Phil Ivey und das Geheimnis seines Erfolgs

Einer der bekanntesten und besten professionellen Pokerspieler weltweit ist der US-Amerikaner Phil Ivey. Er gewann zehnmal in der World Series of Poker das „Bracelet“ (goldene Armband) und konnte einmal als Sieger des Main Events „World Poker Tour“ hervorgehen. Zudem gewann er mehrmals die “A$250.000 Challenge” der Aussie Millions Poker Championship.

Der amerikanische Profi-Pokerspieler konnte sich mit Turniergewinnen über 31 Mio. USD erspielen und liegt aktuell auf dem neunten Rang der erfolgreichsten Pokerspieler nach Preisgeldern, die in Turnieren gewonnen wurden. Zudem wurde er im Juni 2019 im Rahmen der 50. Austragung als einer der 50 besten Spieler der Pokergeschichte bezeichnet und gilt als Cash-Game-Experte.

Phil Ivey und der Traum, Profi-Pokerspieler zu werden

Geboren wurde Phil Ivey 1976 in Kalifornien und zog in seinem ersten Lebensjahr mit seiner Familie nach Roselle, New Jersey um. Somit wuchs er ganz in der Nähe von Atlantic City auf, was seinen Traum, Profispieler zu werden, wahrscheinlich noch bestärkte. Dies proklamierte er bereits im Alter von fünf Jahren. Der heute 45-jährige Ivey hat wunderbare Erinnerungen an seinen Großvater, denn dieser lehrte ihn, 5-Card-Stud zu spielen, wobei dieser heimlich falsch spielte. Jedoch funktionierte der Versuch nicht, den Jungen abzuschrecken, denn dieser war vom Pokerspiel begeistert.

So wie Phil, sind viele Menschen vom Poker begeistert. Sie können sich, schon wenn Sie im Casino 1 Euro einzahlen, oftmals einen lukrativen Bonus sichern und Ihre ersten Versuche an den Pokerautomaten starten. Sicherlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch bei Phil Ivey dauerte es, bis er sich zum Meister des Pokers entwickelt hatte.

Die ersten Jahre der Poker-Karriere

In den ersten Jahren verbrachte Phil Ivey seine Zeit damit, daheim Poker zu spielen, und zwar bei Pokerrunden, die von einem Freund seines Vaters veranstaltet wurden. Dabei entwickelte er sein immenses Talent, das ihm angeboren war, immer weiter und verfeinerte es. Schnell erhielt er einen Spitznamen: Jerome Graham. Bald wurde Ivey im Tropicana Casino (Atlantic City) zu einer festen Größe an den Pokertischen. Dabei entstand der Eindruck, dass er niemals nach Hause gehen würde. Dies brachte ihm seinen Spitznamen „No Home Jerome“ ein.

Im Alter von 21 Jahren erfolgte der Umzug nach Atlantic City. Doch was ist nun das Geheimnis seines Erfolges? Ganz einfach: Er machte Fehler und lernte daraus.

Das Geheimnis von Phil Ivey

Bei einem Spiel, und das ausgerechnet während einer Live-Übertragung im Fernsehen im Rahmen der World Series of Poker, unterlief ihm ein gewaltiger und peinlicher Fehler. Während er auf der größten Poker-Bühne weltweit spielte, warf er eine Winning Hand in den Muck. Mit einem Flush hielt er die beste Hand und foldete diese dennoch wie ein blutiger Einsteiger. In seiner Karriere hat Phil Ivey viele Fehler gemacht, viele Pötte verloren und sehr viel Geld verloren

Aber dennoch hat er mit seinem Pokerspiel Millionen verdient und wird von vielen Fans als der Beste aller Zeiten angesehen. Im Vergleich dazu können sich andere Spieler nun weniger über ihre eigenen Fehler ärgern. Aber was kann aus diesem Spiel gelernt werden? Und liegt im Scheitern das Geheimnis seines Erfolges?

