
Ich hab’ das Gefühl, ich sollte mich dringend mit Florent Lesaulnier anfreunden, was der da jetzt gerade für eine Crib erschaffen hat ist nichts als purste Design- und Architektur-Prornografie. Um es einmal kurz zusammenzufassen: der französische Architekt Florent Lesaulnier ist ein so dermaßen großer Fan von Lapo Elkann (Lieblings-Enkel des Fiat-Patriarchen Gianni Agnelli, seit 2004 Chef des Marketings und Brand Managements bei Fiat, Modedesigner, auch bekannt für einige Heroin-, Kokain- und Alkohol-Exzesse), dass er ihm und seinem extravaganten Lebensstil zu Ehren (inspired by, quasi) diese Hütte kreiert hat – das Camouflage Casa Lapo. Direkt am Wasser gelegen, in ein herrliches Camouflage gekleidet. Auf Bild 4 seht Ihr die Rooftop-Terrasse, selbstverständlich mit großem Pool. Der Innenbereich ist frei von jeglichen Strukturen, für ein grenzenloses Einrichtungsvergnügen. Die Wände enthalten alle Elektro-, Beschallungs-, Beleuchtungs-und Belüftungsanlagen, die man für bestmögliche Sound- und Lichtverhältnisse braucht, das Ding ist einfach komplett aus einer anderen Welt:
“The Casa Lapo project is a dream come true. A project appeared to me while reading an interview of Lapo Elkann in The New York Times. I had never heard of Lapo Elkann at the time but I always had a great love for Italy and particularly Turin, even if I was never able to explain why, besides being the capital of Baroque and Carlo Mollino’s home, as well as headquarters of the Fiat empire, of national and international fame.” – Florent Lesaulnier

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Der Röhrenfernseher hat endlich wieder einen Nutzen gefunden. Zu verdankem ist dies dem chinesischen Künstler Zhang Xiangxi, der in die leeren TV-Gehäuse Wohnzimmer im Puppenstubenformat einbaut. Mit enormer Liebe zum Detail erweckt Zhang somit das Wohnzimmer seiner Eltern, sein eigenes, chaotisches Studio, ein Zugabteil und seine Traumwohnung zum Leben. Zu sehen gibt es die gesamte Ausstellung ab Juni bei der Biennale in Venedig.
“Chinese artist Zhang Xiangxi uses old television sets to create intricately sculpted rooms. The sculptor’s meticulous craftsmanship results in intriguing and unconventional dioramas with a wonderful sense of depth. He manages to not only recreate furniture like desks and beds, but Xiangxi also mirrors the genuine messiness of a real room.”

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Ich denke mal, das ist es. Wo man früher als Weltchef im Schloss Versailles oder der Verbotenen Stadt in Peking residierte, ist das hier das Endziel für den Weltchef 2.0: das Clock Tower Penthouse in der One Main Street in Brooklyn/New York City, mitten im angesagten DUMBO (= Down Under the Manhattan Bridge Overpass) Viertel. Ein Uhrturm, welcher nach Konzeption von David Walentas (der Mann hinter dem gesamten DUMBO-Projekt) zu einem unglaublichen Triplex Penthouse umgebaut wurde. Mit knapp 640qm auf drei Etagen bietet es einen 360°-Ausblick über Brooklyn, direkt auf die Brooklyn Bridge und Manhattan. Die riesigen vier Uhren befinden sich auf 4,2m großen, runden Fenstern, haben nur den Nachteil, dass die Uhrzeit von innen spiegelverkehrt angezeigt wird.
Jetzt mal ehrlich: ist das eine Crib? Mit Abstand das herrlichste Apartment, was wir hier bis jetzt zeigen durften. Eine Deckenhöhe von 5 bis 15m, ein gläserner Fahrstuhl, ein Irrsinn. Das Penthouse wurde 2009 mit $25 Millionen als teuerste Crib in Brooklyn gehandelt, inzwischen ist man auf $18 Millionen runtergegangen. Ich würde glatt $19 Millionen zahlen, wenn sie dafür die Uhrzeit von innen korrekt anzeigen liessen, das sollte da schon drin sein. Epic win:
“Located in the trendy DUBMO (down under the Manhattan bridge overpass) neighbourhood of Brooklyn, New York is One Main Street; a 126-unit loft conversion by David Walentas (creator of the DUMBO neighbourhood) in 1998. The former cardboard box factory was originally built in 1915 and features a beautiful clock tower.”

