Oliver Kahn – was wir vom Titan über Mindset lernen können

„Eier, wir brauchen Eier!“ Als Funktionär des FC Bayern München würde sich der Titan heute wahrscheinlich anders ausdrücken. „Einstellung“, „Mentalität“, „Mindset“ wären wohl die Worte, die er wählen würde. Eines lässt sich bei Oliver Kahn nicht abstreiten, es ging bei ihm “weiter immer weiter” ging. Ein Mindset, von dem wir uns etwas abgucken können.

Torhüter, Keynotespeaker, Vorstandsvorsitzender

Als Torhüter hat Oliver Kahn fast alles erreicht, was es zu erreicht gibt. Welttorhüter, Spieler des Jahres, Pokalsieger, deutscher Meister, Champions League Sieger und Europameister. Lediglich der Weltmeistertitel blieb ihm verwert. Verschuldet durch einen seiner Fehler.

Auch diese Ereignisse prägten den Titan, der für seine Einstellung auf dem Platz bewundert wurde. Nach seiner Karriere nutze er sein Image, wie so viele Ex-Profis, und wurde TV Experte. Einer der guten muss man sagen. Zudem zeigt er sich beim Wettanbieter Tipico mit sicheren Händen und strahlt auf der Bühne als Keynotespeaker Souveränität aus.

Wie schaffte es dieser Mann, der mit Bananenschalen und Golfbällen beworfen wurde, nur so erfolgreich zu werden und dies auch nach seiner Karriere zu bleiben?

Ich – Erfolg kommt von Innen

Vieles erklärt Oliver Kahn in seinem Buch “Ich – Erfolg kommt von Innen”. Ach ja, Schriftsteller ist er auch noch.
Da ich mich erst nach der EM gefragt habe, was eigentlich Oliver Kahn macht, bin ich etwas zu spät auf sein Buch gestoßen. Hätte ich die über 300 Seiten früher gelesen, wer weiß, wo ich jetzt stünde.

Im Buch beschreibt er, dass verschiedene Persönlichkeiten in uns wohnen. Das “private Ich”, das “Wettkampf Ich”, also das Ich, welches Heiko Herrlich das Ohr abbeißen will, und das “wahre ich”. Um erfolgreich und glücklich zu werden, muss man diese Persönlichkeiten auseinander halten und wissen, wann man welches ausleben kann.

„Man kann nicht nichtwachsen“

Am Anfang der Reise zu einem besseren Mindset steht die Vision. Bei Olli war diese: “der beste Torhüter der Welt zu werden”. Hat man diese Version, also sein Ziel, vor Auge, geht es darum sein “Wettkampf Ich” zu aktivieren und am Ball zu bleiben.

Dies gelingt durch ständiges visualisieren dieses Ziels. Der Europameister von 1996 hat dabei seine Ziele nicht zu groß aber auch nicht zu klein angesetzt. Ich denke, hier liegt der Schlüssel zum richtigen Mindset begraben.

Ziele in kleine machbare Aufgaben unterteilen, die einen nicht über- aber auch nicht unterfordern. So wachsen wir und entwickeln uns weiter. Die Aufgaben werden damit komplexer, ohne das wir es merken.

Danke Olli für deinen Input. Und damit überlasse ich die letzten Worte dem Titan: „Das Wichtigste am Erfolg ist die Klärung der Frage, warum ich den Erfolg haben wollte.“

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