Die NBA-Play-offs: Ein Ausblick für Sportmuffel

Man könnte sich ja den Spaß erlauben und irgendwen in der Holstenstraße oder im Schrevenpark mal auf die NBA-Play-offs ansprechen. Mehr als ein irritiertes Schulterzucken wird man nicht ernten. Vielleicht findet man jemanden, der den Begriff schon einmal gehört hat und womöglich sogar weiß, dass es sich um die finalen Spiele der US-amerikanischen Basketballliga NBA handelt. Was es damit genau auf sich hat und warum die Play-offs eine nicht ganz unkomplizierte Angelegenheit sind, versuche ich an dieser Stelle mal in möglichst einfachen Worten zu erklären.

Die beiden deutschen NBA-Stars Dirk Nowitzki und Dennis Schröder dürfen sich freuen. Schröder und die Atlanta Hawks stellten mit 58 Siegen in der Vorrunde einen neuen Vereinsrekord auf. Und nach einer durchwachsenen und phasenweise sogar echt miesen Saison haben die Dallas Mavericks, für die Nowitzki seit 1999 spielt, die Play-offs erreicht. Die letzten Jahre waren für den NBA-Meister der Saison 2010/11 nicht sonderlich erfreulich: 2013 verpasste man den Einzug in die Finalrunde erstmals seit 13 Jahren. Und im vergangenen Jahr schied man bereits in der ersten Runde der Play-offs sang- und klanglos aus. Und wie stehen die Chancen in dieser Saison? Welche Mannschaft gilt als heißester Anwärter auf den Titel? Und wie laufen die Play-offs eigentlich ab?

Unsere Redaktion hat kürzlich einen Gutschein von Sportingbet erhalten und könnte sich jetzt also die Play-off-Begegnungen mit der einen oder anderen Wette noch etwas interessanter gestalten. Aber wie stehen die Quoten momentan für die Mavs? Lohnt es sich, sein Geld, auf die Texaner zu setzen? Bei noch fünf ausstehenden Spielen in der regulären Saison belegen die Mavericks mit 46 Siegen und 31 Niederlagen den siebten Platz in der Western Conference. Der Einzug in die Play-offs war also eher knapp.

Die Einteilung der Teams in die besagten Conferences erfolgt in erster Linie nach geografischen Gesichtspunkten – also ähnlich wie bei uns im Amateurfußball (Regionalliga Nord, Regionalliga Südwest usw.). Gespielt wird in der heißen Phase der NBA-Saison im Modus Best-of-Seven. Das ist aber eben nicht eine Turnierform (im Sinne von: „Die besten sieben Teams kommen weiter“), sondern ein Spielmodus, bei dem die jeweilige Begegnung in Sätze aufgeteilt wird. Wer die meisten davon für sich entscheidet, kommt weiter. Den Conferences untergeordnet sind die sogenannten Devisions. In der Eastern Conference sind das die Atlantic Division, Central Division und Southeast Division. In der Western Conference die Northwest Division, Pacific Division und Southwest Division (die Midwest Division gibt es nicht mehr). Die drei Divisionssieger jeder Conference sowie die weiteren fünf besten Teams qualifizieren sich dann für die Play-offs. Dafür gesetzt werden die Divisionssieger sowie der jeweils beste Zweitplatzierte ihrer Spielstatistik entsprechen auf den Plätzen 1 bis 4 – danach richten sich die Begegnungen der Teams. In den Finals treffen die Sieger der Eastern Conference und der Western Conference aufeinander, bis am Ende der NBA-Meister feststeht.

Welche Mannschaft gilt als Play-off-Favorit?

Was die Mavs betrifft, so ist das Zurückfallen auf Platz acht und das daraus resultierende, schwierige Erstrunden-Duell mit den Golden State Warriors (momentan das beste Liga-Team), so gut wie ausgeschlossen. Aber auch der Aufstieg auf Platz sechs ist jetzt eigentlich nicht mehr möglich. Einer der gehandelten Final-Favoriten sind die Cleveland Cavaliers um ihren Superstar LeBron James, die gerade erst die Chicago Bulls effektvoll in ihre spielerischen Schranken verwiesen. Gegen diese Mannschaft werden es die anderen Teams schwer haben.
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[Bilder: 1. © istock.com/valio84sl + 2. © istock.com/ EdStock]

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