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Ich weiß, man könnte denken, heute sei auf WHUDAT Tag der asiatischen Hochhauskultur, aber um den hier kommt man heute nicht herum: vergesst alles, was Ihr bisher über das Thema “Projection Mapping” (wird ja irgendwann auch mal langweilig) gehört habt – hier wird auf ein Miniatur-Tokio im Maßstab 1:1000 gemapt! Das ganze findet zu Ehren des zehnjährigen Bestehens des Roppongi Hills statt, das Allergeilste ist: auf der dazugehörigen Seite könnt Ihr über die Tastatur selbst rummappen. Map me 3.000, echt zu derbe:
“TOKYO CITY SYMPHONY” is an interactive website, in which users can experience playing with 3D projection mapping on a 1:1000 miniature model of the city of Tokyo. The handcrafted model is an exact replica of the cityscape of Tokyo in every detail.

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Der französische Fotograf Romain Jacquet-Lagreze verdreht uns mit “Vertical Horizon” ziemlich den Kopf. Mit seinen Bildern dokumentiert er den rapiden Städtewachstum in Hong Kong, wo fast täglich neue Wolkenkratzer aus dem Boden sprießen. Richtlinien gibt es hier keine, Hauptsache hoch und abstrakt, mit quasi allen architektonischen Elementen die es derzeit so gibt. Eigentlich auch fast egal, denn das Ergebnis sind auf jeden Fall immer spektakuläre Häuserschluchten:
“This collection by Romain Jacquet-Lagreze will have your head spinning in a dizzy state of confusion. The French photographer and graphic artist created Vertical Horizon as a visual exploration of Hong Kong and it’s rapid growth towards the sky. Using a unique perspective, Jacquet-Lagreze presents the ever-growing city in a repetitively graphic expression of its architecture.”

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In der Stadt zu leben hat viele Vorteile. Unter anderem ist Wichtiges zentral und zu Fuß erreichbar. Zum Beispiel kann man von der Lieblingsbar nach Hause kriechen – falls notwendig. Manchmal jedoch wird man von den vielen umstehenden Gebäuden und strömenden Menschenmassen schier erdrückt. Zu viel Nähe. Einige unter uns sollten auch definitiv öfter mal Wasser und ein gutes Stück Seife gebrauchen. Zähne putzen ist auch nett. Dieses klaustrophobische Gefühl der Enge und ungewollter Intimität treibt den in Avignon lebenden Illustrator Thomas Lamadieu anscheinend zu Höchstleistungen. Seine Kreativität quetscht sich sozusagen in jedes freie Areal und nimmt den letzten freien Raum vollständig ein. Es gibt kein Entkommen, du bist seiner Kunst vollkommen ausgeliefert. Dabei erscheinen die Figuren und Charaktere nicht bedrohlich. Eher märchenhaft-naiv; wie einer Telefonskizze entsprungen, die nebenbei und aus dem tiefsten Unterbewusstsein entsteht. Daran werde ich denken, wenn ich das nächste Mal in der U-Bahn zwischen Achsel, Rucksack und Fahrertür nach Luft röchel.
“For anyone who has lived or visited a narrow courtyard wrapped in buildings it can sometimes be a claustrophobic space with the sky limited in all directions, but the strange geometric gaps formed by the surrounding architecture are often fun to photograph.”
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Hong Kong war schon immer bekannt für seine außergewöhnliche Architektur und Atmosphäre, aber so hat man die Stadt wohl noch nie gesehen. Der aus Deutschland stammende Fotograf Michael Wolf arbeitet und lebt im Großstadtdschungel von Hong Kong und zeigt mit seinen Bildern detaillierte Einblicke in die nicht endend wollenden Wohnkomplexe der Megametropole. Faszieniernd und erschreckend zu gleich.
“In his ‘Architecture of Density’ photo series, German photographer Michael Wolf explores the jaw-dropping urban landscapes of Hong Kong. He rids his pictures of any context, such above or the earth below, and rarely includes people, either. The images are large scale flat captions of buildings which appear to be infinite and haunting in Michael’s photos.”

