Akhtar – Eine ungelungene Abendunterhaltung
Stimmt, ich muss Euch ja unbedingt noch von Akhtar erzählen, der Dame dessen Vorname in großer Diskrepanz zu ihrer Erscheinung stand. Sie war quasi meine allererste Internet-Bekanntschaft, 1999 sah ich sie auf einem Partybild einer Webseite, dessen Betreiber ich kannte. Er kannte nicht nur Akhtar, sondern auch ihre Email-Adresse, ich schrieb sie an und eine Woche später hatte ich mein Date.
Ich weiß, heute läuft das ja anders. Da verabredet man sich über facebook zum Feiern und hat bereits in der ersten Nacht die Bämsereye, ob man sich nun sympathisch ist oder nicht. Liebe Kinder, früher war nicht alles schlechter! Ich habe meine Errungenschaften immer noch zum Essen eingeladen und sogar Blumen mitgebracht! Das mit den Blumen ist natürlich Quatsch. Aber Mixtapes und so Zeug, das hab‘ ich wirklich gemacht. Wie auch immer, mit Akhtar verabredete ich mich in einer Sushi-Bar, Sushi war vor 10 Jahren gerade der neue Shit. Ich wollte so ein bißchen auf kultivierten Cosmopoliten machen, was als Kieler natürlich generell unmöglicher ist als Burgenbauerei im Treibsand, aber das wusste sie ja nicht. Außerdem hiess sie Akhtar, ich möchte doch sehr bitten.
Die gefüllten Seetang-Happen hätte ich mir sparen können, das Wasabi hielt Akhtar für Erdnussbutter und mit den Stäbchen konnte sie weniger umgehen als einbeinige Stelzenläufer, aber darum ging es ja auch nicht. Ich wollte sie ja nur kennenlernen und bei Gefallen – und da bitte ich meine direkt Art zu entschuldigen – bumsen. Aber. Wenn es es eine Sache gibt, die mich bei Frauen neben hornbehäuteten Füßen libidös herunterbringt wie gut erzogenen Kinder den Müll, dann ist es eine massive Kommunikationsdifferenz. Auch: Schweigen. Es gibt sie nämlich wirklich, die Frauen, denen mal Alles aus der Nase ziehen muss, als wäre man ein HNO-Arzt bei der Schleimhautentnahme. Und so lief es dann, ich erzählte und erzählte und von Akhtar war neben einem ja, einem nein und einigen mal sehens weniger herauszubekommen als mit einer Gabel im fast leeren Nutellaglas. „Akhtar, erzähl‘ doch mal: welche Schauspieler findest Du so toll?“, eine selten dämliche Frage, aber erfahrungsgemäß ein Kommunikationsgarant. Schulterzucken. „Ähm, was ist zum Beispiel mit Keanu Reeves? Wirst Du denn diesen Matrix-Film gucken, der gerade angelaufen ist?“. „Hm, mal sehen.“. Super. Dieser Abend hatte definitiv seine Längen wie afroamerikanische Darsteller aus dem Triple-X-Genre.
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[Fortsetzung folgt!]



spätestens da hätte man wissen können dass das mit dem bumsen keine so gute idee ist. wenn die beim essen schon nix bringt und der wasabi sie nicht etwas aufweckt, wie soll das sein sobald die dame in der horizontalen liegt?
Nun, lass mich raten: Du hast sie „ad akhktar“ gelegt?
*chuckle*
Lange gegrübelt, ob ichs sagen soll. Aber heute gab es die Vergleiche wohl im Dutzend billiger, was? Die Dinger sind ein Silmittel, kein Stillmittel und haben in Maßen viel mehr Punch. Habe neuerdings den Eindruck, dass du feste Zeiten zum Schreiben deiner Texte hast. Da wirkt so manches etwas gepresst.
Vielleicht irre ich mich auch und schreib den Krempel hier aus meiner Herbstdepression raus. Sorry for that.
@berlinbewohner: Word! ich lieg aufem Boden.
Uiii, das hört sich alles sehr anstrengend an. Da nützen auch keine stimmungsvolle Tapes und dergleichen. Das ist so ne Situation, wo man sich fragt, warum tut man sich das eigentlich an …
Aber eben, man ist auch nur Mensch.
Super, ich steh auf Fortsetzungsgeschichten! Da fängt die neue Woche auf jeden Fall gut an…
Vielen Dank Herr Winkel!
Yeah Winkel, der Nutellaglas-Vergleich heute – sehr gut! Aber den Burner hat @berlinbewohner abgeliefert!!!
Da haben Sie aber heute wieder wundervoll in der Vergleichskiste gekramt. Herrlich.
und ich wette, am Ende haben sie, wie auch immer, dennoch frisch gemacht, auch wenn ich mich wundere warum gerdae der Blow-Job Maradonna diesen Text ziert :-)
@berlinbewohner: Groooßartig. Muahaha.
das problem kenn ich! das problem kenn ich!
es gibt da so ein interview mit mir (ausgestrahlt vor hundert jahren auf rtl-mittach): da sage ich auch nur „ja“ und „hmh“, mein lieblingssatz allerdings in dem interview war zigmal:“musssmanmalsehen“…mir bekannte menschen die, die gekürzte fassung im fernsehen sahen riefen mich sofort an, um sich nach meinem gesundheitszustand zu erkundigen…so sprachlos erlebte man mich bis dato nie!
die auflösung war in meiner geschichte ausnahmsweise recht einfach: ich war hackeknüllevollbetrunken und konnte grad noch geradeausgucken! immerhin war ich mir noch dessen bewußt, dass ich contentance wahren musste:“jahmhmussmanmalsehen“.ich gab mir dafür eine 1!
