gospel Archive - WHUDAT
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Lonnie Liston Smith & The Cosmic Echoes: Astral Traveling // Review (Jazz Wednesday)
Der Jazz der frühen siebziger Jahre war geprägt von einer tiefen Suche nach Transzendenz. Nach dem Tod von John Coltrane spaltete sich das Genre in diverse Richtungen auf. Während Miles Davis die elektrische Fusion forcierte, suchten Musiker wie Pharoah Sanders und Alice Coltrane nach einer Verbindung zum Göttlichen. Mittendrin befand sich ein Pianist, der den Sound dieser Ära maßgeblich prägen… Weiterlesen
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Michelle David & The True-Tones: Soul Woman // Eine radikale Soul-Diagnose
Manchmal muss man den Blick vom Fernseher abwenden und fest in den Spiegel schauen. Michelle David hat genau das getan. Während ihr 2024er Debüt bei Record Kicks, „Brothers & Sisters„, noch die Welt da draußen kommentierte, geht ihr achtes Album „Soul Woman“ einen entscheidenden Schritt weiter. Die Sängerin stellt sich einer unbequemen Frage: Wie kann ich andere zur Selbstreflexion aufrufen,… Weiterlesen
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Samm Henshaw – It Could Be Worse: Ein Album über das Festhalten, obwohl man loslassen müsste
Auf It Could Be Worse bittet Samm Henshaw die Liebe gleichzeitig zu bleiben und ihm nicht weh zu tun. Dieser innere Widerspruch ist kein stilistischer Kniff, sondern der ehrlichste Kern des Albums. Aufgewachsen im südlondoner Gospel-Umfeld seines Vaters, hat Henshaw früh gelernt, Schmerz mit Ermutigung zu überziehen und selbst Brüche in etwas Verwertbares zu verwandeln. Genau diese Spannung durchzieht das… Weiterlesen
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SAULT veröffentlicht neues Album „Chapter One“: Spirituelle Mantras für eine erschöpfte Welt
Seit Jahren sind SAULT das große Mysterium der britischen Musikszene. Keine Interviews, keine Pressefotos, keine Gesichter. Nur die Musik – roh, ehrlich, gemeinschaftlich. Hinter der anonymen Fassade steht Produzent Inflo, umgeben von wechselnden Mitwirkenden wie Cleo Sol oder Melissa Young. Das Kollektiv versteht seine Kunst als gemeinsames Gut, nicht als Werkzeug der Selbstdarstellung. Chapter One, das neue Album von SAULT,… Weiterlesen
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Robert Finley – „Hallelujah! Don’t Let the Devil Fool Ya“: Zwischen Juke Joint und roher Seele
Gospel, Soul, Blues, Rock und Funk waren nie sauber getrennte Welten, sondern immer fließende Übergänge. Große Stimmen wie Aretha Franklin, Tina Turner oder Sam Cooke fanden ihre Kraft zuerst in der Kirche, bevor sie weltliche Bühnen eroberten. Robert Finley steht genau in dieser Tradition, allerdings mit einer ungewöhnlichen Biografie und einer späten, dafür umso eindringlicheren Karriere. Mit 62 Jahren veröffentlichte… Weiterlesen
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Daniel Caesar- „Son of Spergy“: Zwischen Schuld, Glaube und Selbstprüfung
Daniel Caesar legt mit Son of Spergy sein bisher persönlichstes Werk vor. Das Album klingt wie ein seelisches Tagebuch voller Zweifel, Reue und spiritueller Suche. Nach dem zwiespältig aufgenommenen Never Enough (2023, ich fand’s super!) zieht sich Daniel Caesar zurück, um die Bruchstellen seines Lebens und Glaubens neu zu ordnen. Der Titel selbst – halb provokant, halb selbstironisch – deutet… Weiterlesen
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Lady Wray – „Cover Girl“: Selbstliebe im Soulgewand
Mit Cover Girl meldet sich Lady Wray nach drei Jahren Pause eindrucksvoll zurück. Das vierte Studioalbum ist eine Feier von Selbstliebe, Empowerment und persönlichem Wachstum. Es vereint Retro-Soul mit modernen R&B– und Gospel-Einflüssen – und zeigt eine Künstlerin, die ihr Licht endlich voll und ganz erstrahlen lässt. Lady Wray x Cover Girl – Vom Nachdenken zur Selbstsicherheit Während „Piece of… Weiterlesen
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Annie and the Caldwells – Can’t Lose My (Soul): Eine spirituelle Familienangelegenheit
Manchmal schreibt das Leben die besten Geschichten – Can’t Lose My (Soul) ist eine davon. Annie and the Caldwells sind keine Newcomer. Seit über 40 Jahren spielt die Familienband zusammen, doch erst jetzt erscheint ihr erstes Album. Der Katalysator? Eine Wiederentdeckung aus den 70ern: Annie Caldwells erste Single Waiting for the Trumpet to Sound, damals veröffentlicht unter dem Namen Staples… Weiterlesen
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Alex Isley performt live mit Band beim Tiny Desk Concert
Im Rahmen des diesjährigen Black Music Month widmet sich Tiny Desk den Jubiläen wegweisender Alben, die Musikgeschichte geprägt haben. Inmitten dieser Hommage tritt Alex Isley ins Rampenlicht. Fünf Jahre nach ihrem ersten Tiny Desk (Home) Konzert ist Alex Isley endlich physisch im NPR-Büro angekommen. Es ist ein Moment, auf den viele gewartet haben – nicht zuletzt sie selbst. Die in… Weiterlesen
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Terrace Martin & Kenyon Dixon – „Come As You Are“ // Eine Hommage an South LA
Mit Come As You Are liefern Terrace Martin und Kenyon Dixon ein Album ab, das tief in der kulturellen Tradition von South Los Angeles verwurzelt ist. Das Werk vereint Gospel, Jazz, R&B und Hip-Hop und spiegelt authentisch die musikalischen Einflüsse wider, die die beiden Künstler in ihrer Heimat erfahren haben. Es ist ein Liebesbrief an die Straßen von Watts und… Weiterlesen


