Pheromonsiac

MC Winkel · Abgelegt: Der junge MC, Diary, Feature | 12.03.2012 um 00:00 Uhr

Ich weiß nicht, ob Ihr das das auch kennt, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass immer die Abende die Besten waren, an denen man eigentlich gar nicht mehr losgehen wollte. Dieses Phenomen stellte ich irgendwann im Sommer 2001 fest. Ein Samstag, der verkaterter begann als jedes Tierheim. Die letzte Nacht forderte ihren Tribut, ich hatte bereits Mitte des Monats mein komplettes Fireye-Budget (damals so umgerechnet 400€/Monat) verhurt und auch am Himmel hatte sich eine Fußballfeld-breite Wolkendecke vor die Sonne geschoben. Die letzte Tiefkühlpizza war abgelaufener als 6 Jahre alte Chucks, immerhin waren noch zwei Bier und ein bißchen Gras da, die Fernsehzeitung (auch geil, hatte man vor 11 Jahren noch!) kündigte “Verstehen Sie Spaß?” für den Abend an, womit feststand: Lil’ MC bleibt kleben wie Zungen an isländischen Straßenlaternen im Dezember. Bis Hansen anrief.

Ich sah seine Nummer im Display und wusste, dass es auf eine Diskussion hinauslaufen würde. Dennoch: mein Entschluss stand fest. Ich war eh broke, der letzte Sambuca vom Vorabend nagte so ein bißchen an meinem Mojo und ganz ehrlich: leicht angeschmökt Karl Dall bei seinen legendären Telefonstreichen zu sehen war jetzt auch nicht gerade reizlos. “Stell Dich nicht so an, Mann! Ich leih’ Dir was, außerdem bringt Wonder-Suave die Zwillinge mit.”. Wonder-Suave hieß eigentlich Dirk, sein südländischer Teint brachte ihm diesen Nicknamen ein, seine Mutter musste ihren Mann irgendwann mit einem Italinier betrogen haben, anders konnten wir uns weder sein Antlitz noch seine drei rothaarigen Brüder erklären. “Echt, die brasilianischen Skandinavierinnen mit dem ausgeprägten Familiensinn?”. “Genau die!”. “Na gut, ich brauche 30 Mark und noch so 2 Stunden, bin dann zur Sportschau bei Dir!”. Drei wissenswerte Hintergründe: a) die (eineiigen) Zwillingsschwestern hatten dunkle Augen und blondes Haar, b) es ging das Gerücht durch Kiel, sie würden im Falle eines Triple-Gebämsels einander … na so Sachen und c) man konnte 2001 für 30 Mark wirklich noch einen guten Abend haben.
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Generalstreik in Athen // Struggle am Airport – “Officially Announced” [Update 19.10./20.10.: Zurück!]

MC Winkel · Abgelegt: Diary | 18.10.2011 um 15:03 Uhr

Alles begann vor 4 Tage, als hier das erste Mal in den Nachrichten über den Generalstreik gesprochen wurde. Alle waren sich einig: JA, hier wird gestreikt, ja, diesmal direkt 2 Tage am Stück – am 19.10. und am 20.10.! Doof hierbei: mein Rückflug aus Athen sollte am 19.10. stattfinden, also kein Problem: anrufen, vorziehen, machen die ja bestimmt ohne weitere Gebühren, weil: Streik.

Solange hier aber nichts “officially announced” ist, funktioniert das aber leider nicht, jedenfalls nicht ohne Umbuchungsgebühren plus Differenzbetrag – im Schnitt lag das bei allen Flügen immer so zwischen 300 und 600€. Ich sollte halt warten, bis die Fluglotsen “officially announced” haben, dann kostet das nichts. Ich hatte ein schlechtes Gefühl. Und ich lag damit richtig – bis heute um 13.30h war nichts announced und als ich dann anrief und umbuchen wollte (beim 50sten Versuch bekam ich überhaupt erst ein Amt) war natürlich ALLES weg. Kein Flug mehr. Nicht mal mehr Business-Class (eine Stunde zuvor waren noch Flüge via München da – ich hätte für 600€ buchen können, die ich dann aber nicht erstattet bekommen hätte. Man sagte mir, der früheste Rückflug, den man mir anbieten könne, wäre: SONNTAG! Alter. Noch 5 Tage Athen, was soll ich hier? Wer zahlt die Hotelkosten. Wer wäscht meine Socken? Wo gibt’s WiFi? All solche Fragen. Sonntag. Indiskutabel.
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