
Am Samstag war es dann endlich so weit, Brittbee lud als Gewinnerin des letzten Look-a-like-Contests zur Uferparty. Da lässt MC sich nicht 2x bitten – und mit dem Status “Ehrengast” lebt es sich bestimmt noch leichter. Also ab nach Berlin.
Nach dem Frühstück um 13h fahr´ ich dann mal los. Da im Wagen noch Platz ist, nehme ich Mitfahrgelegenheiten mit. Einen Germanistik-Studenten auf dem Weg über Berlin in den Südfrankreich -Urlaub (hält die größte Zeit seine Fresse), eine junge Koreanierin (erzählt nicht, was sie in Berlin will. Sagt in 4 Stunden 1x yes, 1x no und 2x okay) und einen Security-Beauftragten mit Gelegenheitsjobs und Zimmer sowohl in Kiel als auch in Berlin. Kennt Ihr den Geschmack im Mund von Kaffe und Zigaretten direkt nach dem Aufstehen? Diesen Geruch mit 200 potenzieren und Ihr habt gerade einmal ansatzweise den Gestank, den der hinter mir sitzende Mensch verbreitet. Besonders schlimm war es, wenn er sich zu mir rüber beugt und etwas erzählt. Um ein Haar hätte ich mein leckeres Schokocroissant vom Frühstück wieder ausgekotzt. Hoffentlich klappt das Febreze-ieren; wer zahlt sonst die Inneraumreinigung? Naja, immerhin kannte der sich in Berlin aus. Und die Patte hatte er klein.
Um 17.30h (oder so) kommt der Mann mit weniger Orientierungssinn als Goldfische nach zahlreichen – und trotz gut erklärter Beschreibung – Verfahrereien am Ufer an. Fünfter Stock ohne Fahrstuhl, doch die Aussicht der großartigen Spreeblick-Wohnung entschuldigt alles. Man kennt MC als bescheidenen, uneigennützigen Menschen und selbstverständlich helfe ich beim Zubereiten des Essens (der Tomaten-Mozarella-Salat ist durch MEINE Hände gelaufen! Diarrhoe? Nicht meine Schuld) und beim Dekorieren. Zwischendurch setze ich mich aber auch mal hin, soll ja mal nicht in Stress ausarten, das Ganze. Auf der Toilette läuft “Jackie Brown” via DVD, die Wanne dient als Zweitkühlschrank. Eine Menge Bier. Das sollte reichen. Erstmal.
Nach und nach kommen die Leute. Je später der Abend, umso schöner die Gäste. Und endlich kenn ich jetzt auch iX´s wahre Intention, zu bloggen. Die Bude kracht aus aus allen Nähten, es sind schätzungsweise 80 Menschen in der Wohnung und im Treppenhaus verteilt. DJ Mirko hat einen grandiosen Musikgeschmack (auch so ein feiner Kerl!) und legt gute Sachen auf, die Leute sind bester Dinge und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Bis auf einmal das Bier aus ist! Aber für MC ist das kein Problem, hier war doch irgendwo in der Nähe eine Tankstelle; wollen wir nochmal schnell einen Kasten kaufen. Vielleicht haben die ja Holsten.
MC schnappt sich also den maximal sympathischen Burnster und macht sich auf den Weg. Läuft nicht ganz reibungslos, wie Ihr hier sehen könnt (avi-File, 9.7MB, lohnt sich!). Letztlich hat´s dann aber doch noch geklappt. Die 250m fahren wir dann aber mit dem Taxi zurück. Der Fahrer will uns bescheissen und fährt – vermutlich aufgrund meines Nord- und Burnsters Südakzents in der Annahme, Ortsfremde zu befördern – mehrfach um den Block. Dieses Drecksschwein. Wir überführen Ihn und zahlen wenig. Zurück im Haus überreiche ich zunächst den durstigen Herren iX und Don Dahlmann ein kaltes Pils, in der Hoffnung, später in deren Blogroll zu landen. :)
Es wird getanzt und geredet. So viele Leute, so wenig Zeit. Dann taucht da plötzlich ein kleiner Mexikaner auf, der die Gastgeberin eigentlich nur um einen Schlafplatz bittet. Der kleine Mann lässt sich die Getränke bei dieser Gelegenheit auch nicht entgehen und schenkt sich ordentlich einen 32 ein. Später schläft er im Sitzen ein, wir schleifen Ihn um 5.30h jedoch in die Wohnung und stellen Ihm eine Matratze und einen Eimer zur Verfügung. Leider verfehlt er diesen knapp und benetzt das Parkett mit einer nicht zu verachtenden Ration Rotwein-Mexiko-Kotze, welche ich nach dem Aufstehen mit Wischmop und Champagnerkübel (Eimer war weg) wegwische. Guten Morgen!
Was für ein Abend, leider viel zu schnell vorbei. Rückblickend muss ich diesem Medium danken, welches mir ermöglicht hat, so viele coole Leute aus ganz Deutschland kennengelernt zu haben. Entgegen einiger Meinungen sind (die meisten) Blogger keine ewig technisches Zeug daher redende Nerds sondern einfach nur geile Leute mit ´was zu erzählen. Ich hatte im Vorfelde etwas Angst, dass sich rausstellt, eine/r der mir bekannten BloggerInnen ist nicht so cool wie angenommen. Nix da – Ihr seid alle großartig! Ich freue mich auf die nächste Party. Wie man so hört, wird es einen Look-a-like-Wanderpokal geben, der nächste Gewinner ist dann verpflichtet, ebenso eine Party auszurichte. Wobei das sehr, sehr schwer werden dürfte. Danke, Bee!