Stromausfall in Berlin: Neue Hinweise deuten klar auf AfD-Netzwerke und russische Einflussnahme

Stromausfall in Berlin

Der großflächige Stromausfall in Berlin war kein gewöhnlicher technischer Defekt, sondern ein politisches Ereignis mit Sprengkraft. Während Teile der rechten Szene unmittelbar von „linksextremem Terror“ sprachen, mehren sich inzwischen Hinweise, die in eine völlig andere Richtung zeigen. Immer deutlicher wird ein Muster sichtbar, das auf eine gezielte Destabilisierung hindeutet, von der sowohl russische Akteure als auch das Umfeld der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland politisch profitieren konnten.

Auffällig war vor allem die Geschwindigkeit, mit der AfD-nahe Kanäle und rechte Medien ihre Schuldzuweisungen verbreiteten. Noch bevor Ermittlungen Ergebnisse liefern konnten, stand das Narrativ bereits fest. Genau diese Art der vorschnellen Deutung ist typisch für koordinierte Desinformationskampagnen, wie sie aus dem Umfeld hybrider Kriegsführung bekannt sind.

Stromausfall in Berlin – Die frühe Erzählung vom „linken Terror“

Das Framing war eindeutig. Rechte Influencer, AfD-Accounts und einschlägige Medien griffen das Thema sofort auf und erklärten den Stromausfall zum Ergebnis linksextremistischer Sabotage. Dabei spielte weniger Aufklärung eine Rolle als politische Instrumentalisierung. Die Angst vor Kälte, Kriminalität und Kontrollverlust wurde gezielt geschürt, um staatliche Institutionen zu diskreditieren.

Diese Vorgehensweise ist kein Zufall. Sie folgt einem bekannten Muster, bei dem Krisen genutzt werden, um Vertrauen in Demokratie und öffentliche Infrastruktur zu untergraben. Besonders problematisch ist dabei, dass solche Narrative bereits fest verankert sind, bevor Fakten überprüft werden können.

Brisante AfD-Anfragen zur kritischen Infrastruktur

Ein weiterer Punkt wirft erhebliche Fragen auf. Kurz vor dem Stromausfall hatte der Berliner AfD-Abgeordnete Frank-Christian Hansel mehrere parlamentarische Anfragen gestellt. Inhaltlich ging es um Details zur Stromversorgung und zum Betreiber Stromnetz Berlin. Solche Anfragen sind formal legitim, liefern jedoch strukturierte Informationen über hochsensible Bereiche.

Gerade in Kombination mit Sabotagevorwürfen wird diese Informationssammlung problematisch. In anderen Bundesländern stellte die AfD ähnliche Fragen zu militärischer und energetischer Infrastruktur. Dass diese Daten potenziell missbraucht oder weitergeleitet werden könnten, ist zumindest eine ernstzunehmende Hypothese.

Das Bekennerschreiben und seine Ungereimtheiten

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das sogenannte Bekennerschreiben einer angeblichen „Vulkangruppe“. Bereits auf den ersten Blick zeigten sich sprachliche Auffälligkeiten. Namen prominenter Personen wurden falsch geschrieben, die Grammatik wirkte stellenweise untypisch für deutsche Muttersprachler. Der Tagesspiegel zitierte hierzu eine KI-Expertin, die Zweifel an der Urheberschaft aus dem deutschen Raum äußerte. Der Text wirke wie eine automatisierte Übersetzung, möglicherweise aus dem Russischen. Eine Rückübersetzung ergebe auffallend flüssiges Russisch, was den Verdacht weiter verstärkt.

Die „Vulkan“-Spur und russische Sabotagestrategien

Der Name der angeblichen Tätergruppe ist ebenfalls bemerkenswert. In Russland existiert die IT-Firma NTC Vulkan, die durch investigative Recherchen international bekannt wurde. Die sogenannten „Vulkan Files“, veröffentlicht unter anderem vom Spiegel, zeigen, dass diese Firma Software für russische Geheimdienste entwickelte. Diese Programme dienten der Sabotage und Destabilisierung kritischer Infrastruktur im Westen. Natürlich ist ein Namensgleichklang allein kein Beweis. Doch im Kontext eines mutmaßlichen Sabotageakts wirkt dieser Zusammenhang zumindest erklärungsbedürftig.

Stromausfall in Berlin – Medienkampagnen als Verstärker der Krise

Parallel zur technischen Störung lief eine massive mediale Eskalation. Akteure aus dem Umfeld von Julian Reichelt verbreiteten alarmistische Schlagzeilen. Von angeblich explodierenden Wärmepumpen bis hin zu erfundenen Einbruchswellen reichte das Spektrum. Diese Berichte erzeugten vor allem Angst und Wut. Sachliche Einordnung spielte kaum eine Rolle. Genau diese Emotionalisierung ist ein zentrales Element hybrider Einflussnahme, bei der Medien als Multiplikatoren genutzt werden.

Wer hilft – und wer politisch profitiert

Während rechte Netzwerke die Lage ausschlachteten, zeigten andere ein völlig anderes Verhalten. Vertreterinnen und Vertreter von Die Linke waren vor Ort, organisierten Hilfe und forderten finanzielle Unterstützung für Betroffene. Auch zivilgesellschaftliche Gruppen engagierten sich konkret.

Diese Hilfe wurde jedoch selbst zum Ziel rechter Hetze. Rassistische Angriffe auf helfende Organisationen machten deutlich, dass es manchen Akteuren nicht um Solidarität, sondern um politische Inszenierung ging.

Das Gesamtbild einer gezielten Destabilisierung

Ein einzelner Stromausfall erklärt diese Dynamik nicht. Erst die Kombination aus Sabotageverdacht, gezielter Desinformation und politischer Verwertung ergibt ein schlüssiges Gesamtbild. Russland verfolgt seit Jahren Strategien zur Destabilisierung westlicher Demokratien. Die AfD profitiert regelmäßig von genau solchen Krisenlagen. Noch gibt es keine abgeschlossene Beweiskette, doch die Hinweise sind zahlreich und konsistent. Deshalb braucht es jetzt gründliche Ermittlungen statt vorschneller Ablenkung.

Fazit tl;dr

Der Stromausfall in Berlin war kein isoliertes Ereignis. Die Spuren führen auffällig häufig in Richtung AfD-naher Netzwerke und möglicher russischer Einflussnahme. Wer Demokratie schützen will, muss diese Zusammenhänge ernst nehmen und konsequent aufklären.

Stromausfall in Berlin: Neue Hinweise deuten klar auf AfD-Netzwerke und russische Einflussnahme


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[via DerDara]

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