Ein Tag mit Firma “Kugellager Hasselhardt”

MC Winkel · Abgelegt: coolnut chronicles, Der junge MC, Diary, Feature, Streetstyle | 14.01.2013 um 09:00 Uhr

Die Montage waren immer das Schlimmste in meinen Jahren als Angestellter. Wir hatten seinerzeit ein Callcenter, welches die Termine für mich als Außendienstmitarbeiter koordinieren sollte. Recht schnell hab ich den Brüdern beigebracht, mir niemals einen Termin vor 10.00h zu machen, an Montagen frühestens ab 11.00h. Das Ganze war natürlich eine MC Winkel/CallCenter-interne Regelung, über die ich erst jetzt, 10 Jahre später, reden kann. Aber bis auf diesen einen Montag funktionierte das ganz gut.

Dieser eine Montag war glaub’ ich der Besonderste in meiner Zeit als Account Manager, wie es damals so halbgay auf meiner Visitenkarte stand. Der erste Termin musste leider für 8.00h angesetzt werden, weil ich im Anschluss dann noch zu zwei weiteren Niederlassung derselben Firma fahren sollte. Das war die Zeit, in der ich am Wochenende noch regelmäßig feiern ging und am Sonntag selten vor 8.00h morgens zuhause war. Und nur 24 Stunden später dann der sogenannte Business-Termin, ich war befahnt wie der Reichstag und fühlte mich blümeranter als Fleurop Platinkarten-Kunden, aber es ging wohl nicht anders. Ich fuhr von zuhause aus direkt zu dieser Firma in den Grasweg in Kiel.
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Aus “Der junge MC”: November Rain 1989 (Anekdote)

MC Winkel · Abgelegt: Der junge MC, Feature, Streetstyle | 03.12.2012 um 09:00 Uhr

Mal wieder ein kleiner Schwank aus meiner Jugend, weil ich gerade am Wochenende mit einem Freund über diesen denkwürdigen Abend im November 1989 sprach, eine Nacht mit überdurchschnittlich viele Ereignissen. Angefangen beim klassischen Treffen, wie jeden Samstag um 18.00 an unserer Schule, alle Mitglieder unserer Padergang (aka “Pader Ruler”) waren dabei, Hansen brachte seinen Ghettoblaster mit und alle waren gespannt, was der Abend so bringen würde. Hinzu kam die Besonderheit, dass bis auf wenige Mitglieder die Padergang gerade Hausverbot in unserem Stammclub (Tanzschule Ströhemann-Brinck, “Ströh”) hatte und somit ohnehin unklar war, was man unternehmen würde. Eine Idee kam Markus, als er sich Jerrys Schlüssel auslieh, um sich damit ein Flaschenbier zu öffnen. Ein Vorwand, wie Tapeten, und natürlich vergaß er, diesen zurückzugeben. Jerry hatte seinerzeit eine Freundin und kein Hausverbot im Club, was ein Großteil unserer Gang verachtete. Markus kam also mit der Idee, in Jerrys Abwesenheit einfach bei ihm zuhause – genauer: im Haus seiner Eltern weiterzufeiern.

Die Idee kam nicht überall gut an, besonders nicht bei Marius, der an diesem Abend seine neue Gaspistole ausprobieren wollte. Marius war immer so ein Alles-Mitmacher, zuerst kaufte er sich jede einzelne Ausgabe vom Yps!-Magazin (btw: natürlich ist die neu aufgelegte Yps! nicht mehr so geil wie früher, es sind knapp 30 Jahre vergangen, man kann keine Party 2x feiern. Außerdem bleibt nichts aus den 80ern ewig cool, bis auf MJs Thriller, Air Max 1 und MC Winkel), dann wurde er Hobby CB-Funker und naja, wenig später waren halt Gaspistolen halt irgendwie en vogue. So teilte sich die Gruppe also auf, ein paar gingen zum Haus der Eltern von Jerry, einige wenige ins oder vor das “Ströh” und der Rest ging direkt an die Küste. Hier war es ein Hobby, beim Bier Billard zu spielen (“pieksen” sagte man damals dazu) und anschließend eine Runde durch Eros Center und Palais D’Amour zu drehen. Hier roch es immer so nach Unterwelt und auch wenn von uns noch nicht Jeder volljährig war; wir waren jetzt bewaffnet!
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Die Kleinkriminelle Katey und der Waschbär (Teil 2 inkl. Podcast!)

MC Winkel · Abgelegt: Der junge MC, Feature, Funny Shizznits, Netzkram, Podcasts | 03.09.2012 um 00:00 Uhr

[Fortsetzung hierzu - Podcast unten!]

Wir verabredeten uns für Mittwoch. Ich hatte weder Weedkauf- noch sonstige Ambitionen, fand Katey und ihre Geschichten nur so unterhalsam. Sie erzählte von dem Essens-Lieferanten, der 2-3x die Woche mit Thunfischpizza kam und mit Gras bezahlt wurde. Oder von Igor, dem durchtrainierten Security-Russen, der ziemlich häufig broke war, dafür dann aber mit Sex bezahlen durfte. Ich erzählte im Gegenzug die Bongwasser-Austrink-Story und davon, dass Empfangstante E. aktuell auf einem Spezialkissen sitzen würde, weil ihr eine Art Schwanz wachsen würde. “Eine Transsexuelle?”. “Neiiin, Schwanz im Sinne von Schweif, nicht Shlong.”. “Dann gäbe es im Gettorfer Tierpark eventuell einen tollen Nebenverdienst für sie, da ist jüngst die ältere Esels-Dame Filippa verstorben!”, wir lachten laut, auch wenn E. für eine Eselin eigentlich viel zu unbehaart war.

