7 Anlagetipps für das kleine Budget

Es geht nicht darum, 10.000 Euro in Aktien zu investieren oder 5.000 Euro in Form von Goldmünzen daheim zu haben – selbst mit einem kleinen Budget ist es möglich, über einen gewissen Zeitraum ein entsprechendes Vermögen aufbauen zu können. Man darf nicht glauben, dass der Aktienmarkt nur für Besserverdiener offen hat – jeder kann sein Geld in Aktien investieren. Am Ende geht es nur um die richtige Strategie.

Doch worauf ist zu achten, wenn nur ein begrenztes Budget zur Verfügung steht?

Tipp Nummer 1: Wie hoch sind die Gebühren?

Bei einigen Finanzprodukten sind die Gebühren derart hoch, sodass hier geringe Investitionen keinen Sinn machen, da die sodann entstehenden Gewinne durch die Gebühren aufgefressen werden. Das heißt, man sollte immer einen Blick auf das Gebührenmodell bzw. die Kostenstruktur werfen. Besonders teuer sind etwa Investmentfonds. Hier muss man mitunter schon entsprechend hohe Summen investieren und sodann auf gewinnbringende Marktentwicklungen hoffen, damit die Gebühren nicht den Gewinn auffressen.

Tipp Nummer 2: Niemals das Risiko ignorieren

Wer vor Jahren ein Sparbuch eröffnet hat, der durfte sich über ein sehr sicheres Finanzprodukt freuen. Heute ist das Sparbuch zwar noch immer sehr sicher, jedoch nicht empfehlenswert, da hier keine Gewinne mehr verbucht werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Inflation deutlich höher als die Sparzinsen ist, kommt es mit der Zeit sogar zu einem realen Geldwertverlust.

Aktien sind hier durchaus eine Alternative. Aber auch Fonds wie Anleihen und Kryptowährungen sind durchaus vielversprechend. Wichtig ist, dass man im Vorfeld immer einen Blick auf das Risiko wirft. Denn je höher die möglichen Renditen sind, desto riskanter ist auch das Produkt.

Man kann Bitcoin kaufen, weil die Prognosen vielversprechend sind, muss aber immer damit rechnen, dass man hier auch hohe Verluste einfahren kann – der Kryptomarkt ist ausgesprochen volatil, und diese Volatilität ist Fluch und Segen zugleich. Prognosen sind zudem nie eine Garantie. Es kann also auch immer in die andere Richtung gehen.

Tipp Nummer 3: Finger weg vom Sparbuch

Kommen wir zum Sparbuch zurück. Ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto sollte immer nur als Kapitalreserve gesehen werden. Das heißt, hier werden drei bis vier Monatsgehälter aufbewahrt. Dabei handelt es sich um Geld, auf das jederzeit zugegriffen werden kann – so etwa, um die Waschmaschine zu ersetzen oder auch die Reparatur am Auto bezahlen zu können.

Sparbuch wie Tagesgeld darf aber nie als zukunftsträchtige Investitionsmöglichkeit gesehen werden. Am Ende kommt es nicht zu einem Vermögensaufbau, sondern zu einem realen Geldwertverlust.

Tipp Nummer 4: Der Fondssparplan

Besonders empfehlenswert sind börsengehandelte Indexfonds. Hier ist man immer nur so gut bzw. schlecht wie der Markt, der nachgebildet wird – das kann etwa der deutsche Aktienindex sein. Monat für Monat wird ein bestimmter Betrag, beispielsweise 75 Euro, investiert – dafür bekommt man einmal mehr, einmal weniger Anteile. Nach mehreren Jahren entsteht so eine Durchschnittsrendite, die (in der Regel) ausgesprochen attraktiv ist – vor allem, wenn die Rendite mit dem Sparbuch- oder Tagesgeldkonto-Ertrag verglichen wird.

Tipp Nummer 5: Auf die Laufzeit achten

Bei einigen Produkten wird das Geld für eine bestimmte Laufzeit angelegt. Das heißt, wer etwa 1.000 Euro für drei Monate veranlagt, hat erst nach Ablauf der drei Monate einen Zugriff auf sein Geld. Ein langfristiger Anlagehorizont mag zwar empfehlenswert sein, jedoch ist für sich selbst zu klären, ob man sich das Geld „sperren“ lassen will oder nicht.

Tipp Nummer 6: Nicht jede Strategie führt zum Erfolg

Im Internet finden sich unzählige Strategien, die besonders vielversprechend sind – kaum zu glauben, dass es also Menschen gibt, die Geld verlieren. Doch jede Strategie, ganz egal, wie erfolgversprechend sie ist, sollte mit Vorsicht genossen werden. Es gibt keine Strategie, die immer zum Erfolg führt. Verluste gehören, wenn man sich für Produkte entscheidet, die von Kursschwankungen betroffen sind, einfach immer dazu.

Tipp Nummer 7: Ruhe bewahren

Und geht es einmal nicht in die gewünschte Richtung, so lautet die Devise: Ruhe bewahren. Vor allem dann, wenn ein langfristiger Anlagehorizont verfolgt wird, ist es ratsam, die eine oder andere Krise auszusitzen.
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Bilder:
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