Es steht fest, dass Ivey anders spielt als andere Spieler. Er spielt ohne festgelegte Regeln und niemals verlässt er sich auf einen Autopiloten. Das Geheimnis, jemanden beim Poker zu schlagen, ist ihm bekannt – wobei es jeder Pokerspieler in den Grundzügen kennt:

  • Es gilt, die Schwächen der Gegner ausfindig zu machen und diese gegen sie einzusetzen, um deren Chips zu kassieren.
  • Der Gameplan sieht vor, gegen schwächere Spieler zu gewinnen, und das immer wieder. So kann das eigene Spiel stetig weiter verbessert werden.

Greg Raymer, ebenfalls ein bekannter Pokerspieler, erklärte, dass es Ivey immer wieder irgendwie schafft, seine Gegner so einzuschüchtern, dass diese lieber gleich passen. Dem fügte Raymer hinzu, dass er sich wünscht, zu wissen, wie Phil Ivey dies schafft. Laut Raymer ist Ivey unschlagbar. Das gilt für Turniere und auch für Cash-Games. Viele Pokerspieler wissen, dass sie keine Chance haben, wenn Phil Ivey am Tisch sitzt.

Ein Fan erklärte über den Pokerspieler, dass dieser russisches Roulette mit einem vollen Revolver spiele und dennoch stets gewönne.

Phil Ivey, der „Tiger Woods of Poker“

Nicht ohne Grund wird Phil Ivey der „Tiger Woods of Poker“ genannt. Viele sagen, dass dieser Titel ihm nicht gerecht wird, denn er sei „Phil Ivey of Poker“ – kurz gesagt: Ivey ist eine Kategorie für sich. Das der 45-jährige sich zu einem gefürchteten Gegner für andere Spieler entwickelt hat, ist zum einen seinem aggressiven Stil zuzuschreiben, aber zum anderen auch seinem undurchschaubaren Pokerface. Zudem hat er eine besondere Fähigkeit: Er kann seine Gegner perfekt einschätzen.

In dem Moment, an dem Phil Ivey am Pokertisch sitzt, ist er hoch konzentriert. Während des Spiels achtet er auf noch so kleine Details und Informationen, die von seinen Gegnern ausgesendet werden. Sollte er ein Spiel verlieren, dann lässt er sich davon nicht beeinflussen, sondern er spielt weiter, als wenn nichts gewesen wäre. Phil Ivey hat die Gabe, sich über eine lange Zeit sehr stark zu konzentrieren, eben das ist von großem Vorteil.

Phil Ivey abseits der Pokertische

Heute ist Phil Ivey in Las Vegas, Nevada zu Hause, wo er mit seiner Frau Luciaetta lebt. Neben dem Poker frönt Ivey noch einigen anderen Hobbys wie zum Beispiel Golfen. Gern verbringt er seine Zeit auf dem Golfplatz, wo er mit bekannten Stars spielt wie Tiger Woods und Michael Jordan. Für ihn ist Golf zu einer besonderen Leidenschaft geworden und oft spielt er um viel Geld. Es gibt sogar ein Gerücht, das besagt, dass er ein Match um 5 Mio. USD mit Tiger Woods ausgespielt habe.

Zudem mag er Videospiele und Basketball. Auch ins Kino geht er gern und verreist oft mit seiner Frau. Eine große Schwäche des Pokerprofis sind Autos. Seine Sammlung beinhaltet unter anderem einen Mercedes Mclaren und einen Phantom Rolls-Royce.

Körperlich hält sich Phil Ivey ebenfalls fit, denn so macht ihm das lange Sitzen an den Pokertischen nichts aus, vor allem dann nicht, wenn es um verrückte Aktionen geht wie ein 50-Stunden-Turnier. Darüber hinaus unterstützt er Wohltätigkeitsprojekte wie die Tiger Woods „Tiger Jam Foundation“ oder auch Hilfsprojekte in Afrika.

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