140 Songs, die in diesem Jahr 40 Jahre alt werden – Warum 1986 bis heute nachhallt

140 Songs 40 Jahre

Vierzig Jahre später wirkt das Musikjahr 1986 erstaunlich geschlossen, stilprägend und emotional aufgeladen zugleich. Denn Pop, Soul, RnB und HipHop standen nicht getrennt nebeneinander, sondern begannen sichtbar ineinanderzugreifen. Das Video, um das es hier geht, teasert 140 Songs nur wenige Sekunden an. Genau diese Kürze offenbart, wie dicht dieses Jahr war, weil fast jeder Einstieg sofort Bilder, Orte und Gefühle aktiviert. Für WHUDAT ist dieser Rückblick besonders spannend, da viele dieser Tracks das Fundament jener Black-Music-geprägten Popkultur bilden, die bis heute Sampling, Ästhetik und Attitüde moderner Produktionen beeinflusst. 1986 war kein bloßes Chartjahr, sondern ein Moment, in dem musikalische Identitäten international lesbar wurden. Hier kommen 140 Songs, die in diesem Jahr 40 Jahre alt werden.

MTV, Mainstream und der Siegeszug von Black Music

Mitte der Achtziger wurde Musik visuell neu verhandelt. Und MTV fungierte als globaler Verstärker, wodurch Künstler wie Janet Jackson, Prince oder Whitney Houston nicht nur hörbar, sondern stilprägend sichtbar wurden. Songs wie „What Have You Done For Me Lately“, „Nasty“ oder „Greatest Love of All“ verbanden Dancefloor-Energie mit persönlicher Haltung, während RnB und Funk endgültig im Pop-Zentrum ankamen. Gleichzeitig öffneten sich weiße Pop-Acts hörbar für Groove, Syncopation und Soul-Ästhetik, was man an Produktionen von Level 42, Simple Minds oder auch Phil Collins’ Genesis-Phase deutlich erkennt. Diese Durchlässigkeit machte 1986 so nachhaltig.

140 Songs 40 Jahre in 2026 – Synthpop, New Wave und große Gefühle

Parallel dazu lieferten Synthpop und New Wave den emotionalen Unterbau dieser Ära, oft melancholisch, manchmal pathetisch, aber stets eingängig. Depeche Mode waren mit gleich mehreren Singles präsent und zeigten, wie düsterer Pop massentauglich funktionieren kann, während a-ha, Eurythmics oder Erasure Gefühl und Elektronik elegant verbanden. Songs wie „A Question of Lust“, „Hunting High and Low“ oder „Sometimes“ leben bis heute von klaren Hooks und emotionaler Offenheit, weshalb sie regelmäßig neu entdeckt werden. Diese Musik funktionierte im Club ebenso wie im Wohnzimmer, was ihre kulturelle Reichweite enorm vergrößerte.

Soul, RnB und Crossover-Magie

Gerade aus WHUDAT-Sicht spannend ist, wie stark Soul und RnB das Jahr prägten, ohne je als Nische wahrgenommen zu werden. Patti LaBelle und Michael McDonald trafen sich auf „On My Own“. Jermaine Stewart verband Funk mit Pop-Appeal, während Oran Juice Jones mit „The Rain“ bereits Spoken-Word-Elemente einbaute, die später im HipHop selbstverständlich wurden. Auch Cameos „Word Up“ oder Lisa Lisa & Cult Jam zeigten, wie urbaner Sound Charts dominieren konnte, ohne seine Herkunft zu verleugnen. Diese Songs stehen für eine Zeit, in der Black Music nicht adaptiert, sondern gefeiert wurde.

HipHop klopft an die Tür des Mainstreams

HipHop war 1986 noch kein globaler Platzhirsch, aber die Zeichen waren eindeutig. Mit „Fight For Your Right“ brachten die Beastie Boys Rap in die Rock-Medien, während Produktionen zunehmend breaklastiger und sampleorientierter wurden. Gleichzeitig floss HipHop-Denke indirekt in Pop und RnB ein, etwa durch Rhythmuskonzepte, Attitüde und visuelle Codes. Das Video mit den 140 Teasern macht diese Übergangsphase gut sichtbar. Es zeigt, wie viele spätere Entwicklungen hier bereits angelegt waren.

140 Songs 40 Jahre – Warum dieses Video heute relevant ist

Dieses Video (Youtube) ist keine bloße Rückschau, sondern ein Reminder dafür, wie prägend ein einzelnes Jahr sein kann. Und zwar immer dann, wenn Kreativität, Technik und gesellschaftlicher Wandel zusammenkommen. Die 140 Songs stehen für eine Ära, die bis heute Samples liefert, Referenzen setzt und Stilfragen beantwortet. Für WHUDAT ist 1986 deshalb kein Retro-Spielplatz, sondern eine Quelle, aus der moderne Black Music, HipHop und Soul weiterhin schöpfen. Wer sich durch diese Teaser klickt, versteht schnell, warum viele Sounds von heute ohne dieses Jahr anders klingen würden.

140 Songs, die in diesem Jahr 40 Jahre alt werden:

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