@berlinbewohner: YMMD – Big THX!
göttlich!!!!
einer meiner favourites!!!!! seit jetzt eben gleich ;)
hahahahhahahahahhahh, eigentlich sollte ich jetzt sauer sein. bin ich aber nicht. keep rockin‘ on, emser!
Aber, aber werter Herr Winkel, Sie wollen mir doch nicht erzählen dass Sie, wie hiess sie noch gleich, haben zu Wort kommen lassen?
Herzlichst und naja, weiss nicht, mal sehen, nö
Ihre DiVa
Joi, Herr Winkelsen, seit wann REDEN Männer gerne? Ungewöhnlich. Wiewohl soviel unintelligente Schweigsamkeit schon beim Vorspiel genug Beleg dafür ist, dass „Dumm f***t gut!“ definitiv falsch ist. :D
@charlotte sometimes: Och, ich finde das mit dem Essen und der Bämsereye ist eine bilaterale Sache! :)
@berlinbewohner: Hihi… nennt man das so? :))
@Electrolotion: Du irrst! :) Also das mit den festen Zeiten: nur Sonntags. Und gepresst wird da nichts. Sobald mir eine nette Metapher einfällt, notiere ich sie – der letzte Satz z.B. steht seit Mittwoch auf einem Zettel. :) Vieles kommt spontan, da gibt es kein Rezept. Ist mir aber aber natürlich auch aufgefallen – heute sind da sehr viele Vergleiche bin. Sind aber trotzdem alle super! :)
@mee: Und damals war ich für’s Aufstehen und einfach weggehen noch nicht cool genug. Aber ich hatte ja eh noch ‚was vor! :)
@feronia: Aber gerne doch! :)
@singhiozzo: Wie, „ad akhtar“ soll besser sein als das Ding mit den Längen? Ich höre auf zu schreiben! :)
@Danimateur: Ach, das ist nur so ein Symbolbild. I <3 Diego!
@Gürtel: Ach so, nochmal wg. der Anfrage, ob ich heute zum Joggen mitkomme: Nein! :)
@setann: Hihi… also ich hätte mir ja gewünscht, dass Akhtar stinkbesoffen gewesen wäre. Ich weiss, dass sie dann redseliger ist. :)
@kkanzler: YMCA?
@David_p: Welcher genau? :)
@denzel: Warum sauer?! I got nuttin‘ but love! :)
@Die DiVa: Also, … ich hätte ja. Aber keine Chance!
@Lichtmalerin: Also ich rede SEHR gerne. Und noch lieber höre ich mich reden. Schlimm, oder? Und diese DFG-Theorie… also, naja. :)
Wär ich jetzt NIE drauf gekommen, dass Sie gern reden, EmmCee. Naja? Naja. :)
Menno, Winkelsen, die eine Frage hätte es dann wohl auch getan:
„Bumsen?“ – Immerhin eine Entscheidungsfrage.
Immer noch besser als Frauen, die einem eine Frikadelle an die Stirn labern und dann keinen Ketchup dabei haben.
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach heißt es „libidinös“. Wahrscheinlich haben Sie sich nie mit Freud beschäftigt? Tut mir leid, diese Besserwisserei, aber was sein muß, muß sein.
@der.grob:… könnte ich diese methaper bitter übersetzt bekommen? für was klebt die frikadelle?
Seit wann, werter Herr Winkelsen,
rauchen Sie denn Zigarre?
Herzlich
Ihr Erdge Schoss
Ich sag immer, das sind Sozialschmarotzer. Also so Leute, die von anderen erwarten unterhalten zu werden…
Ich würde mal sagen: Die stand nicht auf dich.
Jetzt weiß ich’s: Sie haben sie totgeschwallt. Das ist aber nicht nett. ;)
@berlinbewohner: Wunderbar.
@MC Winkel: Somit hat Frauen, die Dir nicht gleich verbal zu Füssen liegen wirklich keinerlei Chancen?
„Wenn es es eine Sache gibt, die mich bei Frauen neben hornbehäuteten Füßen libidös herunterbringt wie gut erzogenen Kinder den Müll….“
super, wenn ich jetzt meine jungs müll raus schicken gehe, muss ich an schweißfüße bzw. sie denken! hammse ja toll hinbekommen!
*gröhl*:-D
@MC Winkel: also eigentlich der komplette text…. im speziellen jedoch diese zeilen „Ich wollte sie ja nur kennenlernen und bei Gefallen – und da bitte ich meine direkt Art zu entschuldigen – bumsen. Aber. Wenn es es eine Sache gibt, die mich bei Frauen neben hornbehäuteten Füßen libidös herunterbringt wie gut erzogenen Kinder den Müll, dann ist es eine massive Kommunikationsdifferenz. Auch: Schweigen. “
empfehle sie gern weiter :)
hauter erstmal nei… hauter? :D