Recap: WHUDAT beim Friedrichs Dry Gin Tasting in der Drip Bar in Hamburg

Was für viele bereits zum klassischen Inventar der Spirituosen gehört, war für mich absolutes Neuland – hier unser kleiner Erfahrungsbericht zu dem Friedrichs Dry Gin Tasting in der Drip Bar Hamburg, welches in der vergangenen Woche stattgefunden hat.

Es war ein verregneter Donnerstagabend in der Hansestadt. Die Drip Bar, welche sich dadurch auszeichnet, dass viele der angebotenen Drinks durch das „Drip Verfahren“ entstehen, diente als Schauplatz für das Friedrichs Dry Gin (hier bei facebook) Tasting. Für mich ging es an diesem Abend tatsächlich das erste Mal um Gin. Das Einzige, was ich bis dahin über den Wacholderschnaps wusste: er wird üblicherweise mit Tonic Water serviert.

Was unterscheidet den Friedrichs Dry Gin jetzt aber von anderen Gin-Sorten im Spirituosenregal? Ganz einfach: Die einzigartige Art und Weise der Herstellung, die wir Euch hier einmal kurz aufführen möchten:

1. Die Wacholderbeere, welche das Kernelement eines jeden Gins ist, wird zunächst gequetscht und dann eingemaischt, was so viel bedeutet wie: mit Wasser und Hefe versetzt. Nach einigen Tagen des Gärens wird daraus die Wacholderbeeren-Maische, welche durch das Destillieren zum reinen Wacholderlutter reift.
2. Im zweiten Schritt werden Ingredienzien wie zum Beispiel Curaçaoschalen, Orangenblütenblätter, Koriander, Angelikasamen und Rosmarin mit Wasser und Alkohol vermengt. Diesen Prozess nennt man Mazerieren.
3. Diese beiden Erzeugnisse, der Wacholderlutter und das Kräutermazerat, werden mit Naturalkohol in der einzigartigen Traditionsanlage, der speziellen Gin-Kupferbrennblase, destilliert und anschließend auf Trinkstärke herabgesetzt.

Hier unten findet Ihr eine Grafik, auf dem die einzelnen Schritte en detail erklärt werden, außerdem noch ein paar Fotos von dem besagten Abend des tastings in Hamburg:

Auf diese Tradition ist Friedrichs Gin so stolz, dass die Kupferanlage auch auf der Flasche verewigt und somit zum Markenzeichen wurde. Mit 45% Vol ist Friedrichs Dry Gin ein Gin, der es ernst meint. Nichtsdestotrotz schmeckt er nicht so stark nach Alkohol, wie man es vielleicht von anderen Gin-Sorten gewohnt ist. Dies liegt vor allen Dingen an der Zusammensetzung der Ingredienzien. Man schmeckt sogar als Laie die einzelnen Noten heraus. Neben dem Gin wurden uns beim Tasting auch einige Longdrinks auf den Tisch gezaubert, hier habt Ihr noch ein paar Rezepte:

Old German Berry Sour

5 cl Friedrichs Dry Gin
3 cl Zitronensaft
2 cl Himbeersirup
1 Thymianzweig
1 Eiweiß
1 Orangenzeste

Friedrichs Bloody Mary

5 cl Friedrichs Dry Gin
3 cl Limettensaft
3 dashes Worcester Sauce
1 dash Tabassco
15cl Gazpacho
1 Thymianzweig / Sellerie / Chillisalz

Friedrichs Drip Gimlet

5 cl Friedrichs Gin gedrippt durch Orangenschale, Nelke und Rosmarin
4 cl Limejuice
Saft einer 1/8 Limette
1 dash Orange Flower Water

Mein Favorit war der Friedrichs Drip Gimlet, da er durch die Orangenschale und die Nelke sowohl süßlich als auch feurig durch den Rosmarin schmeckt. Als Whiskey Liebhaber und generell Selten-Trinker war dieses Tasting für mich eine wirklich ganz neue und schöne Erfahrung. Ich freue mich, dass ich daran teilnehmen durfte und werde in Zukunft definitiv das eine oder andere Glas Friedrichs Dry Gin bestellen.
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[Vielen Dank an Friedrichs Dry Gin für die Einladung]

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