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“The Quiet City” von Andrew Julian entstand während eines winterlichen Trips in die französiche Metropole, in der sich die Stadt in einem völlig neuen Licht zeigte. Kannte Julian Paris bisher nur in den hitzigen Sommermonaten in der sich die Menschenmassen in der Stadt türmen, wurde er im Winter von der regelrechten Leere überrascht. Seinen Streifzug entlang der Pariser Sehenswürdigkeiten gibt es nach dem Jump.
“Claire and I recently took a trip to France, and I filmed this during our time in Paris. Until this trip, I had only ever experienced Paris in the summer and I was struck by just how different the city is when most of us tourist are gone. We were equipped with our metro and museum passes and were able to easily access most places of interest without even waiting in line. It was incredible! We were even given a private tour of the École du Louvre.”

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Den Namen JWT werdet Ihr im Zusammenhang mit Werbung schon einmal gehört haben, JWT ist eine der älteste Werbeagenturen der Welt, gegründet von J. Walter Thompson (1878) mit Hauptsitz in New York, hat weltweit knapp 10.000 Mitarbeiter. Und das hier ist die neue Niederlassung in Amsterdam, selbstverständlich ganz so, wie man sich eine moderne Werbeagentur vorstellt. Bereits im Eingangsbereich (siehe Bild #2) vor dem Empfangstresen wird dem Kunden klar, was ihn erwartet, dort hängt das Schloss nämlich tatsächlich verkehrt herum in der Luft. In jeder Ecke liegen aufregende Dinge herum, besonders die Wand gestaltung kann sich sehen lassen, überall prangen Wandtattoos und sonstige, bunte Wandtapeten mit den Aufschriften “Think”, “Make” oder “Do”, damit der fleißige Angestellte auch stets daran erinnert wird, wozu er hier ist. Mir gefallen auch die Sessel auf Bild 5, direkt vor den Fenstern mit Ausblick auf Amsterdam, ein perfekter Platz zum Brainstormen. Und weil sich in Holland die Locals noch untereinander supporten, hängen ebenfalls Artworks vom niederländischen Kreativ-Collective Kamp Horst an den Wänden. Es gibt gesonderte Skype-Unites, überall stehen futuristische Skulpturen in den Räumen und Gängen und besonders geil: auf der großen Glaswand im Konferenzraum ist das wiki-Profil von Harry Mulisch, einem der bekanntesten, holländischen Autoren, eingraviert.
“Check out this wonderful office! JWT Amsterdam aims to ‘Seriously Surprise’, and it does, from the moment you enter. Exciting things lie in wait around every corner. Whether it’s the upside-down castle at reception, the greenhouse meeting space with huge plants, the architectural tree sculptures, or the drawings from artists such as the Dutch collective Kamp Horst or the Norwegian Anders Rockum.”

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Das Projekt “PanoramaStreetline” beschreibt sich selbst als “Zelebrierung der Einzigartigkeit von Straßen, wie man sie vorher noch nie gesehen hat” und bietet genau das: Google StreetView zeigt uns die Welt in einer roughen, verpixelten und ästhetisch diskutierbaren Version, PanoramaStreetline sieht sich als Add-on zu diesem und ähnlichen Diensten und zeigt die interessantesten Straßen der Welt in großartigen, hochaufgelösten Panorama-Bildern. Es gibt Straßenansichten aus Europa, Australien und Nordamerika, allein aus Deutschland gibt es Straßen-Panoramen aus 14 verschiedenen Städten. Zu dem Vorschaubild hier oben muss ich wohl nicht mehr viel sagen (die gesamte Ebertstraße gibt es hier) und das zweite Bild ist aus Hamburg, Neuer Wandrahm / Speicherstadt. Alle Straßen sowie alle weiteren Infos findet Ihr direkt auf der Seite, einen Clip aus London habe ich hier unten noch für Euch:
“A celebration of the uniqueness of streets that you have never seen this way before. Projects like Googles’ Street View or Microsofts’ Street Side and already planned future projects will form an impressive virtual picture of our world, or parts of it. For decades to come this will preserve a detailled impression of the world today. PanoramaStreetline adds to that by collecting selected street views of cities and villages all over the world and puts uniqueness and traditions of architectural developments of different places into focus.”
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