Du bist Filmjury: Der Samsung Smartfilm Award 2014


Hollywood? Das Internet ist die neue „Traumfabrik“. Wer unsere WHUDAT-Vlogs angeschaut hat, weiß, dass man kein Blockbuster-Budget benötigt, um ansehnliche Videos auf die Beine zu stellen. Initiativen, die junge Web-Filmer pushen, kann man daher nicht genug fördern, wie wir finden. Der von Samsung zur Förderung kreativer Talente initiierte Smartfilm Award 2014 geht hier in die richtige Richtung. Am 14. Februar prämiert er die besten Kurzfilme, die junge, hungrige Regietalente nur mit einem Smartphone gedreht haben. „Smartfilm“ steht in diesem Zusammenhang für „Small Art Film“. Begrüßenswert daran ist die Botschaft, dass jedermann mit guten Ideen, Herzblut und smarten Geräten ein Kurzvideo auf hohem Niveau drehen kann. Noch besser: nicht irgendeine vermeintliche Expertenjury, sondern die Webcommunity entscheidet, wer am 14. Februar einen Award gewinnt. Noch bis einen Tag vorher kann man unter www.launchingpeople.de seinem Lieblingsprojekt seine Stimme geben.

Die korrekte Botschaft ist das Eine. Das erstaunlich geniale Entertainment das Andere. Die 15 Finalisten-Videos könnten locker als Vorfilm in einem Multiplex-Kino laufen und man könnte sie durchaus für Big-Budget halten. Es sind je drei Videos in den Kategorien Comedy, Drama, Dokumentation, Experimental und Horror. Eines aus jeder Kategorie kriegt einen Award. Wir stellen sie euch kurz vor:

Im Comedy-Genre angesiedelt ist „Der perfekte Plan“ von Walter Weber, dessen Protagonist messerscharf analysiert, dass auch der beste Plan nur mit kompetenten Mitarbeitern zum Erfolg führt. In „Nachtikarl“ von Chris Brandl sucht ein Obdachloser in verschiedenen Möbelhäusern ein gemütliches Nachtlager. Wie sich der latent misanthropische Heinrich plötzlich wie ein Rockstar nach einer Nacht mit Groupies in einem fremden Hotelzimmer wiederfindet, inszeniert Heinrich Lipner in „Alles Gute„.

Im Drama-Bereich geht es heftiger zu. Da lässt Regisseur Ali Kanaan den 54-jährigen Wilhelm „Mit letzter Kraft“ gegen dessen Angst kämpfen, dem tyrannischen Vater einen Brief zu schreiben – er will endlich die schreckliche Kindheit aufarbeiten. In „Le Rosa Bonheur“ von Nina Hoffmann verbringt ein 70-Jähriger eine letzte Nacht im Frauenfummel, obwohl er mit diesem Kapitel seines Lebens eigentlich abschließen will. „Der letzte Flug“ heißt der Film von Kian Pfitzner, der einen jungen Mann nach einer durchzechten Nacht in Hamburg vor einer schwerwiegenden Entscheidung zeigt.

Viele unserer Vlogs sind letztlich Dokumentationen. Daher haben uns die aufwendig inszenierten Beiträge in der Kategorie Documentary schon ziemlich beeindruckt. Tagsüber Schweinekotelett, nachts Borstenpinsel – die harte und die zarte Seite eines Metzgers und Hobbymalers zeichnet Jochen Stryjski in „Kunstblut“ nach. Tanya Zeran begleitet in „Exit to Europe“ den afrikanischen Flüchtling Tenema, um sein altes und neues Leben Revue passieren zu lassen. Ein 80-jähriger Bildhauer steht im Mittelpunkt von Stefanie Julia Heinrichs berührenden Künstler-Porträt „In dieser Nacht wollte ich tanzen„.

Im Bereich Horror tritt Natascha Kuehn mit dem Film „Mama knows best“ an, in dem der langsam schwelende Konflikt zwischen der tablettenabhängigen Mia und ihrer scheinbar diabolischen Tochter Sarah gewaltsam eskaliert. Das erste Date mit der untoten Klarissa droht für Falk in „Z wie RendeZvous“ von Maximilian Lippemeier ein derbes Ende zu nehmen, sollte die Tarnung des Grabräubers als Zombie auffliegen. Rauschhafte Nächte voller Männerbesuche erlebt die drogensüchtige Romanautorin Diane im düsteren Thriller „The Blue Room“ von Andre Schulz.

Im Bereich Experimental erzählt Jeremias Heppelers Smartfilm „Sói – Wer war ich?“ die alptraumhafte Geschichte von Werwölfin Sói. In Aline Hochscheids „Glimpse of an eye“ erleben die 80-jährige Else und ihre Enkeltochter Lisa parallel eine Nacht, die ihr Leben verändern wird. „Garnelo OP“ von Sabine Sellig zeichnet mit chirurgisch präzise in Schleifen zusammengeschnittenen Bildfragmenten ein vielschichtiges Gesamtbild städtischen Nachtlebens.

Am liebsten würden wir mehr als einen Award pro Kategorie vergeben. Aber kannst‘ ja nicht ändern. Welche unsere Favoriten sind, verraten wir natürlich nicht. Voten auf www.launchingpeople.de lohnt sich übrigens noch aus einem anderen Grund: jeder, der abstimmt, kann mit etwas Glück ein Samsung GALAXY Note 3 gewinnen.
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[In Kooperation mit Samsung]

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