft: B$F hat die Rap-Welt über das Jahrzehnt hinweg dominiert, und Benny fordert die Zuhörer auf, dem eigenen Weg zu vertrauen und sich nicht von anderen ablenken zu lassen.
Fazit: Eine gelungene Weiterentwicklung
Im Vergleich zum Vorgänger Mixtape ist „Summertime Butch 2“ ein deutlicher Schritt nach vorn. Benny the Butcher schafft es, das Mixtape sowohl mit einer Vielzahl an beeindruckenden Produktionen als auch mit starken Gastbeiträgen auszufüllen. Es ist konsistenter, fokussierter und bringt die nötige Spannung zurück, die beim ersten Teil etwas vermisst wurde. Fans von Benny und Griselda können sich auf ein weiteres Meisterwerk freuen.