Die kommenden Wochen schaute ich immer mal wieder vorbei, so Mittagspausen-Style, hin und wieder brachte ich Burger mit. Ich kiffte jedoch nie und hatte auch niemals Sex während der Arbeitszeit (vllt. kann mir bei der Gelegenheit ein mitlesender Jurist mal erzählen, nach wie vielen Jahren so kleinere Vergehen verjährt wären, nur mal so zur Info), ich hörte mir zu gerne die neuen Geschichten an. Von ihrer besten Freundin, die der Mutter vor ein paar Jahren heimlich etwas Straßenbobbel in den Mürbeteig schummelte, als diese gerade ihre Konfirmationstorte vorbereitete (soll eine heitere Veranstaltung gewesen sein). Oder von den Polizisten, die ihr vor ein paar Monaten aufgrund einer angezeigten Ruhestörung aus der Nachbarschaft einen Besuch abstatteten, mit Nacktfoto-Material aber ruhiggestellt werden konnte.
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Die Kleinkriminelle Katey und der Waschbär

MC Winkel · Abgelegt: coolnut chronicles, Der junge MC, Feature, Funny Shizznits, Netzkram | 27.08.2012 um 00:00 Uhr

Katey lernte ich über einen jüngeren Arbeitskollegen kennen, der mich eine Zeit lang im Außendienst begleitete. Sie war die lustigste, gutaussehendste und wahnsinnigste Kleinkriminelle, die ich je traf. Sie verkaufte Gras und noch ein paar andere, weiche bis mittelelastische Drogen, wovon sie ihre Miete und weitere Fixkosten zahlte. Sie war in den 2 Jahren, in denen ich sie kannte, eigentlich immer zuhause, sah den ganzen Tag “King of Queens”, hörte Rap-Musik und rauchte Bong. Sie wohnte nicht unweit des miesesten Hochhaus der Stadt, am Anfang der Hamburger Chaussee. Mein Kollege I. äußerte den Wunsch, bei besagter Dame mal etwas Weed abzuholen, wo wir doch gerade auf der Ecke waren. Nicht viel, so 20g wöchentlicher Eigengebrauch, ich könne gerne mit hochkommen. “Na das guck’ ich mir an! Aber nicht direkt oben kiffen, wir müssen ja noch zurück ins Büro, nä!”. “Klar, auf gar keinen Fall! Katey ist entspannt, sie wird Dir gefallen.”.

Bereits im Treppenhaus roch es nach verbranntem Gras, dabei wohnte Katey im vierten Stock. Das Bonggeblubbere und eine Lache, irgendwo in der Mitte von Tom Hanks in “Geschenkt ist noch zu teuer” und Rick Ross mit Hagebuttenkernen im Bart, vernahm ich jedoch bereits im zweiten Stock. Die Tür war nicht abgeschlossen, Gäste konnten den Handknauf selbstständig benutzen und so standen wir auch schon direkt in Kateys Wohnzimmer. “Na Du Pfeife, wieder’n büschen Haze? Und wer ist der Typ?”, fragte sie, während sie weiter Richtung Fernseher starrte. “I… ich bin der Winkelsen, äh, ein Kollege von I. und ich w”, “Auch Gras?”, fiel sie mir ins Wort. “Nein.”. Sie nickte und übergab den Bong an I., der sofort ansetzte. Ich erkannte die Verlässlichkeit seiner Worte, setzte mich erstmal hin und hörten den beiden zu.
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Der junge MC: Boogie Night Outtakes II

MC Winkel · Abgelegt: Der junge MC, Feature | 02.07.2012 um 00:16 Uhr

Je näher wir dem Gutshof kamen, umso größer wurde meine Angst. Allein der Parkplatz, lauter Volvos und BMWs, vor der Eingangstür hatte man einen Parkanweiser platziert, der bei Bedarf den eigenen Wagen einparkte und zum späteren Zeitpunkt auf Zuruf apportierte. Gastgeber und Gäste auch wie erwartet, ich ordnete dieses Event aus ästhetischer Sicht irgendwo zwischen Jazz Frühschoppen im Kanu-Klub und dem jährlichem NPD-Maskenball ein, nur mit mehr Botox. Unter anderem sah ich Jansens Mutter, die inzwischen jünger aussah als ich und mit einer männlichen Begleitung da war, die jünger war als ich und somit ja auch jünger als Jansen. “Frau Jansen, schön sie zu sehen, läuft wohl alles glatt, wie ich sehe. Grüßen Sie mir ihren Sohn!”, “Der redet nicht mehr mit mir!”, “Nur wegen ihres Lolita-Lovers, das ist aber engstirniger als zu kleine NewEras.”, “Nein, deswegen nicht. Kehlkopfkrebs.”. Konnte ich ja auch nicht wissen. Ich hab’ Jansen immer gesagt, er soll Filter mit reinrollen.

Anne führte mich durch die Veranstaltung, stellte mich mehreren Leuten vor als Zäune am Bühnengraben, ich merkte mir sicherheitshalber nicht einen einzigen Namen. Ich spürte erneut, dass es nicht gut für die Motivation ist, vorab bezahlt zu werden und ich stellte fest, an diesem Abend mehr Arschlöchern die Hand gegeben zu haben, als Jansens Vater, der laut der 2000er-Ausgabe des Guinnes Buch der Rekorde immer noch amtierender Fisting-Weltmeister (Fachbereich Hafenrundfahrt) war und diesen Titel nun schon seit 1983 erfolgreich verteidigte. Gerade als ich überlegte, wie man den Taubenkot von vor der Tür am Unauffälligsten in die Austern bekommen würde, zog Anne an meinem Hemd, “Lil’ MC, da ist er. Tu was!”.
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